Zentrale Geburtsanmeldung der Stadt Wien – Alle Infos auf einen Blick

Mit Februar starten der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) und die Vinzenz Gruppe ein neues Service für Schwangere. Die Anmeldung für eine Geburt in der Wunschklinik ist ab sofort zentral unter www.geburtsinfo.wien oder telefonisch (+43 1/90801) möglich. Wie die Anmeldung funktioniert und worauf du achten musst – wir waren bei der Präsentation der Stadt Wien vor Ort.

Wunsch-Klinik in drei Schritten sichern

Schwangere, die in einem öffentlichen Spital ihrer Wahl entbinden möchten, müssen sich mitunter relativ früh (manchmal sogar noch vor der Schwangerschaft) für die Geburt in der entsprechenden Wunsch-Einrichtung vormerken lassen. Erschwert wird der Umstand durch Engpässe in bestimmten Krankenhäusern und unterschiedliche Anmeldefristen. Nun gibt es ein neues zentrales Anmeldesystem für Geburten in öffentlichen Spitälern:

  1. Wenn du ein Kind erwartest, kannst du dich online unter www.geburtsinfo.wien oder am Servicetelefon: +43 1/90 801 (Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr) für die Geburt anmelden. Im Zuge der Registrierung wählst du drei Wunsch-Kliniken für die Entbindung. Anschließend wird dir eine Bestätigung über die Anmeldung per Post zugestellt.
  2. Ab der 22. Schwangerschaftswoche bekommst du wiederum auf postalischem Weg eine Information darüber, welche Klinik für dich reserviert wurde.
  3. Im letzten Schritt musst du einen Termin bei der reservierten Klinik vereinbaren und dich vor Ort persönlich anmelden. Im Zuge der Anmeldung finden das erste Anamnesegespräch und die administrative Aufnahme statt. Üblicherweise gibt es auch die Möglichkeit, die Entbindungsstation zu besichtigen bzw. mit einer Hebamme zu sprechen. Bei der persönlichen Anmeldung benötigst du folgende Unterlagen: den Reservierungs-Brief der Stadt Wien, deine E-Card, den Mutter-Kind-Pass, einen Lichtbildausweis und aktuelle Befunde.

Das Anmeldeformular auf der Website ist einfach zu verstehen und in sechs Sprachen (deutsch, arabisch, englisch, farsi, russisch, türkisch) verfügbar. Wer keinen Internet-Zugang hat, der kann die Anmeldung über das Service-Telefon vornehmen. Das zentrale Anmeldesystem soll eine bessere Umverteilung sowie eine effiziente Nutzung von Kapazitäten ermöglichen. Das verdeutlicht Evelyn Kölldorfer-Leitgeb, Generaldirektorin KAV: „Uns ist wichtig, dass jede Frau, die in einem öffentlichen Spital entbinden möchte, auch die Möglichkeit dazu hat. Um das sicher zu stellen, haben wir gemeinsam ausreichend Kapazitäten vorgesehen. Das neue Tool ermöglicht auch eine bessere Steuerung der vorhandenen Kapazitäten, da eine Datenbank alle Anmeldungen zusammenführt und jederzeit einen Überblick über belegte und freie Geburtsplätze ermöglicht“.

Entscheidung für einen Geburtsort

Auch wenn es in den ersten Wochen noch kein Thema ist, mit Voranschreiten deiner Schwangerschaft wirst du dir viele Gedanken darüber machen, wo du dein Baby entbinden möchtest. Die Stadt Wien hat gemeinsam mit dem Wiener Krankenanstaltenverbund und der Vinzenz Gruppe für 2019 mehr als 18.000 Geburtsplätze in öffentlichen Spitälern geschaffen. Eine Liste der Spitäler sowie eine Kurzbeschreibung der Geburtseinrichtung findest du ebenfalls unter www.geburtsinfo.wien. Alternativ besteht die Möglichkeit, dein Kind in einem Privatspital zu gebären. Wenn du eine private Krankenversicherung hast, werden die Kosten für die Geburt erstattet, die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt nur einen Teil – für den restlichen Betrag musst du selbst aufkommen. Wir empfehlen dir, dich im Vorfeld sowohl bei deiner Krankenkasse als auch im Privatspital zu erkundigen, mit welchen Kosten zu rechnen ist. Der Großteil aller Privatspitäler bietet auch die Möglichkeit, deine eigene Hebamme (Wahlhebamme) zur Geburt mitzubringen. Etwa 1% aller Schwangeren entscheidet sich für eine Entbindung in den eigenen vier Wänden. Voraussetzungen für eine Hausgeburt sind eine komplikationsfrei verlaufende Schwangerschaft, die kontinuierliche Betreuung durch eine Hebamme sowie das Treffen entsprechender Vorbereitungen. Wenn du eine Hausgeburt planst, solltest du dich relativ früh mit deiner Hebamme in Verbindung setzen.

Wo du dein Kind letztlich entbinden kannst, hängt nicht nur von deinen Wünschen, sondern auch von anderen Faktoren ab. Es gibt Situationen, in denen eine Entbindung im Krankenhaus unbedingt erforderlich ist. Beispielsweise bei Beckenendlage, bei einem geplanten Kaiserschnitt oder Erkrankungen des Babys.

Hebammen-Sprechstunde im Mutter-Kind-Pass

Seit März 2014 ist im Rahmen der Mutter-Kind-Pass-Vorsorge auch eine kostenlose Hebammensprechstunde vorgesehen. Schwangere können zwischen der 18. und 22. Schwangerschaftswoche ein Beratungsgespräch bei einer Hebamme ihrer Wahl in Anspruch nehmen. Diese Sprechstunde bietet die Gelegenheit, offene Fragen rund um Hebammenleistungen, den individuellen Schwangerschaftsverlauf sowie zur Geburt zu klären. Hebammen beraten bei der Wahl des Geburtsortes, klären über die unterschiedlichen Methoden der Geburtsvorbereitung auf und geben allgemeine Auskünfte zur Gesundheitsvorsorge in der Schwangerschaft. Das Beratungsgespräch dauert eine Stunde. Seitens des Hebammengremiums empfiehlt man die rechtzeitige Anmeldung bei der „Wunsch-Hebamme“, da auch hier die Kapazitäten naturgemäß begrenzt sind.

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