Tipps für die Familienküche

Wie du mit ein paar einfachen Zutaten eine gesunde Mahlzeit zaubern kannst, welche Dinge in deinem Kühlschrank nicht fehlen dürfen und warum Tiefkühlkost manchmal eine echte Alternative ist, erfährst du hier.

Dein Baby hat euren Alltag schon auf links gedreht? Wie schön, herzlich willkommen im Club! Nun gilt es, ein paar kluge Strategien zu entwickeln, die es dir ermöglichen, den Alltag so gelassen wie möglich zu bewältigen. Staubsauger und Putzlappen werden vermutlich nicht mehr ganz so oft zum Einsatz kommen wie noch zuvor. Du wirst vielleicht auch nicht mehr jeden Tag zum Müll gehen (außer mit dem Windeleimer), aber essen musst du natürlich trotzdem. Und für stundenlanges Kochen bleibt momentan nicht sehr viel Zeit.

Kleines Mädchen beim Essen

Die Vorratskammer

Eine schlau gefüllte Vorratskammer ist das A & 0 der schnellen, gesunden Familienküche. Je mehr Zutaten du bereits zu Hause hast, desto weniger haben Ausreden eine Chance. Welche Lebensmittel du einlagerst, hängt natürlich ein wenig von den Essgewohnheiten deiner Familie ab.

Nudeln, Reis und Kartoffeln kommen bei den Kleinsten immer gut an. Mit einer Packung passierter Tomaten und ein paar frischen Kräutern wird daraus im Handumdrehen ein Essen für die ganze Familie. Außerdem nicht fehlen dürfen Hülsenfrüchte wie Bohnen und bunte Linsen, Mais, Kichererbsen, gestückelte oder getrocknete Tomaten, Zucker/Alternative Süßungsmittel wie Reissirup, Mehl sowie Essig/Öl nach Geschmack. Wer exotische Gerichte bevorzugt, der sollte Kokosmilch, Tofu, Würzpaste (z.B. Chilipaste, Sojapaste) und Reisnudeln auf Vorrat kaufen.

Fischliebhaber können für zwischendurch Thunfisch, Makrele oder Sardinenfilets in Dosen oder Gläsern einlagern. Aus Couscous, Hirse, Bulgur und Zartweizen lassen sich schnelle Beilagen oder Salate zaubern. Senf, Sojasauce und getrocknete Kräuter (gibt es auch als Kräutermischung, z.B. Kräuter der Provence, Italienische Kräuter) helfen dabei, Gerichte und Dressings zu verfeinern. Und natürlich benötigst du ein paar ausgewählte Zutaten für das Frühstück: Haferflocken, Brotaufstrich, Honig, Marmelade und Weißbrot.

Tipp: Suppen gehen schnell und lassen sich besonders gut auf Vorrat zubereiten. Du kannst sie tiefkühlen oder einrexen. Für die Zubereitung eines echten Fonds aus Fleisch oder Gemüse, ist vermutlich nicht immer Zeit. Daher empfehlen wir dir die Anschaffung qualitativ hochwertiger Bio-Brühwürfel. Sie kommen ohne Hefe, Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker aus und eignen sich auch zur Herstellung von Saucen.

Das muss in den Kühlschrank

Der Inhalt deines Kühlschrankes richtet sich ebenfalls nach den Vorlieben deiner Familie. Grundsätzlich kommen alle Lebensmittel in den Kühlschrank, die kühl gelagert werden müssen. Dazu zählen: Milch und Milchprodukte (Käse, Topfen, Joghurt, Butter, Rahm) gewisse Gemüsesorten (Zucchini, Gurken), Feta, Wurstwaren, Eier, Fleisch- und Fischprodukte aber auch angebrochene Senf-, Ketchup- und Mayonaiseverpackungen. Bei der Lagerung von Obst im Kühlschrank scheiden sich die Geister. Die einen gehen davon aus, dass Obst gekühlt länger frisch bleibt, andere wiederum meinen, dass gekühltes Obst an Geschmack und Aroma verliert.

Es gilt folgende Faustregel: Steinobst darf in den Kühlschrank, auch Erdbeeren mögen es lieber kalt, Äpfel und Birnen sind ebenfalls kälteunempfindlich. Bananen, Mangos und Südfrüchte sollten lieber bei Zimmertemperatur gelagert werden.

Essen am Familientisch

Mit sechs Monaten wird sich dein Nachwuchs schön langsam für Beikost interessieren und ab etwa 18 Monaten isst er dann am Familientisch mit. Abgesehen von ausgeprägten „Nudelphasen“ lieben kleine Kinder die Abwechslung. Sie sind sehr experimentierfreudig und freuen sich über farbenfrohe Speisen. Pfannen- und Ofengerichte eignen sich für viele Esser, wir denken da beispielsweise an einen Kartoffelauflauf, eine chinesische Reispfanne oder eine Gemüselasagne. Du hast kleine Gemüseverweigerer zu Hause? Dann könntest du versuchen, das Gemüse im Essen zu „verstecken“. Eintöpfe, Getreidelaibchen und selbst gemachte Burger eignen sich für dieses Vorhaben besonders gut. Rohkost wird übrigens attraktiver, wenn du dazu bunte Dips anbietest.

Tipp: lass deine Kinder bei der Zubereitung der Speisen mithelfen. Schon die Kleinsten beobachten das Treiben in der Küche gespannt, größere Kinder dürfen einfache Arbeiten bereits selbst erledigen. Gemeinsam Kochen macht nicht nur Spaß, es schmeckt anschließend auch viel besser.

Wochenbett & Stillzeit

In dieser Phase sind Mamas besonders gefordert. Der Körper muss sich von den Strapazen der Geburt erholen und es dauert ein wenig, bis sich neue Routinen etabliert haben. Während der Still- und Wochenbettzeit benötigst du mehr Energie als sonst. Dein Kalorienbedarf ist erhöht, auch dein Organismus braucht Unterstützung, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Nüsse, Trockenfrüchte, Obst und Stillkugeln sind gute Snacks für Zwischendurch, du kannst sie sogar während dem Stillen essen. Grundsätzlich ist alles erlaubt, worauf du Lust hast. Achte einfach darauf, dass deine Kost so abwechslungsreich und vollwertig wie möglich ist. Idealerweise hast du für das Wochenbett schon während der Schwangerschaft vorgekocht oder du hast jemanden, der dich in der ersten Zeit in der Küche unterstützt.

Praktische Alternative: ein stets gut gefüllter Tiefkühlschrank. Tiefgekühlte Lebensmittel kann man mittlerweile auch online bestellen – so sparst du dir auch gleich die Zeit fürs Einkaufen.

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Was ist die Summe aus 4 und 5?

Mehr erfahren:

Die Hebamme im Wochenbett

Hebammen spielen eine wichtige Rolle in jeder Phase deiner Schwangerschaft. Nach der Geburt übernehmen sie viele Aufgaben rund um die Wochenbettbetreuung der Mutter, sie kümmern sich auch um das Neugeborene. In Österreich besteht übrigens ein Anspruch auf Hebammen-Hilfe – die Krankenkasse bezahlt die Kosten für eine festgelegte Anzahl an Besuchen bei der frisch gebackenen Familie. Wie Hebammen im Wochenbett unterstützen und warum du dich rechtzeitig um deine „Wunschhebamme“ kümmern solltest, erfährst du bei uns.

Weiterlesen …

Dem Baby das Fläschchen geben: So gelingt das Bonding

Dem Baby das Fläschchen geben: So gelingt das Bonding

Muttermilch ist das optimale Nahrungsmittel für dein Kind und beim Stillen tankt es zusätzlich viel Sicherheit und Geborgenheit. Manchmal ist es jedoch so, dass es aus welchen Gründen auch immer mit dem Stillen nicht klappt oder möglich ist. Dann bekommt dein Kind künstliche Säuglingsanfangsnahrung aus dem Fläschchen. Das Bonding muss darunter jedoch nicht leiden. Wenn dein Baby mit dem Fläschchen gefüttert wird, kannst du darauf achten, wie du das Füttern gestaltest. Körpernähe, Blickkontakt und entspannte Atmosphäre tragen dazu bei, dass die Eltern-Kind-Bindung auch gefördert wird, wenn du nicht stillst. Wir haben ein paar Ideen für dich, wie man das Füttern mit dem Fläschchen so angenehm und bindungsorientiert wie möglich gestalten kann. Von den Tipps profitieren übrigens Stillmamas, die gelegentlich Milch abpumpen, damit sie selbst oder eine andere Bezugsperson das Kind zwischendurch versorgen können.

Weiterlesen …

Frau mit Baby auf dem Bett schaut gemeinsam auf Laptop, Familie und Babyzeit.

Online-Kurse für Mama und Babys - Was es gibt, was euch erwartet.

Mittlerweile haben wir uns beinahe schon an das Leben in der Pandemie gewöhnt. Ein Wermutstropfen für alle frisch gebackenen Mamas bleibt jedoch die geltende Regelung für persönliche Treffen in Kleingruppen, die gar nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich sind. Die gute Nachricht: Du musst dennoch nicht auf den Kontakt mit anderen Mamas verzichten. Viele Anbieter haben ihre Trainings und Angebote in den virtuellen Raum übersiedelt. Auch Eltern-Kind- sowie Stillgruppen finden online statt. Welche Möglichkeiten es gibt und was dich in welchem Online-Kurs erwartet, wir haben den Überblick.

Weiterlesen …

Junge Mutter hält ihr Baby

Abpumpen der Muttermilch

Wenn es mit dem Stillen nicht auf Anhieb klappt oder dein Baby zu schwach ist, um direkt an der Brust zu trinken, kannst du es dennoch mit Muttermilch versorgen. Du gewinnst die Milch dann entweder per Hand oder mit Hilfe einer Pumpe. Abpumpen ist vor allem empfehlenswert, wenn du größere Milchmengen benötigst und dein Kind regelmäßig Muttermilch erhalten soll. Vollstillende Mütter nutzen diese Form der Milchgewinnung manchmal auch, um etwas Unabhängigkeit zu erlangen oder unterwegs, (z.B. am Arbeitsplatz), die Brust zu entleeren.

Weiterlesen …

Melde dich zum Schwanger.at Newsletter an – dich erwarten spannende Artikel, Produkttests und Gewinnspiele!

Bitte rechnen Sie 5 plus 2.