Geburtsvorbereitungskurse

Sie sind nicht nur ein beliebter Treffpunkt zum Austausch von Erfahrungen, sondern auch ein Fixpunkt für viele Schwangere: Geburtsvorbereitungskurse. Ob Hebammen-geleitet oder auf der Entbindungsstation im Krankenhaus, sie helfen schwangeren Frauen dabei, sich – wie der Name schon verrät – auf die Entbindung vorzubereiten.

Im Mittelpunkt stehen allgemeine Themen rund um Schwangerschaft und Wohlbefinden aber auch konkrete Einheiten, die sich mit Gebärpositionen und möglichen Geburtskomplikationen beschäftigen. Je nachdem für welchen Kurs man sich entscheidet, sollte die Anmeldung relativ früh (noch im ersten Trimester) erfolgen. Manche Kurse sind nämlich äußerst beliebt und daher rasch ausgebucht. Wie eilig die Anmeldung tatsächlich ist, hängt jedoch auch von regionalen Gegebenheiten beziehungsweise Angeboten ab. Hebammen empfehlen, den Kurs jedenfalls so zu planen, dass man ca. ab der 25. Schwangerschaftswoche damit beginnen und ihn etwa 4-6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin abschließen kann.

Schwangere Frau macht Yoga

Anbieter

Geburtsvorbereitungskurse werden von unterschiedlichsten Einrichtungen und Institutionen angeboten. Informationen über Kurse in ihrer Nähe, erhalten Schwangere einerseits beim Frauenarzt/bei der Frauenärztin aber auch auf der Entbindungsstation des Krankenhauses beziehungsweise bei Hebammen direkt. Im Normalfall findet man ein breites Angebot an Kursen zu unterschiedlichen Terminen und Uhrzeiten vor. Mittlerweile gibt es zusätzlich zu den wöchentlichen Geburtsvorbereitungskursen auch solche, die geblockt an einem oder mehreren Wochenenden stattfinden. Derartige Angebote werden gerne von werdenden Eltern genutzt, die aus beruflichen Gründen viel unterwegs sind oder im Schichtbetrieb/Wechseldienst arbeiten.

Die Wahl des Kurses

Bei der Wahl des Geburtsvorbereitungskurses sollten Schwangere darauf achten, an welche Zielgruppe sich das Angebot richtet. Vor allem in städtischen Gebieten gibt es Kurse, die ausschließlich für werdende Mütter ohne Partnerbegleitung, Paare oder alleinstehende Frauen gedacht sind. Jene Geburtsvorbereitungskurse, die exklusiv für Mütter veranstaltet werden, beinhalten meistens auch 1 oder 2 Partnerabende, an denen auch die Partner oder GeburtsbegleiterInnen teilnehmen dürfen. Folgende Institutionen/Personen bieten regelmäßig Geburtsvorbereitungskurse an:

  • Krankenhäuser oder Spitäler
    Im Rahmen des Kurses gibt es dort die Möglichkeit, die Entbindungszimmer zu besichtigen und das Personal der Geburtenstation (Hebammen, KrankenpflegerInnen, ÄrztInnen) kennenzulernen.
  • Hebammen
    Freiberufliche Hebammen, die selbstständig arbeiten und/oder eine Hebammenpraxis/ein Geburtshaus führen.
  • Volkshochschulen und diverse gemeinnützige Anlaufstellen
    z.B. Caritas, Hilfswerk
  • Private Einrichtungen
    z.B. privat geführte Mutter-Kind-Zentren, Vereine, Schwangerschaftszentren 

Stammzellen aus der Nabelschnur

Wussten Sie, dass die Nabelschnur Ihres Kindes eine einzigartige und wertvolle Stammzellquelle ist? Nutzen Sie die einmalige Chance bei der Geburt und informieren Sie sich rechtzeitig vorher über ein Stammzelldepot. Die Gesundheit des eigenen Kindes ist allen Eltern ein großes Anliegen. Leider wissen noch immer viel zu viele nicht, dass sie für die Gesundheit ihres Kindes auch medizinisch vorsorgen können – durch ein Stammzelldepot bei einer Stammzellbank.

Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, um sich über diese wichtige Vorsorge vor der Geburt zu informieren. Dann kann Ihr Kind von der Medizin der Zukunft profitieren.

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Kursinhalte

Geburtsvorbereitungskurse helfen werdenden Eltern dabei, den Ablauf von Schwangerschaft und Entbindung sowie die sich verändernden Rollenbilder leichter zu verstehen. Sie bieten Raum für offene Gespräche über mögliche Ängste und Zweifel sowie für den Austausch mit anderen Personen, die sich in der gleichen Situation befinden. Auch wenn inhaltliche Schwerpunkte variieren können, der Ablauf ist stets derselbe. Mütter beziehungsweise Paare treffen sich in definierten Abständen (z.B. 1 Mal pro Woche oder an 2 Wochenenden pro Monat) am jeweiligen Veranstaltungsort. Unter der Leitung einer Hebamme finden dann diverse Unterrichtseinheiten zu allen Themen rund um Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach statt. Folgende Inhalte stehen im Mittelpunkt:

  • Wissenswertes über den allgemeinen Schwangerschaftsverlauf und die Entwicklung des ungeborenen Kindes
  • Ernährung, Sport und Vorsorge in der Schwangerschaft
  • Maßnahmen bei typischen Schwangerschaftsbeschwerden
  • Informationen zum Ablauf der Geburt und möglichen Komplikationen
  • Gemeinsames Erlernen von Atemtechniken, die den Umgang mit dem Geburtsschmerz erleichtern sollen
  • Entspannungsübungen während Schwangerschaft und Geburt
  • Dammmassage
  • Vor- und Nachteile unterschiedlicher Gebärpositionen
  • Hilfsmittel bei der Geburt (Gebärseil, Gebärhocker, Wassergeburtsbecken, Sprossenwand)
  • Möglichkeiten der Schmerzlinderung während der Entbindung (PDA, Schmerzmittel, alternative Methoden der Schmerzlinderung)
  • Hilfestellungen, die der Geburtspartner leisten kann z.B. Massage, gemeinsames Atmen
  • Wissenswertes rund um die erste Zeit nach der Geburt (Wochenbett)
  • Stillberatung
  • Säuglingspflege und Versorgung des Neugeborenen
  • Bei manchen Kursen: Erste-Hilfe-Maßnahmen und richtiges Handeln im Notfall

Geburtsvorbereitungskurse bieten zusätzlich viel Raum für die Beantwortung persönlicher Fragen und Anliegen.

Vorteile

Geburtsvorbereitungskurse helfen Schwangeren dabei, sich auf den neuen Lebensabschnitt und die bevorstehende Entbindung vorzubereiten. Ängste, Zweifel und Sorgen, die während einer Schwangerschaft vollkommen normal sind, können zur Sprache gebracht werden. Außerdem wird das Verständnis für die natürlichen Abläufe während der Geburt gestärkt, das wiederum kann dazu führen, dass Schwangere dieses besondere Ereignis stressfreier und entspannter erleben. Spezielle Kurse für werdende Eltern sind vor allem auch für werdende Väter eine sehr gute Gelegenheit, um die neue Situation besser zu begreifen. Sie lernen darüberhinaus, wie sie ihre Partnerin in der Schwangerschaft und bei der Entbindung bestmöglich unterstützen können. Ein weiterer Vorteil für viele Eltern: der Austausch mit anderen Paaren, die sich in der gleichen oder ähnlichen Situation befinden. Geburtsvorbereitungskurse bieten die ideale Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen. Manchmal entstehen hier Freundschaften, die auch nach der Schwangerschaft Bestand haben.

Spezielle Kurse

Neben herkömmlichen Angeboten zur Geburtsvorbereitung gibt es eine Vielzahl weiterer Kurse, die dabei helfen, Schwangerschaft und Geburt gelassener zu bewältigen. Dazu zählen:

  • Spezielle Ernährungsberatungen/Workshops für Schwangere
  • Geschwisterkurse (Vorbereitung der Geschwisterkinder auf den Familienzuwachs)
  • Schwangerschaftsgymnastik
  • Sanfte Sportarten und Entspannungskurse wie z.B. Yoga, Pilates oder Bauchtanzen für Schwangere
  • Stillvorbereitung/Kurse mit Stillberaterinnen
  • Individuelle und persönliche Geburtsvorbereitungskurse/Gespräche mit der betreuenden Hebamme

Kosten

Die Kosten für klassische Geburtsvorbereitungskurse sowie für spezielle Kurse während der Schwangerschaft, z.B. Shiatsu für Schwangere, Yoga für Schwangere, werden nicht von der Krankenkasse übernommen. Sie gelten als Privatleistung und sind daher von den werdenden Eltern zu bezahlen. Einige private Gesundheitsversicherungen beinhalten spezielle Leistungspakete für Schwangerschaft und Geburt. Teilweise werden Geburtsvorbereitungskurse oder alternative Behandlungen beispielsweise Akupunktur im Rahmen eines entsprechenden Tarifs übernommen.

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Kommentare

Kommentar von Estefania |

Ich arbeite als Angestellte Teilzeit (25 Stunden) und vor kurzem begann ich mit einem Job bei einem anderen Arbeitgeber (geringfügig, 12 Stunden pro Woche). Ich bin in der 8. SSW und ich würde dann 3 Tage pro Woche insgesamt 9 Stunden arbeiten. Die anderen zwei Tage maximal 6 Stunden. Ich habe gelesen, 9 Stunden pro Tag ist in Ordnung. Ein Arbeitgeber hat aber gemeint, mehr als 8 Stunden pro Tag sind nicht erlaubt. Was stimmt eigentlich? Ich würde gerne bei beiden Jobs arbeiten, solange ich mich wohlfühle.

Mit freundlichen Grüßen

Estefania

Antwort von Schwanger.at

Hallo Estefania, die gesetzlichen Vorgaben sehen wie folgt aus: eine schwangere Frau darf nicht mehr als 9 Stunden pro Tag und keinesfalls mehr als 40 Stunden pro Woche gesamt arbeiten. Ausnahmen sind keine vorgesehen. Du musst also darauf achten, die zulässige Gesamtarbeitszeit nicht zu überschreiten. Alles Gute!

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