Auch Vornamen entscheiden über Attraktivität

Nicht nur das Aussehen und die Ausstrahlung dürften bei der Bewertung wie attraktiv jemand ist eine Rolle spielen. Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben in einer im Jahr 2004 abgehaltenen Online-Befragung herausgefunden, dass der Klang, die Zahl der Vokale sowie das Schriftbild in die Einschätzung mit aufgenommen werden.

Die dem Team vorstehende Forscherin Amy Perfors präsentierte zum Zweck der Studie 24 Fotos von Personen auf der Webseite HotOrNot.com. Jedes Bild wurde mit einem Namen in der rechten oberen Ecke versehen. Die Besucher der Webseite wurden dazu aufgefordert, die Attraktivität der Personen auf den Bilder auf einer Skala von 1 bis 10 einzuschätzen. Die gleichen Fotos wurden, auf der in den USA sehr populären Webseite, nach einem Zeitraum erneut veröffentlicht. Diesmal allerdings waren die Namen und Bilder jedoch vertauscht. Die Ergebnisse der Bewertungen fielen unterschiedliche zur ersten Runde aus.

Die Auswertung der Untersuchung zeigte, dass Männer mit kurzen und hellen Vokalen ("e", "i", etc.) besser bewertet wurden als jene mit langen und runderen Vokalen wie beispielsweise "u" oder "o". Bei Frauen schien genau das Gegenteil der Fall zu sein. Lang gezogene den Mund rund formende Vokale in den Namen zum Bild, schnitten deutlich schlechter ab.

Perfors erklärt dies in Zusammenhang mit unserem Unterbewusstsein. Sie vermutet, dass Männer mit hell-klingenden Namen als familiär wahrgenommen werden. Hingegen Namen mit tieferen Tönen verstärkt Kraft, Männlichkeit und Trieb suggerieren. Die Wissenschaftlerin betont allerdings, dass nach wie vor primäre Faktoren wie das tatsächliche Aussehen, Körper- und Gesichtsformen sowie der Geruch die entscheidenden Merkmale der Partnerwahl sind.

Allerdings muss man anhand dieser Studie Rücksicht auf eine vermutlich große Reihe an Begleitfaktoren legen. Zum Einen wurden die Fotos jeweils von beiden Geschlechtern bewertet. Auch muss in die Überlegung einbezogen werden, dass es sich bei den Besuchern der Webseite um eine bestimmte Zielgruppe in einem bestimmten Alter handelt. Inwieweit sich dieses Prinzip anhand der vergebenen amerikanischen Namen auf Vornamen aus anderen Ländern anwenden lässt, gilt es auch zu hinterfragen.

Die Studie wurde in der Online-Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Nature veröffentlicht.

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