Geburt - Was bezahlt die Krankenkasse?

Kinder kosten Geld, soviel steht fest. Viele werdende Eltern werfen jedoch schon vor der Geburt einen prüfenden Blick in das Sparschwein, denn je nachdem für welchen Geburtsort man sich entscheidet, fallen unterschiedlich hohe Kosten an. Ist ein Baby unterwegs, kann der Großteil aller beanspruchten medizinischen Behandlungen direkt mit der Krankenkasse verrechnet werden.

Die österreichische Sozialversicherung hat sich im Rahmen der Schwangerschaftsbetreuung verpflichtet, ärztlichen Beistand, Hebammenbeistand, Heilmittel und Heilbehelfe vollständig zu finanzieren. Welche Leistungen im Detail von der Krankenkasse übernommen werden, hängt jedoch davon ab, ob es zwischen dem Arzt/der Ärztin, dem Krankenhaus oder der Hebamme und dem Sozialversicherungsträger einen bestehenden Vertrag gibt. Wer sich beispielsweise dafür entscheidet, in einem privaten Spital oder einer Privatklinik zu entbinden, der muss für einen festgelegten Teil der Kosten selbst aufkommen.

Werdende Eltern sollten sich also im Vorfeld ausreichend über die verschiedenen Entbindungsmöglichkeiten und damit verbundene Kosten informieren. Auskunft geben in diesem Fall sowohl die Krankenkassen selbst als auch die unterschiedlichen Geburtseinrichtungen (Spital, Geburtshaus etc).

Ambulante oder stationäre Geburt im Krankenhaus

Der überwiegende Teil aller Schwangeren begibt sich für die Entbindung in ein Krankenhaus. Bei der Suche nach einer geeigneten medizinischen Einrichtung sind die Auswahlkriterien meist ganz unterschiedlich. Während die einen auf eine geringe Entfernung von ihrem Wohnort Wert legen, verlassen sich andere auf die Erfahrung von Familienmitgliedern oder Freundinnen. Schwangere Frauen müssen sich entscheiden, ob sie eine ambulante oder eine stationäre Geburt möchten.

Die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus macht den Unterschied. Bei einer ambulanten Geburt dürfen Mutter und Kind die Geburtenstation nach wenigen Stunden schon wieder verlassen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass aus medizinischer Sicht nichts dagegen spricht und keine weitere Betreuung notwendig ist.

Stationäre Geburt bedeutet, dass man nach der Entbindung einige Tage (maximal 4) auf der Wochenbettstation des Krankenhauses verbringt. Pflegepersonal, Hebammen und Stillberaterinnen stehen der frisch gebackenen Mutter bis zum Zeitpunkt ihrer Entlassung unterstützend zur Seite. Bei einem geplanten oder überraschenden Kaiserschnitt verlängert sich die Zeitspanne, die Mutter und Kind im stationären Wochenbett verbringen, um ein paar Tage.

Im Gegensatz zu anderen Entbindungsarten (wie z.B. Hausgeburt) sind ÄrztInnen im Krankenhaus entweder bei der Geburt anwesend oder in Rufbereitschaft. Um den Schmerz zu lindern, können im Krankenhaus sowohl Epiduralanästhesie als auch schmerzstillende Medikamente verabreicht werden. Kommt es zu unerwarteten Komplikationen, haben ÄrztInnen und Pflegepersonal die Möglichkeit, rasch zu handeln und alle notwendigen Maßnahmen einzuleiten. Im Notfall sind sowohl Mutter als auch Kind bei einer Entbindung im Krankenhaus bestens versorgt. Die Kosten für Geburt und anschließenden Krankenhausaufenthalt (bis zu 10 Tage bei einer komplikationslosen Geburt) übernimmt die Krankenkasse, bei der die Mutter zuletzt versichert war.

Hausgeburt

Bei einer Hausgeburt erblickt der Nachwuchs in den eigenen vier Wänden das Licht der Welt. Bei der Entbindung sind eine Hebamme und der Geburtspartner anwesend. Bereits während der Schwangerschaft lernen sich werdende Eltern und Hebamme kennen. Die Hebamme kontrolliert in regelmäßigen Abständen den Gesundheitszustand von Mutter und Kind, die Ergebnisse der Mutter-Kind-Pass-Untersuchung und steht als Ansprechpartnerin für offene Fragen zur Verfügung. Die Treffen finden entweder in der Hebammenpraxis oder bereits in der Wohnung statt.

Bei einem Hausbesuch macht sich die Hebamme ein Bild von den Gegebenheiten und klärt die Eltern auf, welche Vorbereitungen noch zu treffen sind. Voraussetzung für eine Hausgeburt ist, dass die Schwangerschaft komplikationsfrei verläuft. Beim Vorliegen bestimmter Risikofaktoren (z.B. Mehrlingsschwangerschaft, Schwangerschaftsdiabetes, Becken-End-Lage) oder im Notfall wird die Hebamme die schwangere Frau an ein Krankenhaus verweisen. Daher sollte man sich für die Geburt immer auch im Krankenhaus anmelden, selbst wenn eine Hausgeburt geplant ist.

In Punkto Kostenübernahme durch die Krankenkasse spielt es eine Rolle, ob die Hebamme einen Kassenvertrag besitzt oder nicht. Liegt ein Vertrag vor, werden folgende Leistungen übernommen:

  • Maximal 4 Hausbesuche bis zum Ende der 40. Schwangerschaftswoche
  • 1 Hausbesuch zwischen 20. und 30. Woche
  • Maximal 3 Hausbesuche während der 41. und 42. Schwangerschaftswoche
  • Hilfestellung und Unterstützung während der Geburt
  • Die Betreuung im Wochenbett an bis zu 5 Tagen nach der Geburt. In Ausnahmefällen (beim Vorliegen medizinischer Gründe) übernimmt die Krankenkasse darüberhinaus maximal 7 weitere Hausbesuche.

Keine Kostenübernahme gibt es für:

  • Rufbereitschaft der Hebamme rund um den Geburtstermin
  • Beratungen und Sprechstunden auf Wunsch
  • Betreuung in der frühen Schwangerschaft
  • Stillberatung, Stillgruppen oder Mutter-Kind-Gruppen
  • Rückbildungsgymnastik, Beckenbodentraining
  • Mitnahme der Wahlhebamme zur Entbindung im Krankenhaus

Wer sich für eine Wahlhebamme (Hebamme ohne Kassenvertrag) entscheidet, muss die Betreuung selbst bezahlen. Ein Teil der Kosten wird jedoch von der Krankenkasse zurückerstattet, nämlich 80% des geltenden Kassentarifs für Hebammenleistungen. Wichtig: die 80% beziehen sich auf den Tarif, der von Sozialversicherung und Hebammengremium ausgehandelt wurde. Wahlhebammen können ihr tatsächliches Honorar jedoch frei wählen dh. Eltern müssen die Differenz zwischen Kassentarif und Honorar selbst bezahlen.

Gebären im Geburtshaus

Für viele Frauen stellt die Entbindung im Geburtshaus einen guten Mittelweg zwischen Spitalsgeburt und Hausgeburt dar. In einem Geburtshaus gibt es meist ein oder mehrere Gebärzimmer und verschiedene Hilfsmittel wie Gebärseil, Gebärhocker oder Gebärwanne. Die Betreuung erfolgt individuell und persönlich, bei der Entbindung sind nur die Hebamme, der Partner und eventuell Geschwisterkinder anwesend. Eine medizinische Basisausstattung ist vorhanden, kommt es jedoch zu Komplikationen wird die Hebamme den Transport der schwangeren Frau in ein nächstgelegenes Krankenhaus veranlassen.

Wer sein Kind in einem Geburtshaus auf die Welt bringen möchte, muss die gesamten Kosten zunächst selbst bezahlen. Es ist jedoch möglich, einen Antrag auf Rückerstattung der Kosten einzubringen. Die jeweilige Krankenkasse kommt für 80% des Kassentarifs auf. Wie viel Eltern letztlich zurückbekommen, hängt vom Tarif des Geburtshauses ab. Die Kosten für eine Geburt inklusive Vorsorgeuntersuchungen und Rufbereitschaft liegen meist zwischen €1000 und €1500.

Private Zusatzversicherungen

Im Rahmen einer privaten Gesundheitsversicherung sind gewisse Leistungen rund um Schwangerschaft und Geburt gedeckt, die normalerweise privat bezahlt werden müssen. Was im Detail von der privaten Versicherung übernommen wird, ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich und im Versicherungsvertrag festgehalten. Im Normalfall decken Zusatzversicherungen die Kosten für eine Entbindung in einem privaten Krankenhaus oder einem Sanatorium, sofern zwischen dem Versicherungsanbieter und der Institution ein gültiger Vertrag besteht

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Kommentar von Marlene |

Hallo! Ich möchte gerne in der Privatklinik Graz Ragnitz ambulant entbinden. Da ich nicht privat versichert bin, kommen da Kosten von ca. 3.500 € auf mich zu. Weiß jemand, ob man auch in diesem Fall 80 % von der GKK zurück bekommt? Vielen Dank!

Antwort von Schwanger.at

Hallo Marlene, am besten rufst du direkt bei deiner Krankenkasse an und erkundigst dich, ob und in welcher Höhe die Kosten für die Geburt rückerstattet werden. Alles Gute!

Kommentar von Lenka |

Hallo,
existiert bitte eine Hotline wo ich mich über alles informieren kann? Über die Rechte, Geld ? Ich wohne derzeit in Wien aber wenn ich schwanger bin, möchte ich zurück nach Tschechien umziehen. Wie wäre das dann in Bezug auf Dokumente, Betreuungsgeld usw? Es ist ein bisschen kompliziert, ich weiß:) Deswegen möchte ich mich  persönlich oder telefonisch erkündigen. Vielen Dank im Voraus für Info.

Antwort von Schwanger.at

Hallo Lenka, du könntest dich an eine Frauen- oder Familienberatungsstelle wenden. Die Arbeiterkammer ist üblicherweise auch telefonisch erreichbar für Fragen zum Arbeitsrecht. Alles Gute!

Kommentar von Jennifer |

Hallo!Meine minderj.Tochter wollte eigentlich nächstes Monat eine Lehre beginnen und wurde jetzt aber unverhofft schwanger! Sie und ihr Freund 18.J entschieden sich dafür!Es wurde jetzt auch mit Lehre geklärt(wird leider nichts damit)so nun ist meine Frage ob meine Tochter vor der Geburt Anspruch auf eine Geldleistung hat, wenn Sie noch nie gearbeitet hat? Ich bin derzeit auch zu Hause(aus familiären Schicksal Gründen). Aber stehe hinter den jungen werdenden Eltern! Mach mir aber doch natürlich Sorgen, wie es weiter gehen wird! Waren bei einer Schwangerschaftsberatung, aber Sie wusste auch nicht so richtig Bescheid darüber! Wäre sehr dankbar für jeden Rat!

Antwort von Schwanger.at

Hallo Jennifer, wenn deine Tochter gewisse Voraussetzungen erfüllt, erhält sie für den Nachwuchs Familienbeihilfe sowie Kinderbetreuungsgeld. Seit 01. März 2017 gibt es ein pauschales Kinderbetreuungsgeld, das so genannte Kinderbetreuungsgeld-Konto. Alles Gute!

Kommentar von Silke |

Ich und mein Mann kommen aus Deutschland und sind vor Kurzem nach Österreich umgezogen. Ich war bereits zu dem Zeitpunkt schwanger. Nach gesundheitlichen Komplikationen müsste ich vorzeitig in Österreich entbinden. Zum Zeitpunkt der Entbindung war ich bereits zwei Wochen bei der GKK versichert. Vor einigen Tagen erhielten wir eine Rechnung vom Krankenhaus über 16 000€, da die GKK die Rückerstattung der Kosten abgelehnt hat. Als Grund wurde angegeben, dass man 8 Wochen vor dem Geburtstermin bei der GKK versichert sein müsste (s. Versicherungsfall der Mutterschaft, §120 des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes).
8 Wochen vor dem Geburtstermin war ich noch in Deutschland, bei der AOK, versichert. Diese lehnt aber die Rückerstattung der Kosten ab, da ich zum Zeitpunkt der Geburt nicht mehr bei Ihnen versichert war. Was nun?

Antwort von Schwanger.at

Hallo Silke, du könntest dich an die Ombudsstelle deiner zuständigen Versicherung oder eventuell an die Patientenanwaltschaft (jeweilige Landesvertretung) wenden. Alles Gute!

Kommentar von Susi |

Hallo liebes schwanger.at Team,
Ich bin Deutsche Staatsbürgerin wohne und arbeite in Österreich und bin hier über die gkk versichert. Ist es möglich, das Kind in Deutschland zur Welt zu bringen und würden die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden? Danke

Antwort von Schwanger.at

Hallo Susi, welche Kosten für eine Entbindung in Deutschland im Detail übernommen werden würden, solltest du am besten bei der GKK direkt nachfragen. Alles Gute!

Kommentar von Susi |

Hallo liebe Schwanger.at-Team.

Ich hätte eine Frage. Mein Mann arbeitet als Grenzgänger in Österreich aber wir wohnen in Ungarn. Ich habe keinen Job da, deshalb auch keine Hauptversicherung. Ich bin bei meinem Mann mit E106 in Österreich versichert/gepflegt. Ich möchte fragen, ob ich entscheiden kann, in welchem Land entbinden möchte.
Vielen Dank!
Susi

Antwort von Schwanger.at

Hallo Susi, du bist jedenfalls berechtigt, Leistungen in Österreich in Anspruch zu nehmen. Ob du auch in Ungarn entbinden könntest, kläre bitte mit deiner zuständigen Krankenkasse. Alles Gute!

Kommentar von Anna |

Guten Morgen Schwanger.at team!
Ich heisse Anna und wohne in Italien, bin aber Italienerin- Österreicherin. Ich möchte gerne mein Sohn- Tochter in Österreich entbinden, aber bin arbeitslos und bekomme Arbeitslosengeld vom Staat. Was passiert wenn ich in Österreich komme? Welche Rechte habe ich als arbeitslose, schwangere Bürgerin?

Antwort von Schwanger.at

Hallo Anna, wir würden dir empfehlen, mit dem Arbeitsmarktservice (AMS) und/oder der Arbeiterkammer (AK) in Österreich Kontakt aufzunehmen. Diese Stellen helfen dir bei der Klärung des persönlichen Sachverhaltes. Alles Gute!

Kommentar von Saric Mehmed |

Hallo liebes Schwanger.at Team

Ich bin in Österreich wohnhaft und habe einen gewöhlichen Aufenthalt. Meine Frau ist Bosnische Staatsbürgerin und kann einen Aufenthaltstitel erst mit 21 Jahren beantragen.
Ohne Aufenthaltstitel möchte die GKK meine Frau nicht mitversichern.
Das Kind hat eine Gastrochisis und muss nach der Geburt operiert werden.

Ich kann nicht fassen das ein Staatsrecht es erlaubt mich und meine Frau in so einer Situation zu trennen.
Private Krankenversicherungen möchten sie auf Grund von 24 SSW nicht versichern.
Was soll ich Ihrer Meinung nach Tun ?

Antwort von Schwanger.at

Hallo Mehmed, am besten wenden Sie sich mit dieser individuellen Fragestellung an eine Frauen/Familienberatungsstelle oder an eine Beratungsstelle für Migranten und Migrantinnen. Alles Gute!

Kommentar von Margit |

Hallo liebes Schwanger.at Team!
Ich bin Österreicherin und lebe und arbeite derzeit noch in Österreich (Salzburg) Der Geburtstermin ist im August diesen Jahres.
Mein Partner und Vater des Kindes, wir sind noch nicht verheiratet, ist Schweizer und Liechtensteiner (Doppelstaatsbürgerschaft).
Sein Wunsch wäre, dass das Kind in der Schweiz zur Welt kommt, da er unbedingt bei der Geburt dabei sein möchte.
Meine Frage ist, kann ich in einem Schweizer Krankenhaus entbinden und werden die Kosten dann von meiner österreichischen Pflichtversicherung übernommen? Was ist, falls ich länger als erwartet im Krankenhaus bleiben muss, muss ich die Kosten dann selbst tragen?

Und noch eine Frage, hätte ich in meiner Situation Anspruch auf staatliche finanzielle Unterstützung in Liechtenstein? Oder verliere ich jeden Anspruch, falls ich mit dem Kind zum Vater nach Liechtenstein ziehen möchte? Ich habe ein Haus im Eigentum in Salzburg und es wäre wichtig, dass ich die laufenden Kosten während der Karenzzeit selbst bezahlen kann.
Ich würde aber natürlich auch gerne beim Vater wohnen. Gibt es eine Stelle, die in grenzüberschreitenden Fragen Antworten geben kann für beide Staaten?

Besten Dank und freundliche Grüße!
Margit

Antwort von Schwanger.at

Hallo Margit, da du in diesem Zusammenhang sehr viele Fragen hast, würden wir dir empfehlen, dich im ersten Schritt an jene Krankenkasse zu wenden, bei der du aktuell versichert bist. Außerdem könnte sich dein Partner bei seiner Versicherung in der Schweiz erkundigen, ob es beispielsweise möglich wäre, dich mitzuversichern und welche Fristen es dafür gibt. Alles Gute!!

Kommentar von marta |

Schönen guten Tag- ich habe beide Male privat entbunden. Zusatzversicherung zahlt einen teil- Rest ist Selbstbehalt. Was bekommt man von der WGKK zurück? vielen dank für die Info- lg marta

Antwort von Schwanger.at

Hallo Marta, Krankenkassen erstatten bis zu 80% des Tarifs für Hebammenleistungen. Wie viel du also zurückbekommst, hängt sowohl vom Tarif der WGKK als auch vom Honorar deiner Hebamme ab. Du kannst dich direkt bei der WGKK nach den einzelnen Tarifen für Geburtshilfe, Hebammenordination etc. erkundigen. Rufbereitschaft, Geburtsvorbereitung, Rückbildung und andere Leistungen werden von der Krankenkasse nicht rückerstattet. Alles Gute!

Kommentar von Susanne |

Hallo, ich bin Österreicherin und arbeite seit 2012 in Großbritannien. Was muss ich beachten, wenn ich in Wien (meine Eltern wohnen hier) entbinden möchte?

Antwort von Schwanger.at

Hallo Susanne, wenn du in Österreich entbinden und gewisse Vorsorgeleistungen in Anspruch nehmen möchtest, musst du bei einer Krankenkasse versichert sein. Das ist automatisch der Fall, wenn du in Österreich angestellt bist. Bezüglich Kostenerstattung von Privatleistungen wende dich bitte an die zuständige Versicherungsanstalt. Alles Gute!

Kommentar von petra |

Meine Stieftochter (21) ist in der 11. Woche schwanger, arbeitet seit einem 3/4 Jahr nichts, ist somit auch nicht versichert. Noch ist sie nicht sicher, ob sie einen Abbruch machen will oder nicht. Der Vater ist 18 J. und noch in der Lehre. Meine Frage: Sollte sie das Kind behalten, welche Kosten kommen auf die beiden zu. zb. Muki-Pass, Geburtsvorbereitung, Geburt,........
Realistisch gesehen wären mein Mann und ich eher für einen Abbruch, aber das ist nicht meine Entscheidung. Wir möchten ihr nur vor Augen halten, wie schwierig es sein wird.

Antwort von Schwanger.at

Hallo Petra! Die Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen und die Geburt in einem öffentlichen Krankenhaus sind kostenlos, sofern deine Stieftochter sich doch um eine Krankenversicherung kümmern könnte. Auskunft gibt beispielsweise das AMS – vielleicht bezieht sie ja Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe? Geburtsvorbereitungskurse sind in der Regel privat zu bezahlen.

Darüberhinaus würden wir eine Beratung empfehlen z.B. in einem Frauengesundheitszentrum oder bei einer Familienberatungsstelle. Alles Gute!

Kommentar von Justina Limbeck |

Liebes Schwanger.at Team!
Ich möchte fragen, was ein Wunschkaiserschnitt im Landeskrankenhaus (nicht privat) kostet? Ich bin versichert bei der BGKK.
Danke vielmals!
LG Justina

Antwort von Schwanger.at

Hallo Justina! Du kannst die Kosten für einen Wunschkaiserschnitt in jenem Krankenhaus erfragen, das du für die Geburt ausgewählt hast. Private Geburtskliniken stellen entsprechende Kostenaufschlüsselungen meist auch online zur Verfügung. Interessante Threads zum Thema Wunschkaiserschnitt findest du auch in unserer Babyforum.at Community!

Kommentar von Kathrin |

Hallo liebes Schwanger.at Team.
Ich arbeite als Grenzgänger in Österreich und wohne in Deutschland. Meine Hauptversicherung ist also die Tgkk. Ich habe aber auch eine Versicherungskarte in D. Die dt. Versicherung hat bisher in D immer alle Kosten übernommen und es direkt mit der Tgkk verrechnet.
In D gibt es nun aber eine deutlich "großzügigere" Hebammenbetreuung durch die Krankenkasse, mit der auch Geburtsvorbereitungskurse, Rückbildungsgymnastik und mehr Besuche durch die Hebamme zu Hause bei Bedarf komplett bezahlt werden. Wie schaut es nun im meinem Fall aus? Übernimmt die Tgkk dann die kompletten Kosten, die von der dt. Krankenkasse übernommen wurden, oder muss ich da mit einer Zuzahlung rechnen?
Mfg Kathrin

Antwort von Schwanger.at

Hallo Kathrin, wir kennen die Tarifregelung der TGKK leider nicht im Detail, würden allerdings davon ausgehen, dass die TGKK auch nur jene Leistungen bezahlt, die in der Kostenübernahme vorgesehen sind. Wir empfehlen dir, dich für eine Kostenauskunft direkt mit der TGKK in Verbindung zu setzen. Eventuell legst du bei der TGKK auch jene Leistungen vor, die die deutsche Versicherung im Rahmen der Schwangerschafts-, Geburts- und Nachgeburtsbetreuung übernimmt. Das erleichtert hoffentlich die Abklärung. Alles Gute!

Kommentar von Iris |

Hallo liebes Schwanger.at-Team,

Ich bin aktuell (leider) noch nicht schwanger, aber wir planen es in den nächsten Jahren. Da unsere Situation besonders ist und ich mich mit der Gesetzgebung in Österreich nicht gut auskenne, würde ich Sie gerne um eine Auskunft bitten:

Ich bin österreichische Staatsbürgerin, lebe und arbeite aber in Thailand. Mein Mann ist Thai. Ich bin in Österreich momentan nicht versichert, da ich meinen Lebensmittelpunkt in Thailand habe.

Nun meine Frage: Welche Kosten, wenn überhaupt, würden mir in Österreich als Staatsbürgerin erstattet werden?

Ich bin in Thailand versichert, aber die Leistungen bei einer Geburt sind hier minimal. Ich habe zwar eine Zusatzversicherung in Thailand (nicht in Österreich), aber diese deckt Schwangerschaft und Geburt nicht ab.

Können Sie mir hierzu genaueres sagen? Wir überlegen, an welchem Ort die Geburt eines Kindes für uns mehr Vorteile hätte bzw. wo es günstiger wäre.

Vielen Dank im Voraus!

Beste Grüße aus Thailand :)
Iris

Antwort von Schwanger.at

Hallo Iris, Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen sowie gewisse Leistungen rund um die Geburt (z.B. die Entbindung in einem Krankenhaus) werden von der Krankenkasse in Österreich übernommen, wenn ein aufrechtes Versicherungsverhältnis besteht. Wenn Sie also eine Kostenübernahme wünschen, müssen Sie in Österreich sozialversichert sein. Für genauere Informationen können Sie sich zum einen an jene Krankenkasse wenden, die für Sie zuständig wäre, wenn Sie im Zuge der Schwangerschaft wieder nach Österreich kommen. Zum anderen könnten Sie sich vielleicht in Thailand nach einer Zusatzversicherung umsehen, die die Kosten für Schwangerschaft & Geburt übernimmt. Alles Gute nach Thailand! 

Kommentar von Uliib |

Hallo liebes Schwanger.at Team.
Wir kommen aus den Niederlanden im März nach Österreich, da meine Frau und ich hier einen neuen Job antreten zum 01.06.2017. Da wir nicht mit einem Neugeborenem quer durch Europa wollen und den Umzug machen, kommen wir schon eher.
Meine Fau ist noch über den Arbeitgeber hier versichert und der E 106 Schein ist auch schon durch. Werden alle Kosten abgerechnet mit der Kasse in NL oder kann die Kasse hier Kosten beschränken?
Wir fühlen uns nämlich ziemlich bedrängt von der KK hier vor Ort eine Hausgeburt machen zu lassen, da die Kosten hierfür geringer sind. Eine KH-Entbindung in den Niederlanden wird nur dann bezahlt, wenn eine "medizinische Notwenigkeit hierfür vorliegt".
Standard ist aber in Österreich, genauso wie in Deutschland, wo wir herkommen, das Krankenhaus...
Darf uns die Krankenkasse hier deckeln oder verstößt das gegen gültiges EU Recht?

VG

Antwort von Schwanger.at

Hallo Ullib, herzlichen Glückwunsch und alles Gute für den Umzug nach Österreich! Die Situation in den Niederlanden ist uns ansatzweise bekannt. Ob eine Entbindung in Österreich nach den Rechtsvorschriften der österreichischen Krankenversicherung oder nach NL-Recht abgerechnet wird, diesbezüglich fehlt uns leider das Hintergrundwissen. Da Ihre Frau bei einem österreichischem Arbeitgeber versichert ist sowie durch das E106 Formular ein Anspruchsnachweis gegeben ist, würden wir davon ausgehen, dass mit der österreichischen Kasse verrechnet wird. Um auf Nummer sicher zu gehen, empfehlen wir Ihnen bei der zuständigen Krankenkasse also beim aktuellen österreichischen Versicherungsträger Ihrer Frau nachzufragen. Eventuell gibt es dort schon Erfahrungen mit dieser Thematik. Nochmal alles Gute!

P.S. In unserer Babyforum.at Community gibt es auch einen Thread zum Thema Geburt, vielleicht finden Sie dort Eltern, mit einer ähnlichen Thematik.

Kommentar von Ahmadreza |

Hallo! Meine Frau ist jetzt schwanger. Wir kommen aus dem Iran und wir möchten wegen meiner Ausbildung in 4 Monaten nach Österreich kommen. Meine Frau ist im 2. Monat schwanger. Ich möchte die Kosten von einer Geburt in Österreich wissen. Ich werde in Leoben an der Uni studieren. Können Sie mir helfen?

Antwort von Schwanger.at

Hallo Ahmad! Die Kosten einer Geburt müssten Sie jeweils bei dem Krankenhaus erfragen, in dem Sie und Ihre Frau entbinden möchten. Wir wissen es nicht zu 100%, aber in Österreich scheint keine der Gebietskrankenkasse ein Abkommen mit dem Iran haben, um die Kosten mit Ihrer Versicherung im Iran zu verrechnen. Sie werden in der Regel die Geburt im Krankenhaus bezahlen müssen und mit der Rechnung eine Gegenverrechnung mit den zuständigen iranischen Behörden vornehmen müssen. Ich hoffe, wir konnten ein wenig helfen.


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