Traditionelle Namen für bare Münze

Laut einer kurzen und etwas ungewöhnlichen Pressemeldung der Tageszeitung "Jutarnji List" vom 4. Februar 2009, belohnt ein katholischer Priester aus der südadriatischen Hafenstadt Ploce, Eltern die sich bei der Namensgebung ihres Kindes für einen traditionellen Namen entscheiden mit einem finanzielle Beitrag.

Der Kirchenvater Petar Mikic schenkt Eltern die ihre Kind nach dem Großvater, der Großmutter oder einem Heiligen benennen bei der Taufe 1000 Kuna (umgerechnet etwa 135 Euro). Dabei hält er auch eine Liste von etwa 80 Vorschlägen traditioneller und religiöser Männer- und Frauennamen bereit. In der Auflistung finden sich Namen wie Ante, Ana, Marija - und auch Petar.

Der Geistliche bemühe sich, so meinte er in einem Interview, um die Erhaltung alter Namen zur Ehrung der Vorfahren und gegen den Trend zur Vergabe neumodischer und internationalisierter Vornamen an Kinder. Ob die Nachricht vom Geldsegen zu einem Babyboom in der Region führt oder an der Kirchenkasse der kroatischen Stadt wird sich wohl erst zeigen.

Die adriatische Hafenstadt Ploce mit ihren 10.843 Einwohnern wurde übrigens mehrere Male umgetauft. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt Aleksandrovo genannt, während der italienischen Besatzung Porto Tolero, sowie später Kardeljevo um schließlich wieder unter dem ursprünglich zu Zeiten des Königreichs Jugoslawiens firmierenden Namen Ploce zurückzukehren.

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