Verband der Privatkrankenanstalten Österreichs: Erfolgreiche Geburtsvorbereitung

· 2 Min. Lesezeit

In einer aktuellen Aussendung informiert der Verband der Privatkrankenanstalten Österreichs über die Möglichkeiten und Chancen der Geburtsvorbereitung. Eine Hebamme hat die wichtigsten Ratschläge für werdende Mütter zusammengefasst.

Die Geburt planen

Wer ein Kind erwartet, bereitet sich üblicherweise schon während der Schwangerschaft auf die Geburt vor. Rund um dieses einzigartige Ereignis gibt es unterschiedlichste Wünsche, Vorstellungen und Anforderungen. Einerseits müssen medizinische Gesichtspunkte berücksichtigt werden, wie z.B. der Gesundheitszustand der Mutter oder eine mögliche Erkrankung des ungeborenen Babys. Die persönlichen Erwartungen der Schwangeren spielen ebenso eine wichtige Rolle.

Hebamme Brigitte Vallazza, Hebammenleitung der Geburtshilfe des Sanatoriums Kettenbrücke, empfiehlt daher die Erstellung eines Geburtsplans. Auf ein oder zwei Seiten hält die werdende Mutter fest, wie die Entbindung ihres Kindes idealerweise verlaufen soll. Sie notiert Wünsche hinsichtlich Schmerzlinderung und medizinischer Eingriffe, beschreibt die von ihr bevorzugten Gebärpositionen und ihre Wünsche an den Partner bzw. das Team der Geburtshilfe. Bindend ist der Geburtsplan jedoch nicht, er ist vielmehr als Leitfaden zu verstehen. Und er soll der Gebärenden helfen, sich schon im Vorfeld bewusst mit der Entbindung auseinanderzusetzen.

Eine gute Vorbereitung ist zudem das persönliche Gespräch mit einer Hebamme. Im Rahmen von Geburtsvorbereitungskursen stehen Hebammen für individuelle Fragen zur Verfügung, im Mutter-Kind-Pass gibt es die kostenlose Hebammenberatung zwischen der 18. und 22. Schwangerschaftswoche. Der Verband der österreichischen Krankenanstalten weist darauf hin, dass dieses Beratungsgespräch auch in den Privatkliniken mit Geburtenstation in Anspruch genommen werden kann.

Individuelle Betreuung

„Wird eine Frau kontinuierlich und vertrauensvoll während der Geburt begleitet, stärkt dies nicht nur ihr Selbstvertrauen, sondern reduziert das Risiko für Geburtsverletzungen und Interventionen – das wurde mehrfach wissenschaftlich bewiesen“, erklärt Hebamme Vallazza.

Aus diesem Grund sind die persönliche Begleitung während der Schwangerschaft sowie die individuelle Betreuung während der Entbindung und im Wochenbett essenziell. Der Großteil aller Spitäler und Geburtshäuser bietet Schwangeren die Gelegenheit, Räumlichkeiten und Personal kennenzulernen. Nach Absprache ist es in vielen Häusern auch möglich, eine Beleghebamme zur Geburt mitzunehmen. Diese Hebamme betreut die Schwangere meist schon vor der Entbindung und ist neben dem Partner wichtigste Vertrauensperson im Geburtsverlauf.

Seitens des Verbands der Privatkrankenanstalten empfiehlt man, sich im Vorfeld der Geburt umfassend über die Geburtenklinik der Wahl zu informieren. Mag. Werner Fischl, Vizepräsident des Verbands der Privatkrankenanstalten Österreichs und Geschäftsführer der privaten Geburtskliniken Goldenes Kreuz und Privatklinik Döbling in Wien, legt werdenden Müttern den Besuch eines Informationsabends nahe: „Zum ersten Kennenlernen ist der Besuch der Informationsveranstaltung des jeweiligen Hauses ideal. Bei dieser Gelegenheit bieten wir auch einen Rundgang durch die Kreißsäle an. Sind die Schwangeren mit den Örtlichkeiten vertraut, fällt die Entspannung in der Geburtssituation deutlich leichter“.

Anmeldungen für Geburten werden üblicherweise ab der 37. Schwangerschaftswoche angenommen. Diese sind unbedingt erforderlich, da im Zuge der Anmeldung bereits gewisse Daten der werdenden Mutter erhoben werden. Häufig erfolgt zudem ein Hebammengespräch und eine erste CTG Kontrolle.

Über den Verband der Privatkrankenanstalten Österreichs

Der Verband der Privatkrankenanstalten wurde 1953 gegründet und bildet seitdem die Interessenvertretung für Rechtsträger privater Krankenanstalten, Rehabilitationszentren und Heil-sowie Pflegeanstalten in Österreich.

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