Ergonomie für das Baby: Bett, Wippe & Co.

Neugeborene haben einen äußerst weichen und fragilen Körper. Die Knochen sind noch dünn und die Kopfplatten noch nicht befestigt. Da sich Babys in der ersten Zeit wenig bewegen, ist maximaler Komfort beim Liegen gefragt. Ergonomische Möbel unterstützen die Liegequalität der Kleinen und sorgen für Wohlbehagen.

pixabay.com @ fujikama

Möbel, die sich dem zarten Babykörper anpassen

Ergonomische Möbelstücke passen sich dem fragilen Babykörper an. Sie schmiegen sich sanft an jeder Rundung und folgen den zaghaften Bewegungen. So kann sich der zarte Körper ohne Beschränkungen entwickeln. Hat das Baby die Chance, bequem ohne Stauchung zu liegen, beugt dies u. a. Fehlstellungen vor.

Die richtige Babymatratze finden

Die Auswahl der optimalen Babymatratze, der richtigen Babywippe oder der Transportschale ist deshalb unerlässlich. Der richtige Schlafplatz bringt Ruhe und sorgt dafür, dass sich der Nachwuchs optimal entspannen kann. Matratzen für das Babybett gibt es in zwei standardisierten Größen: 60 x 120 cm sowie 70 x 140 cm. Mit einer Dicke zwischen 7 cm und 13 cm sind die Babys weich gebettet und können sich ihrem notwendigen Schlaf hingeben.

Unterschiede gibt es beim Matratzenmaterial: Kokosfasern, Kaltschaum oder Schaumstoff. Wer seine Babyzimmer-Ideen mit einem Nachhaltigkeitsgedanken umsetzen möchte, entscheidet sich für das Naturmaterial Kokosfaser. Sie wirken natürlich temperaturregulierend und sorgen für ein behagliches Schlafzimmer. Allerdings sind die Matratzen aus Kokosfasern etwas preisintensiver als konventionelle Kaltschaum- bzw. Schaumstoffmatratzen.

Kaltschaummatratzen haben durch ihre Luftkanäle eine optimale Luftzirkulation. Überdies überzeugen sie mit Strapazierfähigkeit und lassen sich durch das leichte Material schnell reinigen und wenden. Neigt das Baby zu Allergien, sind Kaltschaummatratzen eine gute Wahl. Schaumstoffmatratzen passen sich durch die Materialzusammenstellung etwas besser an den Babykörper an und unterstützen die individuelle Lagerung.

Ergonomie in der Babywippe

In vielen Haushalten ist auch die Babywippe zu finden, wenngleich sie in Expertenkreisen nicht unumstritten sind. Damit das Baby auch hier (beschwingt) liegen und sich entspannen kann, ist Auswahlgeschick gefragt. Ergonomische Wippen unterstützen die Anhock-Spreiz-Haltung (die natürliche Neugeborenen-Haltung) und bieten dennoch durch ihre Abmaße viel Bewegungsspielraum, speziell im Fußbereich.

Bei der Wahl der passenden Babywippe ist die Form entscheidend. Um spätere Wirbelsäulenschäden oder Schmerzen im Knochenskelett zu vermeiden, sollte die Babywippe eine spezielle Form haben und nicht aufrecht stehen. Sie verhindert, dass beim Liegen viel Gewicht auf der Wirbelsäule oder den Hüftgelenken ruht.

Tipp: Einige Wippen verfügen über eine integrierte Schaukelbewegung oder einen Federeffekt. Er hilft dem Baby auf natürliche Weise, entspannt einzuschlafen.

pixabay.com @ PublicDomainPictures

Kuschel-Rückzugsort für besser Bonding

Im Alltag mit einem Neugeborenen hat Kuscheln einen besonderen Platz. Die körperliche Nähe zwischen Mutter und Kind ist essenziell, um Vertrauen zu schaffen und damit Grundlagen für eine gesunde Entwicklung zu legen. Es darf und muss im Kinderzimmer ausreichend Zeit und Platz für Kuscheleinheiten und Berührungen geben. Wer möchte, kann im Kinderzimmer eine gemütliche Liegefläche in Form eines Sofas, einer Matratzenlandschaft oder eines bequemen und verstellbaren Sessels platzieren. Damit es nicht zu kühl bei längeren Kuscheleinheiten wird, helfen eine Wärmelampe oder eine weiche Decke.

Um das Bonding zwischen Baby und Eltern zu festigen, sind nicht nur Hautkontakt oder Kuscheln wichtig. Auch das liebevolle Zureden sorgen für ein gestärktes Band zwischen allen und Ebenen den Weg für ein späteres liebevolles Miteinander. Kleine Küssen und der Austausch von Speichel sorgen ebenfalls für gestärkte Familienbande, wie aktuelle Untersuchungen der Harvard-Universität zeigen.

Tipp: Mit einer Trage wird Verbindung zwischen Eltern und Baby zusätzlich gestärkt

Eine Babytrage kann die Bindung zwischen dem Baby und den Eltern zusätzlich intensivieren. Vor dem Kauf sollte die Tragehilfe allerdings angepasst werden. Schließlich muss sie nicht nur optimal das Baby sein, sondern auch maximale Entlastung des elterlichen Rückens bieten.

Eine gute Tragehilfe ermöglicht die Anhock-Spreiz-Haltung und lässt die natürliche Krümmung des Babyrückens zu. Durch die Trage erhalten Neugeborene ein besonders intensives Gefühl zum elterlichen Körper; spüren die Wärme, das Schaukeln und die Umgebung. Sie fühlen sich sicher, denn der Körperkontakt ist jederzeit gegeben. Doch das Baby wächst ständig, sodass sich auch die Tragehilfe anpassen sollte.

Ergonomie auch beim Transport in Babyschale und Autositz

Ergonomie darf auch beim Transport des Babys nicht fehlen. Damit der zerbrechlich wirkende Körper auch in der Babyschale oder im Autositz optimal Platz hat, sind einige Anforderungen zu beachten. Grundsätzlich sollte der Transport in einem Autositz oder der Babyschale erst nach mindestens sechs Monaten erfolgen.

In den ersten Lebensmonaten benötigen Babys das flache Liegen, damit sich der Körper an die neue Situation in aller Ruhe anpassen kann. Schließlich waren die Babys neun Monate lang in einer embryonalen Stellung und müssen sich nun an das neue Umfeld gewöhnen. Sobald eine Babyschale zum Einsatz kommt, sollte sie so geformt sein, dass der Rücken maximal stabilisiert und geschützt wird. Auch Hals und Kopf der Babys sollten passgenau in der Schale liegen können. Ein weiches Material als Liegefläche optimiert das Schlafklima und sorgt für Entspannung.

Das Baby optimal und schonend im Autositz transportieren

Soll das Baby im Autositz transportiert werden, unbedingt auf einen bequemen und passgenauen Sitz achten. Vor allem in den ersten Lebensmonaten ist ein längerer Transport im Autositz nicht empfehlenswert. Der Körper und die Skelettstruktur sind noch äußerst fragil und entwickeln sich. Ein langes Sitzen könnte zu Schmerzen oder Verstauchungen führen. Deshalb regelmäßig Pausen einlegen und das Baby aus der Autositzposition herausnehmen.

Wichtig: Sobald der Elternteil das Auto verlässt, sollte das Baby keinesfalls unbeaufsichtigt allein am Fahrzeug bleiben. Deshalb immer vor dem Verlassen überprüfen, ob das Baby mit allen benötigt Utensilien aus dem Auto genommen wurde und erst dann abschließen.

Tipp: An Sonnenschutz beim Autofahren denken

Die Babyhaut ist noch äußerst empfindlich, vor allem gegenüber Sonneneinstrahlungen. Deshalb immer für ausreichend Sonnenschutz im Auto sorgen. Hier hilft auch lange UV-Schutzkleidung, die es für Babys gibt. Ein Hütchen spendet ebenfalls Schatten, wenn es an sonnigen Tagen auf Fahrt gehen soll.

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 1 und 3.

Mehr erfahren:

Ernährungsverbote in der Stillzeit

Dein Baby zu stillen ist eine wundervolle und gleichzeitig fordernde Aufgabe. Auch wenn der Körper darauf eingestellt ist, kann es für dich am Anfang dennoch ungewohnt sein. Dein Baby nuckelt etwa alle zwei bis drei Stunden an deiner Brust und erhält dadurch wertvolle Nahrung. In den ersten Monaten benötigt es nichts anderes als die Muttermilch, die in deinem Drüsengewebe produziert wird! Beim Stillen bekommt dein Baby wertvolle Mikro- und Makronährstoffe sowie Abwehrstoffe, die sein Immunsystem unterstützen. Ebenso kann es an der Brust Geborgenheit und Nähe zur Bezugsperson tanken. Das ist auch eine wichtige Form der „Nahrung“ in den ersten Lebensmonaten. Mit der richtigen Ernährung und einem gesunden Lebensstil kannst du die Produktion der Muttermilch positiv beeinflussen und dafür sorgen, dass nur jene Stoffe in die Milch übergehen, die auch für dein Baby sind. Es gibt viele Lebensmittel, mit denen du dich in der Stillzeit stärken kannst – und auch ein paar Tabus.

Weiterlesen …

Baby wird beim Arzt geimpft

Impfungen im ersten Lebensjahr

An Untersuchungen beim Kinderarzt oder der Kinderärztin gewöhnt sich der Nachwuchs rasch, schließlich sieht der Mutter-Kind-Pass regelmäßige Überprüfungen der Gesundheit und des allgemeinen Entwicklungsstandes des Säuglings vor. Ab dem dritten Lebensmonat steht der nächste große Schritt an: die erste Impfung. Für Eltern ist dies oft ein emotionales Thema, denn sie fürchten sich einerseits vor unerwarteten Nebenwirkungen, andererseits bereitet ihnen der Gedanke, ihr Kind dem Impfschmerz auszusetzen, Sorge.

Weiterlesen …

Junge Mutter und ihr Baby mit voller Milchflasche

Zusammensetzung der Muttermilch

Eines ist mittlerweile unumstritten: kaum ein Nahrungsmittel ist so intelligent wie Muttermilch. Der weibliche Körper stellt sich bereits während der Schwangerschaft auf die Milchproduktion ein und sobald dein Nachwuchs das Licht der Welt erblickt hat, passt sich die Milch optimal den Bedürfnissen deines Babys an. Wir wollten es ganz genau wissen und haben uns angesehen, welche Kraftstoffe in Muttermilch stecken und warum Stillen für Mutter und Kind so wertvoll ist.

Weiterlesen …

Junge Mutter und ihr Neugeborenes bei Rückbildungsgymnastik

Rückbildungsgymnastik

Körperlich gesehen fühlen sich viele Frauen nach der Geburt ganz ähnlich wie vor der Geburt. Auch wenn der Bauchumfang direkt nach der Entbindung ein wenig abnimmt, bleibt im Großen und Ganzen doch (noch) alles beim Alten. Schließlich wurden Bänder und Gewebe während der Schwangerschaft ausgiebig gedehnt, um Platz für das ungeborene Baby zu machen. Daher sollten sich frischgebackene Mütter in Punkto Körperbewusstsein vor allem eines gönnen: Gelassenheit.

Weiterlesen …

Melde dich zum Schwanger.at Newsletter an – dich erwarten spannende Artikel, Produkttests und Gewinnspiele!

Was ist die Summe aus 8 und 2?