Babyzimmer-Ausstattung

Auch wenn Babys zu Beginn eigentlich gar nicht so viel brauchen, können es viele Eltern kaum erwarten, das Zimmer für den Nachwuchs einzurichten. Sofern bereits ausreichend Platz vorhanden ist, geht es nur mehr darum, sich zu überlegen, wie man das Babyzimmer gestalten möchte.

Hier sind dem persönlichen Geschmack und den eigenen Vorlieben keine Grenzen gesetzt. Während die einen neutrale Farben und Formen bevorzugen, setzen andere spielerisch auf geschlechtsspezifische Akzente in blau oder rosa.

Beruhigende Nachtlichter im Babyzimmer

Vom richtigen Zeitpunkt

Wann mit der Einrichtung des Babyzimmers begonnen wird, bestimmen Eltern ohnehin selbst. Es empfiehlt sich jedoch, nicht zu knapp an den errechneten Geburtstermin heranzurücken. Einerseits ist es einfach ein gutes Gefühl, wenn 1-2 Monate vor der Entbindung schon alles für die Ankunft des neuen Familienmitgliedes vorbereitet ist. Andererseits sind großzügige Zeitfenster auch für jene Eltern ratsam, die eine Renovierung des Zimmers planen.

Teppichkleber, Fugenkleber für Laminatböden und auch bestimmte Wandfarben enthalten manchmal Schadstoffe, die sich negativ auf die Gesundheit des Babys auswirken können. Wer also neue Böden verlegen oder alte Tapeten entfernen möchte, der sollte bereits früh damit beginnen. So kann das Zimmer bis zur Geburt noch ordentlich „ausdampfen“.

Üblicherweise beginnt der typische Nestbautrieb im zweiten Trimester. Die Beschwerden der ersten Monate sind überstanden, Schwangere fühlen sich zumeist wohl in ihrem Körper und sie haben sich auch an die neue Lebenssituation gewöhnt. Gemeinsam mit ihrem Partner, FreundInnen oder Verwandten ziehen sie nun von einem Möbelgeschäft zum nächsten, durchstöbern Online-Shops oder begeben sich in Internet-Gebrauchtbörsen auf Schnäppchenjagd. Grundsätzlich gilt: die erste Ausstattung für das Baby muss nicht zwingend neuwertig sein. Gebrauchte Möbel, die wenig genutzt wurden, stehen neuen Produkten oft um nichts nach, sind jedoch wesentlich günstiger in der Anschaffung.

Werdende Eltern sollten bei Second-Hand-Einrichtung lediglich darauf achten, dass sie den aktuellen Sicherheitsnormen entspricht – bei einem Gitterbett beispielsweise die vorgegebenen Abstände für die Gitterstäbe eingehalten werden. Auch wenn die Versuchung groß erscheinen mag, empfiehlt es sich, vorerst nur in eine Grundausstattung zu investieren. Vieles ergibt sich von selbst, sobald das Kind wächst. Je nach Persönlichkeit wird es mehr oder weniger Gegenstände, Spielzeug und Platz benötigen. Lassen Eltern in Punkto Einrichtung also noch etwas „Luft nach oben“, können sie späterhin flexibler auf die Bedürfnisse des Nachwuchs eingehen.

Wickelkommode oder Wickelplatz

Neben Bett oder Stubenwagen ist der Wickelplatz jener Ort, der vom Nachwuchs am häufigsten genutzt wird. Für dessen Gestaltung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Entweder man besorgt sich einen massiven Wickelaufsatz und befestigt diesen an einer bereits bestehenden Kommode. Alternativen wären spezielle Wickelkommoden, bei denen bereits alles fix verschraubt ist. Der Vorteil der Kommoden-Lösung besteht darin, dass sie über zusätzliche Fächer oder Schubladen verfügen, in denen man Babykleidung oder Ersatzwindeln verstauen kann. Alternativ gibt es Wickelaufsätze, die man an der Badewanne oder auf der Waschmaschine befestigt.

Wickelkommoden stehen meistens im Babyzimmer, Wickelaufsätze werden häufig im Badezimmer verwendet. Manche Eltern bevorzugen es, einen Wickelplatz am Boden einzurichten. Für welche Variante man sich auch entscheidet, Babys benötigen in jedem Fall eine weiche Unterlage (waschbar oder leicht abzuwischen). Außerdem sollte an einem warmen Ort gewickelt werden. Das kann in der Nähe von einem Heizkörper, im Badezimmer oder auch unter einer Wärmelampe sein. Vergessen sollte man nicht auf einen entsprechenden Mülleimer. Es gibt zwar spezielle Windeleimer, im Normalfall ist eine gut schließende Tonne (mit einem festen Deckel) jedoch ausreichend.

Gitterbett

Babys erstes Bettchen steht entweder im Babyzimmer oder zu Beginn noch im Schlafzimmer der Eltern. Gitterbetten sind in unterschiedlichsten Ausführungen erhältlich: naturbelassen, oberflächenbehandelt, lackiert oder bunt bemalt. In der Regel sind die Betten 70x140cm groß und verfügen über Sprossen an allen vier oder zumindest an den beiden Längsseiten. Die Gitterstäbe müssen im Abstand von 4,5cm bis 6,5cm angeordnet sein. So kann verhindert werden, dass das Baby seinen Kopf beziehungsweise den Körper durchsteckt oder mit Händen/Füßen zwischen den Gitterstäben hängen bleibt. Eine weitere Sicherheitsanforderung, die das Babybett erfüllen muss, ist der Abstand zwischen Bettboden und Oberkante. Er darf zu Beginn nicht weniger als 30cm und bei größeren Kindern nicht weniger als 60cm betragen. Der Großteil aller Gitterbetten verfügt über verstellbare Bettböden, so dass der Nachwuchs sein Bett bis zum Alter von 3 oder 4 Jahren nutzen kann.

Beim Kauf der passenden Matratze empfiehlt es sich, in gute Qualität zu investieren. Die gängigsten Modelle am Markt bestehen aus Schaumstoff, Kokos oder einer Mischung aus Federkernen und Kaltschaum. Wichtiger als das Material sind jedoch folgende Kriterien:

  • Die Schlafunterlage für das Baby sollte fest sein. Der Nachwuchs sollte kaum bis gar nicht einsinken.
  • Die Matratze muss exakt in das Gitterbett passen, es dürfen keine Lücken entstehen.
  • Auf Kunststoffauflagen sollte man verzichten, da die Kinder darauf viel leichter schwitzen und das Material nicht „atmet“.

Stubenwagen, Beistellbett und Co.

In den ersten Monaten wählen einige Eltern statt einem Gitterbett auch gerne einen Stubenwagen oder ein Beistellbett für das Bett im Elternschlafzimmer. Ein Stubenwagen lässt sich praktischerweise durch die ganze Wohnung rollen und kann somit in jedem beliebigen Zimmer abgestellt werden. Beistellbetten sind im Regelfall kleiner als Gitterbetten und können unter Umständen für Babys gemütlicher wirken, da sie von der Größer her einem wohligen Nest ähneln. Manche Eltern entscheiden sich auch für eine Babywiege oder einen Babykorb. Im Vergleich zu einem Gitterbett haben diese Schlafvarianten jedoch den Nachteil, dass der Nachwuchs mit ca. 6 Monaten mehr Platz benötigt und Eltern spätestens dann eine größere Schlafgelegenheit (Gitterbett) anschaffen müssen.

Zusätzliche Ausstattung

Für den Anfang benötigt ein Babyzimmer nicht mehr als einen Wickelplatz, eine Kommode für Kleidung und ein Gitterbett. Für stillende Mütter hat sich jedoch auch die Anschaffung eines gemütlichen Stillstuhls bewährt. Das kann ein beliebiger Stuhl oder Sofasessel sein. Wichtig ist, dass sich die stillende Mutter gut abstützen und eine angenehme Haltung einnehmen kann. Darüber hinaus gibt es natürlich viele verschiedene Accessoires und Kleinigkeiten, mit deren Hilfe man das Zimmer für den Nachwuchs gestalten kann. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Als praktisch erwiesen haben sich, bunte Mobiles, die das Kind während dem Wickeln ein wenig ablenken und spezielle Nachtlichter, die ein angenehme Still-Atmosphäre in der Nacht ermöglichen.

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