ABC der Schwangerschaft

Ein kleines Lexikon zur Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt und Baby.

Amniozentese

Ist eine Methode, die in der pränatalen Medizin zur Anwendung kommt. Die Amniozentese beschreibt eine Untersuchung des Fruchtwassers. Mit einer Hohlnadel dringt der Arzt/die Ärztin über die Bauchdecke der Mutter in die Fruchtblase ein und entnimmt etwas Fruchtwasser. Dieses wird im Labor auf Auffälligkeiten hinsichtlich genetischer Defekte untersucht. Durchgeführt wird der Eingriff ab der 16. Schwangerschaftswoche.

Anämie

Unter Anämie versteht man einen herabgesetzten Sauerstoffgehalt im Blut. Ursache ist ein Mangel an roten Blutkörperchen, die für die Aufnahme und Umwandlung von Sauerstoff verantwortlich sind. Eine Schwangerschaftsanämie ist gewissermaßen eine Sonderform der herkömmlichen Blutarmut. Zu den Auswirkungen zählen Probleme des Herz-Kreislauf-Systems, Abgeschlagenheit, Konzentrationsschwäche und Kurzatmigkeit.

Beckenendlage

Die Beckenendlage, kurz BEL, stellt eine Lageanomalie dar. Das Baby liegt nicht mit dem Kopf nach unten im Mutterleib, sondern es sitzt gewissermaßen. Der Kopf zeigt nach oben, der Popo liegt im Beckenbereich. Eine Rolle spielen dabei auch die Arme und Beine des Babys. Natürliche Entbindungen aus Beckenendlage sind grundsätzlich möglich, werden jedoch in Österreich nur selten angeboten. Häufiger ist bei Beckenendlage die Durchführung eines Kaiserschnitts.

Bonding

Bonding ist ein Begriff aus dem englischen Sprachgebrauch, der im Groben die Bindung zwischen Mutter und Kind umschreibt. Der Grundstein für die Mutter-Kind-Bindung wird bereits kurz nach der Geburt gelegt, daher sind so genannte Bonding-Phasen nach jeder Entbindung wünschenswert. Das Zusammengehörigkeitgefühl wird verstärkt durch direkten Körperkontakt, kuscheln und dem ersten Anlegen an die Brust. Auf vielen Geburtenstationen versucht man mittlerweile, medizinische Routinetätigkeiten nach der Geburt so weit wie möglich auszussetzen, um Mutter und Kind die Gelegenheit für ein erstes Kennenlernen in Ruhe zu geben. In medizinisch kritischen Situationen ist dies nicht möglich.

CTG

CTG ist die Abkürzung für Kardiotokographie. Es handelt sich hierbei um eine Messmethode, die kindliche Herztöne sowie eine mögliche Wehentätigkeit aufzeichnet. Im Rahmen von Routine-Vorsorgeuntersuchungen wird ein CTG zum ersten Mal rund um die 37. Schwangerschaftswoche duchgeführt, bei Komplikationen möglicherweise schon davor. Ein CTG ist für Mutter und ungeborenes Baby schmerzfrei und sicher. Über den Bauch der Mutter wird ein elastisches Band gelegt - mit diesem Band werden zwei Elektroden befestigt, die für etwa 30 Minuten Herztöne des Babys und Wehentätigkeit aufnehmen. Ein so genannter "Wehenschreiber" zeichnet die Aktivitäten auf.

Folsäure

Dabei handelt es sich um ein Vitamin der Gruppe B, das in den ersten Wochen der Schwangerschaft besondere Aufgaben erfüllt. Es sorgt für die optimale Ausreifung des Fötus und die Vorbeugung so genannter Neuralrohr-Defekte. Man geht außerdem davon aus, dass ein Mangel an Folsäure zu Herzfehlern, Lippen-Kiefer-Gaumenspalte sowie anderen kraniofaszialen Anomalien führen kann. Folsäure sollte zum einen über die Ernährung, zum anderen bereits bei bestehendem Kinderwunsch über entsprechende Präparate eingenommen werden. Reich an Folsäure sind Lebensmittel wie Lachs, Vollkornbrot, Spinat, Hülsenfrüchte und Tomaten. Folsäure-Präparate werden in der richtigen Dosierung vom Frauenarzt/der Frauenärztin verschrieben. Sie sollten vor der Schwangerschaft und jedenfalls bis zum zweiten Schwangerschaftsdrittel eingenommen werden.

Fertilität

Ist der medizinische Fachausdruck für Fruchtbarkeit. Über Fertilität wird vor allem bei einem unerfüllten Kinderwunsch oder einer Kinderwunschbehandlung gesprochen. Es gibt Faktoren, die die Fruchtbarkeit des Mannes als auch der Frau beeinträchtigen/herabsetzen können.

Gestationsdiabetes

Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselerkrankung, die sich in zwei unterschiedlichen Ausprägungen beobachten lässt. Man unterscheidet Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2. Beiden Typen liegt ein Mangel an Insulin zu Grunde. Als Gestationsdiabetes bezeichnet man eine Stoffwechselerkrankung, die nur während einer Schwangerschaft auftritt. Ob eine Schwangere betroffen ist oder nicht, lässt sich mit Hilfe eines Glukosetoleranztests feststellen. Dieser Zuckerbelastungstest ist fixer Bestandteil der Mutter-Kind-Pass Untersuchungen. Er wird zwischen der 25. und 28. Schwangerschaftswoche durchgeführt.

hCG

Ist die Abkürzung für Humanes Choriongonadotropin. hCG ist ein Peptidhormon, das maßgeblich am Aufbau und Erhalt einer Schwangerschaft beteiligt ist. Man kann es wenige Wochen nach der Befruchtung nachweisen, da die Konzentration von diesem Zeitpunkt stetig ansteigt. Indem der hCG-Wert im Blut oder Urin gemessen wird, kann eine vorliegende Schwangerschaft festgestellt werden.

HBS Antigen

Hepatitis B kann von der Mutter während der Geburt auf das Baby übertragen werden. Daher ist im Mutter Kind Pass eine Hepatitis B-Kontrolle während der 25. und 28. Schwangerschaftswoche vorgeschrieben. Das so genannte HBS Antigen ist jener Wert, der anzeigt, ob eine Infektion vorliegt oder nicht. Sollte die werdende Mutter an Hepatitis B erkrankt sein, können schon vor und direkt nach der Entbindung ensprechende medizinische Maßnahmen getroffen werden.

Hb-Wert

Der Hb-Wert bezeichnet den Hämoglobin-Wert, der während der Schwangerschaft gemessen wird. Er gibt Aufschluss darüber, ob der Körper der werdenden Mutter ausreichend mit Eisen versorgt ist. Wird ein Mangel festgestellt, kann in Form von Eisenpräparaten supplementiert werden, allerdings nur nach Absprache mit dem Gynäkologen/der Gynäkologin.

HELLP

Das HELLP-Syndrom ist eine schwerwiegende Komplikation im Schwangerschaftsverlauf. Betroffen ist allen voran die Leber der Mutter, sie weist eine erhebliche Funktionsstörung auf, das wiederum wirkt sich negativ auf die restlichen Organe aus. Bei Vorliegen des HELLP Syndroms muss aus medizinischer Sicht rasch gehandelt werden. Schwangere kommen üblicherweise zur Behandlung auf die Intensivstation, gegebebenfalls ist auch eine vorzeitige Entbindung des Babys per Kaiserschnitt erforderlich.

Hypertonie

Arterieller Bluthochdruck kann bereits vor der Schwangerschaft bestehen oder erst im Laufe einer Schwangerschaft, zumeist nach der 20. Schwangerschaftswoche, auftreten. Hypertonie stellt ein wesentliches Risiko für die Mutter und das ungeborene Kind dar. Präklampsie und Eklampsie sind hochgefährliche Schwangerschaftserkrankungen, die in Folge von Bluthochdruck entstehen können.

ICSI

Die Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) ist ebenfalls ein Kinderwunschverfahren, das mittlerweile häufiger zur Anwendung kommt als die In-Vitro-Fertilisation und vor allem bei komplexen Fruchtbarkeitsstörungen seitens des Mannes erfolgsversprechend ist. Die Spermien werden mittels Hohlnadel direkt in die Eizelle implantiert, 2-3 Tage später folgt der Embryotransfer in die Gebärmutter der Frau.

IUI

Bei der Intrauterinen Insemination (IUI) findet nicht direkt eine Befruchtung, sondern vielmehr eine Einbringung der Samenzellen in die Gebärmutterhöhle statt. Die Samen befinden sich rund um den Eisprung somit schon in der Nähe jener Stelle, an der die Verschmelzung von Eizelle und Samenzelle üblicherweise eintritt. Diese Form der Kinderwunschbehandlung wird beispielsweise bei geringer Spermienqualität oder Zervixschleiminsuffizienz eingesetzt.

IVF

Ist die Abkürzung für Humanes Choriongonadotropin. hCG ist ein Peptidhormon, das maßgeblich am Aufbau und Erhalt einer Schwangerschaft beteiligt ist. Man kann es wenige Wochen nach der Befruchtung nachweisen, da die Konzentration von diesem Zeitpunkt stetig ansteigt. Indem der hCG-Wert im Blut oder Urin gemessen wird, kann eine vorliegende Schwangerschaft festgestellt werden.

LH

Das Luteinisierende Hormon (LH) ist gemeinsam mit dem Follikelstimulierenden Hormon  (FSH) für den weiblichen Zyklus verantwortlich. Es wird in der Hypophyse gebildet, trägt zur gesunden Funktion der Eierstöcke bei und unterstützt insgesamt den weiblichen Hormonhaushalt. Sowohl hohe als auch niedrige LH-Werte müssen medzinisch behandelt werden, vor allem bei bestehendem Kinderwunsch.

Ödem

Von einem Ödem spricht man, wenn es zu Wasseransammlungen im Gewebe kommt. Diese Einlagerungen können starke Schwellungen verursachen und sind während einer Schwangerschaft häufig zu beobachten. Etwa 80% aller Schwangeren leiden unter Ödemen. In der Regel sind die Wassereinlagerungen nicht schmerzhaft, sie können aber durchaus als lästig empfunden werden. Arme und Beine schwellen an, manche Schwangere müssen auf die nächste Schuhgröße wechseln. Nach der Geburt bilden sich Ödeme üblicherweise wieder zurück.

Oligohydramnion

Ist eine Infektionskrankheit, die vom Erreger Toxoplasma Gondii ausgelöst wird. Toxoplasma Gondii sind Parasiten die über den Kontakt mit Katzenkot, die Berührung von infizierter Erde sowie Einnahme von infizierten Lebensmitteln in den Körper des Menschen gelangen können. Immunschwache Personen und Schwangere sind besonders gefährdet. Eine Infektion ist für das ungeborene Baby zumeist schwerwiegend. Im Rahmen der Mutter-Kind-Pass-Kontrollen ist ein Toxoplasmose-Screening vorgesehen, so dass bereits am Beginn der Schwangerschaft festgestellt werden kann, ob Toxoplasmose-Antikörper vorhanden sind.

PAP-Test

Beim PAP-Test handelt es sich um einen Krebsabstrich, der routinemäßig bei gynäkologischen Kontrollen als Krebsvorsorge durchgeführt wird. Das am Gebärmutterhals entnommene Gewebe wird im Labor hinsichtlich Aufälligkeiten untersucht.

Plazentainsuffizienz

Die Plazenta, auch Mutterkuchen genannt, übernimmt während der Schwangerschaft wichtige Funktionen für die Mutter und das ungeborene Baby. Sie ist für Stoffwechselprozesse und die Hormonproduktion zuständig, zudem gibt sie Antikörper ab. Tritt eine Insuffizienz der Plazenta auf, ist dies eine ernsthafte Komplikation. Die Plazenta ist dann nicht mehr in der Lage ihre Funktionen ausreichend zu erfüllen, Wachstum und Versorgung des Babys sind gefährdet. Man unterscheidet zwischen akuter und chronischer Plazentainsuffizienz.

Placenta praevia

In etwa 1% aller Fälle liegt die Plazenta vor dem Muttermund, man spricht dann von einer so genannten Placenta praevia. Der Mutterkuchen schließt den Muttermund ganz oder teilweise ab, das kann gewisse Komplikationen nach sich ziehen. Beim Vorliegen einer Placenta praevia wird die Schwangerschaft als Risikoschwangerschaft eingestuft. Häufige Kontrollen beim Arzt/der Ärztin sind üblicherweise ebenso erforderlich wie körperliche Schonung bis zur Geburt. Die Entbindung an sich wird immer als Kaiserschnitt vorgenommen.

PESA

PESA steht für Perkutane epididymale Spermienaspiration, es ist eine Form der Samengewinnung. Dabei werden im Rahmen einer Punktion direkt über die Haut Samenzellen aus dem Nebenhoden gewonnen. Weitere Möglichkeiten der Spermienentnahme sind die Mikrochirurgische epididymale Spermienaspiration (MESA) sowie die Testikuläre Spermienextraktion (TESE). Bei beiden handelt es sich um operative Eingriffe.

Plazenta

Die Plazenta wird auch als Mutterkuchen bezeichnet. Sie ensteht nach der Einistung der befruchteten Zelle und muss, nachdem das Baby zur Welt gekommen ist, wieder ausgeschieden werden (Nachgeburt). Sie setzt sich aus mütterlichem und fetalem Gewebe zusammen und übernimmt während der Schwangerschaft viele Aufgaben, die ein gesundes Wachstum des ungeborenen Kindes gewährleisten.

Präeklampsie

Etwa 5% aller Schwangeren leidet an Präeklampsie, einer so genannten Schwangerschaftsvergiftung. Sie kann ab der 20. Schwangerschaftswoche auftreten und gilt als riskant für Mutter und Kind. Die Symptome einer Präeklampsie sind erhöhter Blutdruck in Kombination mit erhöhten Eiweißwerten im Urin, starke Kopfschmerzen, ein spürbare Beeinträchtigung des Wohlbefindens und Schwindel. Die Früherkennung spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle, entsprechend erfolgt eine Therapie, die für die Gesundheit des Kindes nicht schädlich ist. Sonderformen der Präeklampsie sind die Eklampsie und das HELLP Syndrom.

Rh-Faktor

Der Rhesus-Faktor (Rh-Faktor) ist eine Eigenschaft des Blutes. Er wird bei Schwangeren im Zuge der Laboruntersuchungen bis zur 16. Schwangerschaftswoche bestimmt. Ist der Rhesus-Faktor positiv, besteht kein Handlungsbedarf. Ist der Rhesus-Faktor der Mutter jedoch negativ, könnte eine Inkompatibilität zum Rhesus-Faktor des ungeborenen Babys bestehen. Im schlimmsten Fall bildet die Mutter Antikörper, daher wird sie während der Schwangerschaft prophylaktisch behandelt.

Polyhydramnion

Polyhydramnion ist der Fachbegriff für Fruchtwassersucht. Davon spricht man, wenn eine übermäßige Menge an Fruchtwasser vorhanden ist. Der Überschuss an Flüssigkeit stellt ein Risiko für das ungeborene Baby dar.

Kolostrum

Kolostrum ist die so genannte Vormilch, die vom Körper zum Teil schon in den letzten Wochen vor der Geburt produziert wird. Bis zum Milcheinschuss (etwa 2-3 Tage nach der Entbindung) bekommt das Baby Kolostrum. Die Vormilch ist gelblich und eher dickflüssig, reich an Immunstoffen, Vitamin A und K. Für das Baby ist sie besonders wertvoll, nach Möglichkeit sollten insbesonders Frühchen Kolostrum erhalten.

Mekonium

Ist umgangssprachlich als Kindspech bekannt und die erste Ausscheidung des Babys nach der Geburt. Mekonium ist üblicherweise sehr dunkel, manchmal sogar schwarz. Der Stuhl ist klebrig, zäh und oftmals schwer von der Haut des Babys zu entfernen. Nachdem das Kindspech ausgeschieden wurde, verändern sich Farbe und Konsistenz der Ausscheidung in Richtung Muttermilchstuhl. Es kann bis zu vier Tage dauern, bis das Baby Mekonium ausscheidet. Problematisch wird es, wenn Kindspech noch während der Schwangerschaft oder Geburt abgeht, dann entsteht eine Verunreinigung des Fruchtwassers und somit eine Gefährdung des ungeborenen Babys.

Mastitis

Mastitis ist der medizinische Fachbegriff für eine Entzündung der Brust. Diese schmerzhafte Komplikation kann während der gesamten Stillzeit auftreten, häufig ist sie eine Folgeerscheinung von gestauter Milch in den Milchkänalen. Gelegentlich werden Brustentzündungen auch von Bakterien ausgelöst, wenn diese beispielsweise durch wunde Brustwarzen in die Milchkänale eindringen können. Eine Mastitis ist kein Grund abzustillen, sie muss jedoch entsprechend medizinisch behandelt werden. Stillverträgliche Medikamente helfen dabei, die Infektion einzudämmen und die Schmerzen zu lindern. Auch stillfreundliche Antibiotika sind möglich. Möglicherweise empfiehlt sich die Entleerung der Brust mit einer elektrischen Milchpumpe.

Spina bifida

Dabei handelt es sich um eine schwere Fehlbildung im Bereich der Wirbelsäule. Bereits in den ersten Schwangerschaftswochen muss sich das so genannte Neuralrohr des Embryos schließen, ansonsten bleibt ein Spalt im Wirbelbogen. Man spricht dann auch von einem offenen Rücken. Vorbeugend wird Vitamin B (Folsäure) eingenommen. FrauenärztInnen empfehlen die Einnnahme bereits ab Kinderwunsch, da das Vitamin B-Depot in den ersten Schwangerschaftswochen gut gefüllt sein muss, um einem Neuralrohrdefekt effektiv vorbeugen zu können.

Sectio

Sectio Caesarea ist der Fachbegriff für eine Entbindung per Kaiserschnitt. Das Baby erblickt nicht auf natürlichem Weg das Licht der Welt, sondern wird im Zuge einer Bauchoperation entbunden. Beim Kaiserschnitt werden Bauchdecke und Gebärmutter operativ geöffnet, das Baby anschließend vorsichtig aus dem Bauchraum gehoben. Die Mutter ist üblicherweise bei Bewusstsein, jedoch im unteren Körperbereich betäubt. Der Notkaiserschnitt stellt eine Sonderform dar, bei diesem Eingriff ist gelegentlich auch eine Vollnarkose der Mutter erforderlich. In Österreich liegt die Kaiserschnittrate derzeit etwa bei 30%.

Mifegyne

Ist ein Präparat für den medikamentösen Schwangerschaftsabbruch, das den Wirkstoff Mifepriston enthält. Das Medikament wird in drei aufeinanderfolgenden Dosen eingenommen, daraufhin beginnt der Körper damit, die Schwangerschaft abzubrechen. Um eine Ausscheidung des Embryos zu bewirken, wird ebenfalls Prostaglandin verabreicht. Der Schwangerschaftsabbruch mit Mifegyne ist nur unter ärztlicher Aufsicht möglich.

Schädellage

Darunter versteht man die normale Geburtslage des Kindes beziehungsweise jene Lage, die eine ideale Ausgangsposition für eine natürliche Entbindung darstellt. Das ungeborene Baby liegt mit dem Kopf nach unten im Bauch der Mutter, der Kopf zeigt bereits Richtung Becken/Geburtskanal. Im Mutter Kind Pass ist die Schädellage mit dem Kürzel SL vermerkt. Etwa 95% aller Babys nehmen im Laufe der Schwangerschaft diese Geburtsposition ein.

Trimenon

Trimenon oder auch Trimester sind Begriffe, die unterschiedliche Phasen einer Schwangerschaft bezeichnen und dadurch den Verlauf der Schwangerschaft beschreiben. Das erste Trimenon reicht von der 1. bis zur 13. Schwangerschaftswoche, das zweite Trimenon von der 14. bis zur 26. Schwangerschaftswoche und das dritte Trimenon von der 27. bis zur 40. Schwangerschaftswoche. Grundlegend dabei ist die allgemeine Dauer einer Schwangerschaft von 40 Wochen.

Vitamin K Prophylaxe

Vitamin K ist ein essentielles Vitamin, das die Blutgerinnung sowie die Zellbildung regelt. Im Mutter-Kind-Pass ist vorgesehen, dass Babys nach der Geburt ingesamt drei Mal Vitamin K verabreicht bekommen, da es in der Muttermilch kaum enthalten ist. Vitamin K wird in Form von Tropfen verabreicht (von der Hebamme und dem Kinderarzt/der Kinderärztin). Die Vitamin K Prophylaxe ist eine Empfehlung, jedoch entsteht daraus keine Verpflichtung für Eltern.

Zervix

Cervix Uteri ist der lateinische und somit medizinische Fachbegriff für den Gebärmutterhals. Er stellt den Übergang von der Vagina zur Gebärmutter dar und weitet sich während der Geburt, um dem Baby den Eintritt in den Geburtskanal zu ermöglichen.

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