Augenflimmern in der Schwangerschaft

Wenn du schwanger bist, bemerkst du vielleicht, dass sich die Schwangerschaft auch auf deine Augen auswirkt. Deine Sehstärke kann sich leicht verändern, auch Trockenheit oder ein Fremdkörpergefühl im Auge sind keine Seltenheit. Der Grund dafür ist die Hormonumstellung, die selbst deine Augen betreffen kann. Während diese kleineren Probleme noch im Rahmen sind, ist bei Augenflimmern oder so genannten Blitzen in den Augen Vorsicht geboten. Diese Symptome könnten auf eine schwerwiegende Schwangerschaftserkrankung hinweisen und sollten in jedem Fall beim Frauenarzt/bei der Frauenärztin abgeklärt werden.

Augenflimmern in der Schwangerschaft

Präeklampsie

Präeklampsie ist eine Komplikation, die am häufigsten im zweiten Schwangerschaftsdrittel auftritt. Untersuchungen zeigen auch, dass ältere Schwangere öfter betroffen sind, als Frauen unter 35. Eine Präeklampsie ist grundsätzlich gut zu behandeln, die Schwierigkeit liegt eher darin, sie zeitgerecht zu diagnostizieren. Die Symptome sind manchmal nämlich nicht eindeutig, oft weist erst die Kombination unterschiedlicher Anzeichen auf die Erkrankung hin. Bluthochdruck und starke Wasseransammlungen (Ödeme), die gemeinsam mit Augenflimmern und Kreislaufbeschwerden auftreten, sind erste Alarmzeichen. Der Gynäkologe/die Gynäkologin wird daraufhin den Eiweißgehalt im Urin bestimmen. Ist auch dieser erhöht, ist das Vorliegen einer Präeklampsie wahrscheinlich.

Vielleicht fühlst du dich auch ungewöhnlich rastlos und nervös oder leidest auch nach der 20. Schwangerschaftswoche noch unter starker Übelkeit. In solchen Fällen ist eine gynäkologische Abklärung dringend angeraten. Eine Präeklampsie kann in der Regel gut behandelt werden, selten nimmt sie jedoch einen schweren Verlauf. Sind Gesundheit von Mutter und Kind gefährdet, wird üblicherweise eine vorzeitige Entbindung erwogen. Je weiter die Schwangerschaft fortgeschritten ist, desto unproblematischer. Eine sehr frühe Entbindung stellt vor allen Dingen für dein Baby ein erhöhtes Risiko dar.

Bemerkst du also eines oder mehrere der oben angeführten Symptome solltest du dich umgehend medizinisch beraten lassen. Rechtzeitig entdeckt, sind die Prognosen für eine Präeklampsie nämlich sehr gut. Mutter und Kind werden dann engmaschiger überwacht, manchmal ist auch eine stationäre Aufnahme im Krankenhaus erforderlich. Das mag im ersten Moment ein Schreck sein, hilft letztlich aber dir und deinem Baby, da auf diesem Weg die optimale medizinische Betreuung gewährleistet werden kann.

Trockene Augen

Neben dem Augenflimmern, klagen Schwangere häufig über eine Reihe anderer Augenprobleme, die allesamt mit der Hormonumstellung in der Schwangerschaft in Verbindung stehen. Wenn du Kontaktlinsen trägst, wirst du feststellen, dass du bereits nach wenigen Stunden Tragezeit, ein Brennen oder Jucken verspürst. Auch ohne Sehschwäche bemerkst du vielleicht, dass deine Augen trockener und anfälliger für Rötungen sind. Reibung verstärkt die Rötung zusätzlich. Während der Schwangerschaft befindet sich in deinen Augen weniger Tränenflüssigkeit als sonst, sie sind schneller gereizt und Kontaktlinsen werden schlechter vertragen. Es handelt sich hierbei um eine typische Schwangerschaftsbeschwerde.

Du kannst die Ursache nicht beheben, aber die Symptome lindern. Augentropfen, Salben oder Sprays helfen dabei, dein Auge zu befeuchten. Auch häufiges Blinzeln schafft Linderung. Viele rezeptfrei erhältliche Präparate darfst du in der Schwangerschaft verwenden. Lass dich in der Apotheke oder von deinem Augenarzt/deiner Augenärztin beraten. Auch antibiotische Augentropfen dürfen in bestimmten Fällen, z.B. bei einer Augenentzündung, zum Einsatz kommen. Eine medizinische Abklärung ist in solchen Situation jedoch dringend erforderlich.

In der Schwangerschaft kann sich auch deine Sehstärke verändern. Der Unterschied ist in den meisten Fällen geringfügig, sollte aber dennoch einige Monate nach der Geburt einer Abklärung mit dem oder der AugenärztIn unterzogen werden. Eine veränderte Sehstärke wird dann in der Regel durch neue Brillengläser oder Kontaktlinsen ausgeglichen werden.

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Vor allem während der ersten Schwangerschaft treten häufig Fragen zum Thema Stillen auf: Mache ich alles richtig? Habe ich genügend Milch? Wie oft kann ich mein Kind stillen? Es ist beispielsweise möglich, dass das Stillen nicht auf Anhieb funktioniert und man als Mutter in solche einem Fall mehr Geduld aufweisen muss als andere, was zu ersten Verunsicherungen führen kann.

Du möchtest dein Baby gerne stillen, gleichzeitig aber auch die Vorteile des Fläschchens genießen? Entgegen anders lautender Meinungen ist es durchaus möglich, sein Baby mit Muttermilch und Säuglingsanfangsnahrung zu füttern. Man spricht dann von Zwiemilchernährung, manchmal auch vom sogenannten „bunt stillen“. Für wen sich diese Fütterungs-Variante anbietet und worauf du achten solltest – wir haben hier die wichtigsten Informationen zusammengefasst.

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