Arbeiterkammer testet Baby-Bodys auf Hautverträglichkeit

Die Haut von Neugeborenen und Babys ist besonders empfindlich, da ihre Barriere- und Schutzfunktionen noch nicht ausreichend entwickelt sind. Der Konsumentenschutz der AK (Arbeiterkammer) Oberösterreich hat unlängst zehn Baby-Bodys unter die Lupe genommen und sie auf Hautfreundlichkeit getestet. Zwei Bodys haben nicht überzeugt, die restlichen acht wurden positiv beurteilt.

Bedenkliche Inhaltsstoffe

Die Auswahl der Bodys wurde nach dem Zufallsprinzip getroffen, geprüft wurden zehn Bodys unterschiedlichster Preisklassen und Marken. Das günstigste Produkt kostete 71 Cent, der teuerste Body kam auf sieben Euro. Während drei Bodys aus Bio-Baumwolle gefertigt wurden, bestanden die anderen Test-Bodys aus herkömmlicher Baumwolle. Bis auf zwei Bodys schnitten alle Exemplare gut ab. Sie erwiesen sich im Labor als hautfreundlich, bedenkliche Inhaltsstoffe konnten keine nachgewiesen werden. Der Liegelind Baby-Body von NKD sowie ein Bio-Body des Herstellers C & A haben die biologische Prüfung hingegen nicht bestanden. Sie können Hautirritationen hervorrufen. Im Body „Rock“ von Mango wurden deutlich erhöhte Tensid-Netzmittelrückstände gefunden. Zudem entdeckten die Tester Alkylphenolverbindungen wie Nonylphenolethoxylate (NPEO) und Nonylphenol (NP). Es handelt sich hierbei um Inhaltsstoffe, die in Europa nicht zulässig sind, da sie ins Grundwasser übergehen und die Gewässerfauna gefährden.

Und so wurde getestet: die ChemikerInnen im Labor setzten die Test-Bodys mit einer künstlich erstellten Schweißlösung in Verbindung. Daraus wurde ein Substrat gewonnen, das auf lebende Zellen aufgetragen wurde. Nach 24 Stunden folgte eine Analyse der Zellen – bei einer Überlebensrate von über 70% konnte dem jeweiligen Body Hautverträglichkeit attestiert werden.

Empfehlung der Konsumentenschützer

Eltern wird generell empfohlen, neue Kleidung für Babys und Kleinkinder vor dem Gebrauch sorgfältig zu waschen. Oftmals genügt bereits ein Waschgang, um chemische Rückstände zu entfernen. Wer möchte, kann Kleidungsstücke vor dem Tragen öfter waschen oder auf Second-Hand-Kleidung umsteigen. Letztere ist üblicherweise gar nicht mehr belastet und sehr hautverträglich. Die Konsumentenschützer der AK raten außerdem beim Kauf von Textilien, jene mit dem GOTS-Siegel zu bevorzugen. GOTS steht für Global Organic Textile Standard. Der Textilstandard garantiert die Einhaltung höchster ökologischer sowie sozialer Kriterien entlang der gesamten Produktionskette in der Textilbranche.

Die Testergebnisse findest du im Detail unter: https://ooe.arbeiterkammer.at/service/testsundpreisvergleiche/tests/KI_2018_T_Babybodys.pdf

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