GYNIAL startet Aufklärungskampagne zur Pille

Das österreichische Pharmaunternehmen GYNIAL hat eine Kampagne zum Thema Verhütung ins Leben gerufen. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt beim Themenkomplex „Individuelle Verhütung mit Verantwortung“. Ziel der Kampagne ist die Auseinandersetzung mit der Pille und ihren Nebenwirkungen. Zudem möchte man seitens des Unternehmens hervorheben, wie wichtig die umfassende Aufklärung und Beratung durch den betreuenden Frauenarzt/die betreuende Ärztin sind.

Im Rahmen des Kampagnenstarts lud GYNIAL am 17.10. 2018 in die eigenen Räumlichkeiten zu einer Gesprächsrunde unter dem Motto „Die Pille: Verhütungs-Wunder oder Risiko auf Rezept? Der pro und contra Talk“. Es diskutierten u.a. Sina Hochleutner, Bloggerin von „Generation Pille“ & Autorin von „Hautklar. Das Buch für eine reine Haut nach dem Absetzen der Pille“ sowie Dr. Andreas Nather, Facharzt für Gynäkologie & Geburtshilfe von Woman & Heath.

Die Pille als beliebtestes Verhütungsmittel

Erfunden wurde die Anti-Baby-Pille von Carl Dejerassi im Jahr 1960. 2018 ist sie jene Verhütungsmethode, für die sich Frauen in Österreich am häufigsten entscheiden. Studien zeigen, dass etwa jede fünfte Frau hierzulande auf die Pille vertraut, wenngleich auch eine zunehmende Skepsis zu beobachten ist. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der Kombinationspille und der östrogenfreien Pille. Letztere enthält nur das Gelbkörperhormon Gestagen und wird 28 Tage lang durchgehend genommen, eine Pillenpause gibt es nicht. Kombinationspräparate setzen sich aus Gestagen und Östrogen zusammen. Die Verlässlichkeit der Pille ist bei allen Präparaten äußerst hoch. Der Pearl-Index der östrogenfreien Pille liegt zwischen 0,14 und 0,4. Kombinationspillen haben einen Index von < 0,1 - 0,9. Der Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft ist unbestritten, die möglichen Auswirkungen auf die Frauengesundheit sind jedoch immer wieder Thema, sowohl in Expertenkreisen als auch bei den Anwenderinnen.

Risikofaktoren

Elisabeth Pichler, Business Development und Unternehmenssprecherin für GYNIAL Österreich sowie Geschäftsführerin von GYNIAL Schweiz, erklärt die Beweggründe für die Aufklärungskampagne: „In vielen Gesprächen mit ÄrztInnen und ApothekerInnen haben wir festgestellt, dass es bei der Pille nur mehr Weiß oder Schwarz gibt, also nur Pro oder Contra. Dabei fehlt es oft beiden Seiten an dem nötigen Wissen. Denn gerade bei dieser Form der Verhütung ist individuelle Aufklärung durch den Arzt oder die Ärztin enorm wichtig. Nicht jede Pille eignet sich für jede Frau. Es gibt bestimmte Risikofaktoren, die für die Auswahl einer Pille entscheidend sind oder diese Verhütungsvariante sogar ausschließen können. Alternativen wären zum Beispiel die Hormonspirale oder hormonfreie Verhütungsmethoden wie die Kupferspirale oder die Kupferkette."

Welche Form der Verhütung empfehlenswert ist, hängt also wesentlich von individuellen Faktoren ab. Im Gespräch mit dem Arzt/der Ärztin sind daher folgende Punkte zu klären:

  • Ist die Patientin Raucherin?
  • Leidet die Patientin an Übergewicht, Migräne oder Bluthochdruck?
  • Wie alt ist die Patientin?
  • Wird ein Baby gestillt?
  • Hat die Patientin eine starke und/oder schmerzhafte Regelblutung und/oder Zyklusstörungen?

Dr. Andreas Nather, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, hält fest: „Die Pille ist laut Pearl-Index mit 0,1 bis 0,9 eine der sichersten Verhütungsmethoden, denn dies entspricht einer 99-prozentigen Sicherheit. Aber natürlich hat sie, so wie jedes andere Medikament auch, Nebenwirkungen, die jede Frau mit ihrem Arzt oder der Ärztin ihres Vertrauens abklären lassen muss. Ob und welche Pille die individuell richtige Wahl ist, hängt vom Alter einer Frau, ihrem Gewicht, etwaigen familiären Vorbelastungen und dem individuellen Lebensstil ab. Die Entscheidung für oder gegen eine Pille ist daher genauso ernsthaft zu treffen wie jene über die Einnahme jedes anderen Medikamentes. Denn die Pille ist kein Lifestyle-Produkt.“

Über GYNIAL

GYNIAL ist ein österreichisches Pharmaunternehmen mit Firmensitz in Wien. Es wurde 2007 gegründet, Arbeitsschwerpunkte sind Gynäkologie und Frauengesundheit.

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Mehr erfahren:

Junge Mutter stillt ihr Baby im Bett

Medikamente in der Stillzeit

Kommen wir nun zu einem heiklen Thema: Stillen und die Einnahme von Medikamenten. Es lässt sich nicht verhindern, dass du krank wirst, selbst wenn du stillst. Zudem gibt es einige Mütter, die auf die regelmäßige Einnahme von bestimmten Wirkstoffen angewiesen sind, spezielle Erkrankungen können ebenso eine Behandlung erforderlich machen. Wenn eine medikamentöse Therapie notwendig ist, bedeutet das jedoch nicht, dass du dein Baby abstillen musst. Eine Vielzahl der gängigen Präparate darf auch in der Stillzeit verordnet werden, nur wenige Medikamente sind mit dem Stillen nicht kompatibel.

Weiterlesen …

Hand hält eine Packung Antibabypillen vor weißem Hintergrund.

Verhütung nach der Geburt

Wenn du nach einer Schwangerschaft wieder sexuell aktiv sein möchtest, solltest du dir in jedem Fall Gedanken über das passende Verhütungsmittel machen. Bei der gynäkologischen Kontrolluntersuchung wird dein Frauenarzt/deine Frauenärztin mit dir über verschiedene Möglichkeiten sprechen. Dabei spielen der mögliche Wunsch nach einem weiteren Kind sowie das Stillen eine Rolle. Barrieremethoden sind in der Stillzeit die Mittel der Wahl. Wenn dein Kind Säuglingsanfangsnahrung bekommt, kannst du auch auf hormonelle Verhütungsmittel zurückgreifen.

Weiterlesen …

Die Hebamme im Wochenbett

Hebammen spielen eine wichtige Rolle in jeder Phase deiner Schwangerschaft. Nach der Geburt übernehmen sie viele Aufgaben rund um die Wochenbettbetreuung der Mutter, sie kümmern sich auch um das Neugeborene. In Österreich besteht übrigens ein Anspruch auf Hebammen-Hilfe – die Krankenkasse bezahlt die Kosten für eine festgelegte Anzahl an Besuchen bei der frisch gebackenen Familie. Wie Hebammen im Wochenbett unterstützen und warum du dich rechtzeitig um deine „Wunschhebamme“ kümmern solltest, erfährst du bei uns.

Weiterlesen …

Junge Mutter hält ihr Baby

Abpumpen der Muttermilch

Wenn es mit dem Stillen nicht auf Anhieb klappt oder dein Baby zu schwach ist, um direkt an der Brust zu trinken, kannst du es dennoch mit Muttermilch versorgen. Du gewinnst die Milch dann entweder per Hand oder mit Hilfe einer Pumpe. Abpumpen ist vor allem empfehlenswert, wenn du größere Milchmengen benötigst und dein Kind regelmäßig Muttermilch erhalten soll. Vollstillende Mütter nutzen diese Form der Milchgewinnung manchmal auch, um etwas Unabhängigkeit zu erlangen oder unterwegs, (z.B. am Arbeitsplatz), die Brust zu entleeren.

Weiterlesen …

Melde dich zum Schwanger.at Newsletter an – dich erwarten spannende Artikel, Produkttests und Gewinnspiele!

Bitte addieren Sie 3 und 2.