Der Ausflug ins Freibad: Tipps fürs Schwimmen mit dem Baby

Der Sommer ist da und bei diesen Temperaturen steht Abkühlung bei Groß und Klein hoch im Kurs. Im ersten Lebensjahr leiden Babys besonders unter der großen Hitze, da sie ihre Körpertemperatur noch nicht vollständig selbst regulieren können. Natürlich kannst du deinen Nachwuchs ins Freibad oder zum See mitnehmen – für ein unbeschwertes Badevergnügen mit Baby solltest du jedoch ein paar Regeln beachten.

Das erste Lebensjahr

Wir packen die Badetasche

Ob du dein Kind schon ins Freibad mitnimmst oder nicht, hängt ein wenig davon ab, welcher Typ dein Baby ist. Es gibt Kinder, die lieben den Trubel, die beobachten aufmerksam oder dösen einfach vor sich hin, wenn es ihnen zu viel wird. Andere sind eher sensibel und von dem Andrang im Schwimmbad und auf der Liegewiese vielleicht überfordert. Wir empfehlen dir, für die ersten Ausflüge ins Bad Randzeiten zu nutzen. Die Mittagshitze solltest du ohnehin meiden, also bieten sich die späten Morgenstunden oder der frühe Abend an. Wenn du unter der Woche Zeit hast, kannst du auch die Wochenenden meiden, an denen es erfahrungsgemäß die halbe Stadt ins kühle Nass zieht. Für alle, die das Glück haben, in der Nähe eines Sees oder Baggerteichs zu wohnen, gilt das Gleiche.

Kommen wir nun zu den Badesachen und schauen wir uns genau an, was ihr mitnehmen solltet. Eines vorweg: Entweder nimmst du zwei Badetaschen, einen Rucksack und eine Badetasche oder ein richtig großes Modell für den Strand. Schließlich benötigen du und dein Baby eine gute Ausstattung, damit ihr bei eurem Badetag alles dabeihabt, was ihr braucht. Wenn du gar nicht weißt, wo du anfangen sollst, orientiere dich einfach an euren üblichen Ausflügen. Pack für dein Baby all jene Dinge ein, die du routinemäßig mitnimmst, wenn ihr unterwegs seid. Das sind vermutlich Windeln, eine Wickelunterlage, Ersatzgewand, Feuchttücher, Spuckwindeln, Ersatzschnuller, Fläschchen und Säuglingsanfangsnahrung und ein bis zwei Spielzeuge für den Zeitvertreib. Für das Schwimmbad benötigst du nun zusätzlich:

  • Schwimmwindeln, wenn dein Baby ins Wasser gehen soll/es ein Babyplanschbecken gibt.
  • Kopfbedeckung, am besten mit Nackenschutz
  • Je nach Alter des Babys: Schwimmhilfe
  • Einen Babyponcho oder ein Handtuch mit Kapuze
  • Ein mildes Babywaschgel oder eine Waschlotion auf naturkosmetischer Basis, wenn die Haut vom Meerwasser oder Chlor beansprucht wird.
  • Eine Krabbeldecke, Bademuschel oder eine Picknickdecke, wenn ihr euch länger gemütlich aufhalten wollt.
  • Eine dünne Decke oder ein Tuch aus Seide oder Leinen, um dein Baby zu bedecken, wenn es abkühlt.

Ab wann dürfen Babys ins Wasser?

Zu Hause darfst du dein Neugeborenes schon wenige Tage nach der Geburt das erste Mal baden. Deine Hebamme wird dich dabei unterstützen und dir alles zeigen, worauf du achten musst. Bis dein Baby drei oder vier Monate alt ist, solltest du jedenfalls mit dem Planschen im Babyschwimmbecken oder Hallenbad/Freibad warten. Ob Babyschwimmen oder Familienausflug ins Bad, die selbstständige Kopfkontrolle ist eine Voraussetzung dafür, dass dein Baby ins Wasser darf. Und auch wenn es so weit ist, spielt die Dauer des Badeaufenthalts eine große Rolle. Beginne mit ein paar Minuten und steigere dich langsam bis zu einer halben Stunde. Manche Kinder brauchen Zeit, um sich das fremde Gefühl im Wasser zu gewöhnen, andere fühlen sich sofort pudelwohl. Beobachte dein Kind einfach und richte dich intuitiv nach seiner Reaktion. Zieht es euch im Sommer an einen Badesee oder ans Meer, dann denk bitte daran, dass die präferierte Wassertemperatur deines Babys seiner Körpertemperatur ähnelt. Wir sprechen hier als von etwa 36 -38 Grad Celsius, die in natürlichen Gewässern nicht erreicht werden. Dennoch kannst du dein Baby am Ufer mit den Beinchen ins Wasser halten oder am Sandstrand nach Pfützen, in denen ein wenig mit warmem Wasser gepatscht werden kann, suchen.

Tipp: Erkundige dich, ob es in deiner Nähe einen Babyschwimmkurs gibt. Normalerweise werden spezielle Eltern-Kind-Schwimmkurse für Babys ab drei Monaten angeboten. Die Kinder kommen spielerisch mit dem Element Wasser in Berührung und können sich im Wasser frei bewegen. Das fördert die motorische Entwicklung, die Sinneswahrnehmung und macht nebenbei schön müde!

Schutz vor der Sonne

Kommen wir noch zu einem wichtigen Thema, das der Sommer mit sich bringt: Wie schützt du dein Baby richtig vor der Sonne? Im ersten Lebensjahr gilt: Setze dein Kind nie der direkten Sonnenausstrahlung aus. Die Hautschutzbarriere ist noch nicht ausgebildet, das Risiko für einen Sonnenbrand ist groß. Ebenso gefährlich sind Hitzestaus! Suche mit deinem Baby immer den Schatten auf und meide die Mittagshitze zwischen 11 und 16 Uhr. Im Sommer bietet sich luftige Kleidung aus natürlichen Materialien an, und wenn es passt, darf dein Baby ruhig auch einmal nackt oder nur mit einer Windel bekleidet strampeln. Vergiss nicht auf einen dünnen Sonnenhut. Viele Modelle haben auch ein kleines Schild auf der Stirnseite und einen Nackenschutz.

Ob du für dein Baby Sonnencreme verwenden solltest oder nicht, daran scheiden sich die Geister. Grundsätzlich ist die Haut deines Schatzes noch sehr dünn und durchlässig für mögliche Schadstoffe und andere Substanzen, die in Pflegeprodukten enthalten sein können. Daher gibt es die Empfehlung, im ersten Lebensjahr auf Sonnencreme zu verzichten. Das stellt uns gewissermaßen vor ein Dilemma, da die Haut natürlich auch vor einem Sonnenbrand geschützt werden soll. Bewährt hat sich eine Kombination aus mehreren Maßnahmen: Mittagshitze und direkte Sonneneinstrahlung meiden, Sonnenschutz überall dort anbringen, wo es möglich ist (Autofensterschreiben, Kinderwagen aber auch im Garten), und durch lange Kleidung, die jedoch keinen ausreichenden UV-Schutz bietet, eine erste Barriere schaffen. Es gibt auch spezielle UV-Schutzkleidung für Babys und Kleinkinder, dabei gilt es jedoch darauf zu achten, wie atmungsaktiv Oberteil/Unterteil sind.

Wenn dein Baby ein paar Monate alt ist, kann es durchaus Sinn machen, an ausgewählten Stellen Sonnencreme anzuwenden, z. B. wenn ihr Wege habt, auf denen ihr euch für kurze Zeit unweigerlich der Sonne aussetzen müsst. KinderärztInnen raten in diesem Fall zu Cremes oder Lotionen mit einem mineralischen Filter. Zinkoxid und Titanoxid bilden eine Schutzschicht auf der Haut, die wiederum die Sonneneinstrahlung zurückwirft. Sie kann also gar nicht eindringen. Mineralische Sonnencreme hinterlässt einen etwas dickeren weißen Film auf der Haut. Für Babys gibt es spezielle Sonnencremen mit besagten mineralischen Filtern und einem LSF von 50 oder höher.

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 5 und 4.

Mehr erfahren:

Frau hält aufgeschnittene Avocado

Breifreie Beikost

In den ersten Lebensmonaten sind Säuglinge mit Muttermilch oder künstlich hergestellter Milchersatznahrung bestens versorgt. Gemäß österreichischer Beikostempfehlung sollten Eltern zwischen dem 5. Lebensmonat und spätestens mit Ende des 6. Lebensmonates damit beginnen, Still- oder Milchmahlzeiten langsam durch Beikost zu ersetzen. Neben der klassischen Zufütterung von Babybrei hat sich mittlerweile ein weiterer Ernährungstrend etabliert: die breifreie Beikost.

Weiterlesen …

Schwangere fährt mit Auto

Babybauch in Sicherheit: Autofahren in der Schwangerschaft

Mobilität ist mit Kindern und als frisch gebackene Familie ein großes Thema. Aber nicht nur das: Auch in der Schwangerschaft sind sich viele Frauen nicht sicher, ob sie noch wie gewohnt Autofahren oder das Rad benützen können. Alles, was du beim Autofahren beachten musst, erfährst du in diesem Artikel.

Weiterlesen …

Mutter liegt mit Kleinkind im Familienbett

Familienbett und Co-Sleeping

Egal ob es um Einschlafen oder um Durchschlafen geht, der Schlaf ihrer Kleinsten ist für alle Eltern ein wichtiges Thema. Schließlich sind sie es, die von den Gewohnheiten ihres Nachwuchses direkt betroffen sind. Während unsere Mütter und Väter in Punkto Schlafen keine spezielle Strategie verfolgten, gibt es heutzutage zahlreiche Ansätze und Erziehungstheorien, die sich mit dem kindlichen Ruhebedürfnis beschäftigen.

Weiterlesen …

Ernährungsverbote in der Stillzeit

Dein Baby zu stillen ist eine wundervolle und gleichzeitig fordernde Aufgabe. Auch wenn der Körper darauf eingestellt ist, kann es für dich am Anfang dennoch ungewohnt sein. Dein Baby nuckelt etwa alle zwei bis drei Stunden an deiner Brust und erhält dadurch wertvolle Nahrung. In den ersten Monaten benötigt es nichts anderes als die Muttermilch, die in deinem Drüsengewebe produziert wird! Beim Stillen bekommt dein Baby wertvolle Mikro- und Makronährstoffe sowie Abwehrstoffe, die sein Immunsystem unterstützen. Ebenso kann es an der Brust Geborgenheit und Nähe zur Bezugsperson tanken. Das ist auch eine wichtige Form der „Nahrung“ in den ersten Lebensmonaten. Mit der richtigen Ernährung und einem gesunden Lebensstil kannst du die Produktion der Muttermilch positiv beeinflussen und dafür sorgen, dass nur jene Stoffe in die Milch übergehen, die auch für dein Baby sind. Es gibt viele Lebensmittel, mit denen du dich in der Stillzeit stärken kannst – und auch ein paar Tabus.

Weiterlesen …

Melde dich zum Schwanger.at Newsletter an – dich erwarten spannende Artikel, Produkttests und Gewinnspiele!

Bitte rechnen Sie 5 plus 1.