Häufige Fragen in der Schwangerschaft

Gerade einmal ein paar Wochen alt, gelingt es dem Nachwuchs in Mamis Bauch bereits, das Leben der Eltern gehörig auf den Kopf zu stellen. Man steht vor einem spannenden Lebensabschnitt und mit einem Schlag ist vieles nicht mehr so, wie es früher war. Dazu gesellen sich jede Menge Fragen und Unsicherheiten, die sich hauptsächlich um die Gesundheit von Mutter und Kind drehen: worauf muss ich als Schwangere achten? Müssen wir den geplanten Urlaub stornieren? Ist Sex noch erlaubt? Was tun, wenn man auf die regelmäßige Einnahme von Medikamenten angewiesen ist? Schwanger.at bringt die häufigsten Fragen und deren Antworten auf den Punkt:

Ich bin schwanger. Muss ich nun Stützstrümpfe tragen?

Immer wieder hört oder liest man, dass Schwangere Kompressionsstrümpfe tragen sollten. Aber bedeutet das automatisch, dass jede Frau während der Schwangerschaft Stützstrümpfe braucht? Die Antwort lautet: Nein, nicht jede Schwangere ist betroffen. Es hängt stark von der individuellen Veranlagung und dem Gesundheitszustand ab. Dennoch gibt es bestimmte Faktoren, die das Tragen von Kompressionsstrümpfen sinnvoll machen.

Warum sind Kompressionsstrümpfe in der Schwangerschaft hilfreich?

Während der Schwangerschaft steigt die Blutmenge im Körper deutlich an, um die Versorgung des Babys sicherzustellen. Dadurch zirkuliert mehr Blut durch die Venen, die aufgrund des Hormons Progesteron ohnehin geweitet und entspannter sind. Gleichzeitig wächst die Gebärmutter. Das zusätzliche Gewicht des Babys kann auf die untere Hohlvene und das Becken pressen. Dies führt zu einem erhöhten Druck auf die Beinvenen, was die Entstehung von Krampfadern und geschwollenen Beinen begünstigt. Besonders gefährdet sind Frauen, die bereits vor der Schwangerschaft mit Venenproblemen oder Krampfadern zu kämpfen hatten oder eine genetische Veranlagung dafür mitbringen. Auch längerfristiges Sitzen oder Stehen, etwa im Beruf, kann das Risiko von Venenproblemen erhöhen.

Wann sollten Schwangere Stützstrümpfe tragen?

Kompressionsstrümpfe üben leichten Druck auf die Beinvenen aus, wodurch der Blutfluss verbessert und das Risiko von Schwellungen, schweren Beinen und Krampfadern minimiert wird. Sie sind besonders sinnvoll, wenn:

  • es in deiner Familie Fälle von Krampfadern und anderen Venenproblemen gibt,
  • du bereits vor der Schwangerschaft unter Krampfadern, schweren und schmerzenden Beinen gelitten hast.

Die Stützstrümpfe sind bei den Betroffenen primär in der zweiten Schwangerschaftshälfte hilfreich, weil dann die Belastung auf den Körper besonders hoch ist. Besprich dich mit deinem Arzt zum Thema Stützstrümpfe in der Schwangerschaft.

Kompressionsstrümpfe gibt es in verschiedenen Stützklassen, die individuell angepasst werden können, um den optimalen Druck auszuüben. Die Stützstrümpfe sollten in der richtigen Größe und mit der passenden Stützkraft ausgewählt werden. Sie dürfen weder zu eng noch zu locker sitzen und müssen je nach Problemzone bis zu den Oberschenkeln oder dem Knie reichen. Lass dich am besten in einer Sanitätshaus-Fachabteilung beraten, wo die Strümpfe individuell angepasst werden, damit sie weder rutschen noch einschnüren. Kompressionsstrümpfe sollten idealerweise morgens direkt nach dem Aufstehen angezogen werden, wenn die Beine noch nicht geschwollen sind.

Wichtig: Solltest du plötzlich starke Schwellungen in den Beinen, Schmerzen, Rötungen oder eine unerklärliche Schwere verspüren, könnte dies auf eine tiefe Beinvenenthrombose hinweisen. In solchen Fällen solltest du sofort deine Ärztin oder deinen Arzt aufsuchen, um mögliche Komplikationen auszuschließen.

Was kann ich zusätzlich für meine Venen tun?

Neben Kompressionsstrümpfen kannst du deine Venen auf natürliche Weise unterstützen, indem du regelmäßig Bewegung in den Alltag einbaust. Leichte Sportarten wie Schwimmen, Spazierengehen oder sanftes Yoga regen die Blutzirkulation an und beugen Schwellungen vor. Auch das Hochlegen der Beine für einige Minuten täglich kann helfen, den Druck von den Venen zu nehmen.

Tipp: Wenn trockene Haut oder Juckreiz durch das Tragen der Strümpfe entstehen, helfen Cremes und Salben mit rotem Weinlaub. Diese fördern die Durchblutung und wirken beruhigend auf die Haut.

Ich bin sehr anfällig für Erkältungen. Wie kann ich in der Schwangerschaft vorbeugen?

Erkältungen und grippale Infekte können in der Schwangerschaft tatsächlich häufiger vorkommen. Schuld daran ist eine Schwächung der Immunabwehr. Schließlich hat der weibliche Organismus damit alle Hände voll zu tun, dem ungeborenen Baby die bestmöglichen Wachstumsbedingungen zu bescheren.

Weiterlesen …

Gefährdet ein verkürzter Gebärmutterhals mein Baby?

Im Rahmen der Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen wird regelmäßig die Länge des Gebärmutterhalses (Cervixlänge) gemessen. Der Gebärmutterhals verbindet den äußeren mit dem inneren Muttermund und ist von Frau zu Frau unterschiedlich lang. Wenige Wochen vor der Geburt beginnt er damit, sich zu verkürzen.

Weiterlesen …

Wo beantrage ich Wochengeld, Kinderbetreuungsgeld und Familienbeihilfe?

Wochengeld wird ab der 8. Woche vor dem errechneten Geburtstermin und bis zur 8. Woche nach der Entbindung ausbezahlt. Es dient dazu, den Verdienstentgang während der Mutterschutzzeit (Beschäftigungsverbot für Mütter) auszugleichen. Wochengeld wird bei jenem Sozialversicherungsträger beantragt, bei dem die Schwangere zuletzt versichert war. Die Antragstellung für Kinderbetreuungsgeld erfolgt ebenfalls beim zuständigen Sozialversicherungsträger.

Weiterlesen …

Ich habe Senkwehen! Wie lange dauert es noch bis zur Geburt?

Sie treten gewöhnlich ein paar Wochen vor der Geburt auf und sind ein Zeichen dafür, dass sich der Körper auf das bevorstehende Ereignis vorbereitet.

Weiterlesen …

Melde dich zum Schwanger.at Newsletter an – dich erwarten spannende Artikel, Produkttests und Gewinnspiele!

Was ist die Summe aus 9 und 5?