Das Baby baden

Den eigenen Nachwuchs das erste Mal ins wohlig warme Wasser zu tauchen, das ist für viele Eltern ein ganz besonderer Moment. Zur Freude mischen sich jedoch auch ein wenig Anspannung und die Sorge, ob man denn alles richtig macht.

Respekt vor der ungewohnten Situation ist durchaus angebracht und vollkommen normal. Schließlich will man das kleine Wesen sicher halten und verhindern, dass es ins Wasser rutscht oder untertaucht. Manche Babys müssen sich außerdem erst an das Baden gewöhnen. Sie zappeln und murren vielleicht beim Ausziehen oder beginnen zu weinen, sobald sie mit Wasser in Berührung kommen. Das ist allerdings auch nicht tragisch – die Situation ist für das kleine Baby ebenso neu wie für seine Eltern. Für die ersten Bade-Versuche empfiehlt sich daher, viel Ruhe und Zeit einzuplanen. Im Idealfall absolvieren beide Elternteile dieses Pflegeritual gemeinsam. Das sorgt nämlich nicht nur beim Nachwuchs für Abwechslung, sondern auch für ein sicheres Gefühl bei Mama und Papa.

Baby wird in Badewanne gehalten

Vorbereitungen treffen

Damit das erste Kennenlernen mit dem warmen Nass zum Erfolg wird, sollten Eltern rechtzeitig alle wichtigen Vorbereitungen treffen. Das bedeutet, dass der Badeplatz entsprechend ausgestattet und vorbereitet werden soll, noch bevor man mit dem eigentlichen Bad beginnt. Unabhängig davon, ob im Badezimmer, im Schlafzimmer oder in der Küche gebadet wird, spielt die Raumtemperatur eine große Rolle.

Babys können ihre eigene Körpertemperatur noch nicht ausreichend regulieren und kühlen daher schneller ab (sowohl in der Badewanne selbst als auch beim Aus-und Anziehen davor und danach). Je nach Jahreszeit sollte es zwischen 22 und 25 Grad warm sein, gegebenenfalls also nicht auf rechtzeitiges Vorheizen des Raumes vergessen.

Außerdem empfiehlt es sich, alles bereitzulegen, was man vor, während und nach dem Bad zur Versorgung des Babys benötigt. Dazu zählen:

  • 2-3 Handtücher oder Babybadetücher mit Kapuze
    (Tipp: Babys lieben es nach dem Baden in ein leicht vorgewärmtes Handtuch gewickelt zu werden)
  • 1 Waschlappen
  • eine weiche Unterlage oder Wickelauflage (wenn das Baby direkt am Badeort aus- und angezogen wird)
  • Windeln und eventuell Feuchttücher
  • Frische Babykleidung (Strampler, Body oder Pyjama – je nach Tageszeit)
  • Eventuell Pflegeprodukte, die speziell auf die Bedürfnisse der sensiblen Babyhaut abgestimmt sind.

Der richtige Badeplatz

Der Hauptbestandteil der richtigen Vorbereitung ist natürlich die Wahl des Badeplatzes. Wo der Nachwuchs gewaschen wird, hängt in erster Linie von den räumlichen Gegebenheiten und davon ab, welches Hilfsmittel für das Bad genutzt wird. In den meisten Fällen kommt eine Babybadewanne zum Einsatz. Es handelt sich dabei um eine kleine Plastik-Badewanne, die in der normalen Badewanne, im Duschbecken oder auf einem Tisch platziert wird. Für viele Modelle gibt es auch eigens angefertigte Gestelle (meist aus Alu), auf denen die Wanne ungefähr in Hüfthöhe angebracht wird.

Grundsätzlich gilt: die Babybadewanne sollte auf einem stabilen und sicheren Untergrund stehen. Beim Baden des Babys müssen sich Eltern voll und ganz auf das Einhalten des Lieblings konzentrieren. Wackelnde oder wankende Wannen würden das Badevergnügen trüben. Wer möchte, kann sein Kind auch im Waschbecken oder mit einem speziellen Badewannensitz in der großen Badewanne waschen.

Der Badeeimer

Beliebt sind außerdem so genannte Badeeimer. Es handelt sich hierbei um einen großen Plastikkübel ohne Henkel, der bis zur Markierung mit Wasser gefüllt wird. Anschließend „setzt“ man das Baby sozusagen in den Eimer hinein. Die meisten Kinder nehmen aufgrund der beengten Platzverhältnisse automatisch wieder die Embryonalstellung ein, sie müssen dennoch am Kopf beziehungsweise an den Schultern gehalten und gestützt werden.

Wo gebadet wird und welche Hilfsmittel zum Einsatz kommen, das sollten Eltern nach ihren individuellen Vorlieben entscheiden. Je wohler und sicherer sie sich mit der gewählten Variante fühlen, desto entspannter läuft das Baderitual ab.

Sicherheit

Wenngleich rund um das Baden keine speziellen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden müssen, gibt es dennoch ein paar Aspekte, auf die man achten sollte. Babys sind viel empfindlicher und schutzbedürftiger als Erwachsene. Ihre Temperaturregulation ist noch nicht vollständig ausgereift und sie können sich nicht selbstständig über Wasser halten. Im Wasser besteht außerdem eine erhöhte Rutschgefahr, sowohl für das Kind als auch für die Eltern (z.B. rutscht der Arm leichter unter dem Baby weg, wenn es nass ist). Daher ist es besonders wichtig, stets aufmerksam darauf zu achten, das Baby stabil zu halten und es gut zu stützen.

Folgende Regeln garantieren ein sicheres Badevergnügen:

  • Die Temperatur des Badewassers sollte zwischen 35 Grad und 38 Grad betragen. Ein Badethermometer gibt verlässlich Auskunft darüber, ob die ideale Temperatur bereits erreicht ist.
  • Eine Anti-Rutschmatte, die am Boden der Baby-Badewanne angebracht ist, verhindert, dass das Baby mit dem Po verrutscht. In der normalen Badewanne sorgt die Anti-Rutschmatte für einen guten Halt der Baby-Badewanne.
  • Das Baby erst in das Wasser heben, wenn die ideale Badetemperatur erreicht ist.
  • Babywanne oder Eimer sollten so hoch mit Wasser gefüllt werden, dass der Nachwuchs in etwa bis zur Schulter davon bedeckt ist.
  • Kinder niemals unbeaufsichtigt im Wasser lassen! Sie können innerhalb weniger Sekunden viel Wasser schlucken, untertauchen oder sich verletzen.
  • Länger als 10 Minuten sollten Babys nicht in der Wanne bleiben.

Körperpflege

Viele Eltern sind sich hinsichtlich der Babypflege unsicher. Sie wissen nicht, ob, welche und wie viele Pflegeprodukte sie verwenden sollen. Grundsätzlich benötigt der Nachwuchs in den ersten Wochen und Monaten keine spezielle Pflege. Babyhaut ist sehr sensibel, der natürliche Schutzmantel noch nicht ausreichend vorhanden. Klares, warmes Wasser eignet sich daher am besten für die tägliche Reinigung und auch fürs Baden.

Badezusätze, Seifen oder Lotionen sind nicht notwendig. Sie trocknen die Haut unnötig aus und können darüberhinaus zu Reizungen führen. Wer dennoch einen pflegenden Zusatz verwenden möchte, der sollte zu ein paar Tropfen Muttermilch, hochwertigem Oliven – oder Mandelöl (1-2 Esslöffel) greifen.

Wichtig: Neugeborene dürfen noch nicht in die Wanne. Sie dürfen erst gebadet werden, wenn der Nabel abgeheilt ist. Bei Unsicherheiten in Bezug auf den richtigen Zeitpunkt empfiehlt es sich, kurz Rücksprache mit der Hebamme oder mit dem betreuenden Kinderarzt/der betreuenden Kinderärztin zu halten.

Bade-Ritual

Für Babys und Eltern ist ein Bad häufig viel mehr als nur Mittel zum Zweck. In erster Linie soll der Nachwuchs natürlich sauber werden, in weiterer Folge geht es aber auch darum, ein schönes, gemeinsames Ritual zu etablieren. Wer möchte, sollte sich also für das Bad viel Zeit nehmen. Hektik und Stress sind dabei fehl am Platz. Eine angenehme Atmosphäre wirkt hingegen beruhigend auf den Nachwuchs, sie hilft ihm dabei, sich im warmen Wasser so richtig zu entspannen. Für viele Kinder hat sich das abendliche Bad auch als beruhigendes Ritual am Abend bewährt.

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