Ausrüstung für das erste Kind - Babyzimmer sinnvoll einrichten

Für werdende Eltern gibt es nichts Schöneres, als ihr Zuhause schon vor der Geburt für ihren Nachwuchs einzurichten. Doch gerade beim ersten Kind ist es nicht so einfach zu wissen, was alles zu einer sinnvollen Babyzimmer-Ausstattung gehört. Ein Überblick soll helfen, die Grundausrüstung für den Säugling zu finden.

Wickelkommode und Windeleimer

Das Wechseln der Windeln gehört bis ins Kleinkindalter dazu. Zu Beginn findet der Windelwechsel bis zu acht Mal am Tag statt. Daher ist eine Wickelkommode ein wesentlicher Bestandteil der Babyzimmer-Einrichtung. Doch was muss dabei beachtet werden?

  • Babys benötigen eine weiche Unterlage: Die Wickelauflage sollte also flach und gepolstert sein. Darüber hinaus ist es wichtig, dass sie saugfähig und abwaschbar ist.
  • Die Höhe der Wickelkommode sollte es ermöglichen, dass die Eltern immer mit geradem Rücken wickeln können und bequem davor stehen können. Ideal ist eine Höhe von 80 bis 85 Zentimetern. Zudem muss sie etwa 80 bis 100 Zentimeter breit und 70 Zentimeter tief sein.
  • Besonders geeignet sind Kommoden, die zusätzlichen Stauraum für Wickelutensilien und Strampelanzüge bieten und wo die ganze Ausstattung in Griffnähe ist.
  • Gewickelt werden sollte der Säugling an einem warmen Ort.
  • Mit einem Fallschutz an der Seite wird verhindert, dass der Nachwuchs herunterfällt.

Daneben sollten sich die Eltern in spe um eine Entsorgungsmöglichkeit für die Windeln kümmern, die am besten direkt neben der Wickelkommode platziert wird. Ein normaler Abfalleimer reicht jedoch nicht aus, da er den unangenehmen Geruch nicht zurückhalten kann. Windeleimer sind daher eine bessere Alternative:

„Die benutzten Windelhosen können vor der Entsorgung in den Eimern zwischengelagert werden. Aber auch Stoffwindeln können vor der Wäsche aufbewahrt werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Abfalleimern lassen diese Eimer keinen Windelgeruch nach außen dringen.“ 

(Quelle: https://www.vergleich.org/windeleimer/)

Es gibt klassische Windeleimer mit einem Deckel zum Abnehmen oder in Kombination mit einem Fußpedal, das den Deckel öffnet. Der Windeltwister ist dagegen eine weiterentwickelte Form, der mit Folienkassetten ausgestattet ist. So kann jede Windel luft- und geruchsdicht in einem separaten Müllbeutel verschlossen werden. Obwohl sie viele Vorteile haben, sprechen jedoch auch einige Dinge gegen die Windeleimer.

Pro

  • Geruchsarm
  • Hygienisch
  • Einfache Handhabung
  • Praktisch
  • Kindersicher
  • Einfache Reinigung

Contra

  • Nicht sehr umweltfreundlich
  • Folgekosten für die Nachfüllkassetten
  • Nicht immer können gewöhnliche Müllbeutel verwendet werden

Beim Kauf sollten das Fassungsvermögen, die Handhabung, die Geruchsarmut, die Hygiene, die Folgekosten, der Umweltaspekt sowie die Hersteller und Marken berücksichtigt werden.

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Babybett

Auch ein gemütliches Bettchen gehört in Babys erstes Zimmer. Viele Eltern bevorzugen am Anfang eine Wiege, einen Stubenwagen oder ein Beistellbett, damit sie den Säugling auch nachts bei sich haben können. Spätestens nach sechs Monaten sollte er jedoch in einem Gitterbett in seinem eigenen Zimmer schlafen. Dabei müssen einige Sicherheitsanforderungen erfüllt werden, und die Eltern sollten dafür sorgen, dass ihr Nachwuchs sich wohl an seinem Schlafplatz fühlt. Die wichtigsten Punkte, die beim Babybett zu berücksichtigen sind, sind die folgenden:

  • Die Schlafunterlage sollte fest sein, sodass das Baby kaum bis gar nicht einsinkt.
  • Die Matratze muss genau ins Gitterbett passen.
  • Das Material der Matratze sollte aus Schaumstoff, Kokos oder einer Mischung aus Kaltschaum und Federkernen bestehen.
  • Zum Schutz der Matratze ist eine wasserdichte Auflage empfehlenswert.
  • Das Babybett sollte über eine seitliche Verkleidung mit Gitterstäben verfügen: Diese sorgt dafür, dass der Nachwuchs nicht aus dem Bett fällt und dass eine gute Luftzirkulation gegeben ist. 
  • Die Gitterstäbe müssen im Abstand von 4,5 bis 6,5 Zentimetern angeordnet sein, damit das Baby seinen Kopf und Körper nicht durchstecken kann und nicht mit Händen oder Füßen dazwischen hängen bleibt. 
  • Der Abstand zwischen dem Bettboden und der Oberkante darf zu Beginn nicht weniger als 30 Zentimeter betragen.
  • Idealerweise ist das Gitterbett in der Höhe verstellbar und mit Gitterstäben zum Abnehmen ausgestattet, so dass es mit dem Kind mitwächst und später zum Kinderbett umgebaut werden kann.
  • Auf Kopfpolster und Decke sollte aufgrund der Erstickungsgefahr verzichtet werden: Besser ist es, dem Baby einen Schlafsack anzuziehen, der warm hält und nicht weggestrampelt werden kann.

Boden- und Wandgestaltung

Nicht nur die obengenannten Möbel gehören ins Babyzimmer: Auch auf den richtigen Bodenbelag und eine schöne Wandgestaltung kommt es an. Doch auch hier gibt es einige Dinge, die zu beachten sind.

  • Da Wandfarben und Teppich- oder Fugenkleber bestimmte Schadstoffe enthalten, die sich negativ auf Babys Gesundheit auswirken, sollte die Renovierung bereits frühzeitig begonnen werden, damit die möglichen Schadstoffe noch aus dem Raum entfernt werden können.
  • Als Bodenbelag ist vor allem Teppich geeignet: Er schluckt Lärm und Staub und bietet dem Säugling einen weichen Untergrund zum Krabbeln. Eine Alternative ist Kork: Dieser Belag ist ebenfalls weich und darüber hinaus einfacher zu reinigen. 
  • Bei der Wandfarbe muss es nicht unbedingt blau für Jungen und rosa für Mädchen sein: Im Allgemeinen schafft eine helle Wandfarbe eine freundliche Atmosphäre. Darüber hinaus können Wandsticker mit kinderfreundlichen Motiven als Blickfang verwendet werden.
  • Da der Nachwuchs seinen Blick in den ersten Monaten meist nach oben wendet, darf die Decke mit fröhlichen Deckenbildern oder fluoreszierenden Aufklebern gestaltet werden: Letztere leuchten im Dunkeln. Auch ein Mobile, dem der Säugling mit seinen Augen folgen kann, eignet sich gut als erste Dekoration im Babyzimmer.

Laufstall

Ab einem Alter von etwa acht oder neun Monaten ist auch ein Laufstall im Babyzimmer sinnvoll. Ist er mit einer dicken, weichen Unterlage ausgestattet, fühlt sich der Nachwuchs darin wohl und kann eine Weile darin spielen. Außerdem ist er dort in Sicherheit. Doch auch hier müssen eine Sicherheitstipps berücksichtigt werden. 

  • Das Modell sollte ein Gütesiegel tragen.
  • Zwischen Rahmen und Boden dürfen keine zugänglichen Scher- oder Quetschstellen vorhanden sein. 
  • Damit das Kind sich nicht den Kopf oder Hals darin einklemmen kann, sind Festigkeit und Abstände der Gitterstäbe zu prüfen.
  • Wie alle Möbel sollte auch der Laufstall keine scharfen Ecken aufweisen.

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Kommentare

Kommentar von Rafaveira |

Danke für die spannende Auflistung! Bei uns steht demnächst Nachwuchs an und der Artikel hat sehr geholfen, uns vorzubereiten.

Kommentar von Sepp |

Vielen Dank! Hier werden wirklich gute Tipps gegeben, damit man nichts wichtiges vergisst oder übersieht. Man will ja nur das Beste für die Kleinen :)

Kommentar von Stefanie |

Allerdings schlafen die meisten Babys nicht gerne in Gitterbetten allein in einem Zimmer. Gitterbett und Laufstall sind also nicht unbedingt Dinge, die (jeder-) man braucht. Eine gute Babytrage oder ein Tragetuch hingegen ist eine sehr sinnvolle Anschaffung, genauso wie eine Schlafmöglichkeit für das Baby nahe bei Mamas Bett.

Antwort von Schwanger.at

Danke für den Hinweis, Stefanie. Ein Tragetuch ist eine sehr gute Investition, ebenso eine Tragehilfe, die ab Geburt geeignet ist. Über die positiven Effekte des Tragens haben wir am Babyforum.at Blog einen interessanten Artikel veröffentlicht.

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