Schlaf gut: Einrichtungsideen fürs Familienschlafzimmer

Es ist eines der Themen, das am häufigsten im Familien- und Freundeskreis und mit anderen Eltern besprochen wird: der Schlaf. In den ersten Lebensmonaten deines Babys bekommt ihr vermutlich nicht genug davon, und auch wenn die Kinder größer werden, gibt es immer wieder Phasen (z. B. Krankheit, Zahnen, Entwicklungsschub), in denen ihr mit nächtlichen Unterbrechungen umgehen müsst. Etwa bis zum Schulalter, bei manchen auch darüber hinaus, hat es sich bewährt, alle Familienmitglieder in einem Schlafzimmer unterzubringen. Das hat den Vorteil, dass ihr in der Nacht schnell reagieren könnt, wenn der Nachwuchs etwas braucht. Zudem ist es erwiesen, dass sich Kinder in der Gegenwart ihrer Eltern leichter beruhigen. Wir haben ein paar Tipps für euch, wie man ein Familienschlafzimmer so gestaltet, dass Groß und Klein einen erholsamen Schlaf und ausreichend Raum für sich finden.

Eine gesunde Schlafumgebung für dein Baby

Wenn du ein Baby bekommst, dann wird es deinen gewohnten Alltag auf eine sehr liebevolle, aber bestimmte Art und Weise auf den Kopf stellen. Ungefähr bis zum sechsten Lebensmonat haben Babys noch keinen etablierten Tag- und Nachtrhythmus. Sie müssen sich erst an das Leben außerhalb des Mutterleibs gewöhnen. Die Geräuschkulisse ist ganz anders, ebenso sind die Lichtverhältnisse fremd. In den ersten Wochen haben Babys jedenfalls ein erhöhtes Schlaf- und Ruhebedürfnis. Auf diese Art und Weise können sie die vielen neuen Eindrücke verarbeiten und in dieser für sie so neuen Welt ankommen. Ausreichend Schlaf sorgt außerdem für eine gesunde Entwicklung, das hat die Natur sehr schlau eingerichtet. Neugeborene benötigen 16-20 Stunden Schlaf.

Im zweiten Lebensjahr sind es immerhin noch 12-14 Stunden Schlaf. Hierbei handelt es sich um allgemeine Richtwerte. Manche Babys benötigen viel weniger Schlaf, andere brauchen phasenweise sogar noch ein paar Stunden mehr. Wir wissen über den Schlaf deines Babys, dass sich die Kinder ihre Schlafphasen gewissermaßen über Tag und Nacht aufteilen. Sie schlafen tagsüber zwei bis vier Stunden, dann sind sie für eine kurze Zeit wach. In dieser Wachphase möchten sie trinken, gewickelt, getragen oder bespaßt werden. Dann werden sie wieder müde und es ist Zeit für das nächste Nickerchen (vielleicht auch im Kinderwagen, im Tragetuch oder im Stubenwagen).

In der Nacht schläft dein Baby idealerweise im Eltern- oder Familienschlafzimmer. Du kannst es in ein Bestellbettchen oder in eine sogenannte Babybucht legen, die direkt an das Elternbett angeschlossen wird. Ebenso kann es im eigenen Kinderbettchen liegen. Damit es auch wirklich gut und sicher schlafen kann, solltest du dich darum kümmern, eine optimale Schlafumgebung zu schaffen.

Folgende Aspekte sind bei der optimalen Schlafumgebung zu beachten:

  • Dein Baby benötigt keine Decke und auch keinen Kopfpolster. Es schläft am sichersten in seinem eigenen Babyschlafsack. Auch auf zusätzliche Kissen, Zierpolster und Stofftiere solltest du verzichten.
  • Die ideale Raumtemperatur liegt zwischen 16 und 18 Grad. Babys können ihre Körpertemperatur noch nicht ausreichend selbst regulieren. Ein regelmäßiger Check im Nacken deines Babys gibt dir Auskunft darüber, ob es deinem Kind gerade zu warm oder zu kalt ist.
  • Stillen senkt erwiesenermaßen das SIDS (Sudden Infant Death Syndrome) Risiko. Gewöhne dir an, im Liegen zu stillen. Dadurch kannst du die nächtlichen Stilleinheiten für euch beide so gemütlich wie möglich gestalten.
  • Die Schlafumgebung sollte selbstverständlich rauchfrei sein.
  • Bild- und Geräuschquellen wie Fernseher, Radio oder Klimageräte sollten im Schlafzimmer keinen Platz finden.

Das Familienbett

Eine andere Möglichkeit, den Schlaf zu gestalten, ist das Co-Sleeping. Darunter versteht man, dass alle Familienmitglieder in einem großen Bett schlafen. Aus Sicht der Entwicklungsforschung stärkt das gemeinsame Schlafen in einem Bett die Bindung zwischen Eltern und Kind. Kinder fühlen sich geborgen und sicher. Schließlich spüren sie auch in der Nacht die Anwesenheit ihrer engsten Bezugspersonen.

In den ersten Lebensmonaten gleichen sie sogar ihren Atemrhythmus an den der Eltern an. Wenn du stillst, ist es zudem sehr praktisch, da du dein Baby nur ein wenig zu dir schieben musst, sobald es in der Nacht hungrig wird. Ist es satt, schlafen beide einfach gemütlich weiter. Manchmal schläft dein Baby auch schon beim Stillen wieder ein. Dann musst du es nicht in ein eigenes Bettchen heben oder tragen, du legst es einfach sanft neben dich ab. Dadurch werden die Nächte ruhiger und weniger „bewegt“.

Diese Tipps haben wir für dich, damit das Co-Sleeping gelingt:

  • Alle Familienmitglieder müssen genug Platz haben. Du kannst ein bestehendes Doppelbett durch Einzelbetten erweitern oder ein Matratzenlager (mit Lattenrost) am Boden errichten. Für all jene, die es etwas komfortabler mögen, gibt es auch die Möglichkeiten, Boxspringbetten individuell in der Größe eines Familienbetts zu gestalten.
  • Babys benötigen eine mittelfeste Unterlage – beachte das bitte bei der Wahl der Matratze bzw. des Toppers.
  • Vermeide eine Überhitzung des Babys – Raumtemperatur im Familienschlafzimmer bitte entsprechend regulieren.
  • Ältere Geschwisterkinder bitte nicht neben dem Baby platzieren. Idealerweise schlafen Babys neben der Mama.
  • Stofftiere, Zierkissen, Kuschelpolster und andere Dekogegenstände nehmen im gemeinsamen Bett nur unnötigen Platz weg. Zudem erhöhen sie das SIDS-Risiko deines Babys.

Ein Schlafzimmer für alle

Wenn du in deinem Haus oder deine Wohnung über die räumlichen Möglichkeiten verfügst, ist ein Familienschlafzimmer mit getrennten Schlafbereichen eine tolle Option. Du kannst dir das so vorstellen wie ein Zimmer, das sich wiederum in kleinere „Unterzimmer“ teilt. Voraussetzung ist natürlich, dass du einen möglichst großen Raum zur Verfügung hast. In diesem Raum richtest du dann einen Elternschlafbereich ein, einen oder zwei Schlafbereiche für ältere Geschwisterkinder und einen Schlafbereich für dein Baby, der in den ersten Monaten direkt an den Elternschlafbereich angeschlossen ist. Vorteil dieser Variante: Jeder/jeder hat Privatsphäre und kann sich ein Bett gemäß seinen Bedürfnissen wählen. Dennoch schlafen alle gemeinsam in einem Zimmer – die Kinder fühlen sich durch die Anwesenheit der Eltern geborgen und gut beschützt.

Eine Idee wäre es, den Elternschlafbereich so gemütlich wie möglich zu gestalten, eben genau so, wie man auch ein Schlafzimmer einrichten würde. Ergänzt wird das Bett durch zwei Nachtkästchen, gemütliche Teppiche links und rechts vom Bett, Leselampen oder eine Wohnzimmerlampe, die für eine wohnliche Atmosphäre sorgt. Eine Bettbank oder ein halb-hohes Regal vor dem Bett bietet praktischen Stauraum und kann gleich als Raumteiler genutzt werden. Im Schlafbereich der Kinder sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Wenn der Nachwuchs schon älter ist, kann er eigene Wünsche und Vorstellungen einbringen. Auch die Kinderbereiche können bei Bedarf voneinander getrennt werden, z. B. durch Raumteiler, Vorhänge oder Kommodentische, die gleich als Ablage für Kinderbücher und Spielsachen dienen.

Tipp: Manchmal ist es für Kinder einfach schwer, in den Schlaf zu finden. Daran ändert auch das Familienschlafzimmer nichts. Einschlafrituale, die sich immer wiederholen, fixe Schlafenszeiten und natürliche Schlafhilfen wie Duftsäckchen oder warme Socken helfen beim Einschlafen.

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