Häufige Fragen in der Schwangerschaft

Gerade einmal ein paar Wochen alt, gelingt es dem Nachwuchs in Mamis Bauch bereits, das Leben der Eltern gehörig auf den Kopf zu stellen. Man steht vor einem spannenden Lebensabschnitt und mit einem Schlag ist vieles nicht mehr so, wie es früher war. Dazu gesellen sich jede Menge Fragen und Unsicherheiten, die sich hauptsächlich um die Gesundheit von Mutter und Kind drehen: worauf muss ich als Schwangere achten? Müssen wir den geplanten Urlaub stornieren? Ist Sex noch erlaubt? Was tun, wenn man auf die regelmäßige Einnahme von Medikamenten angewiesen ist? Schwanger.at bringt die häufigsten Fragen und deren Antworten auf den Punkt:

Was sind sogenannte Übungswehen?

Übungswehen, oft auch als Vorwehen oder Braxton-Hicks-Kontraktionen bezeichnet, sind Muskelbewegungen, durch die die Gebärmutter bereits für die Geburt trainiert wird. Sie können ab der 20. Schwangerschaftswoche auftreten. Eine Übungswehe erkennen Schwangere an einer Verhärtung des Bauchs für wenige Sekunden und einem damit verbundenen Anspannungsgefühl. Die Anspannung lässt nach kürzester Zeit nach, und der Bauch sollte sich dann wieder weich und geschmeidig anfühlen.

Diese Wehen werden auch wilde Wehen genannt, da sie in unregelmäßigen Abständen und manchmal mehrmals pro Tag auftreten können. Auch wenn sie ungewohnt erscheinen, besteht kein Grund zur Sorge, da Übungswehen eine wichtige Funktion in der Vorbereitung des Körpers auf die Geburt erfüllen.

Wie fühlen sich Übungswehen an?

Übungswehen sind in der Regel nicht schmerzhaft, sondern äußern sich als leichte Anspannung im Unterbauch und/oder eine Verhärtung des gesamten Bauchs. Manche Frauen empfinden sie auch als leicht schmerzhaft, wie eine Art Muskelkrampf. Dieser sollte jedoch schnell wieder nachlassen. Übungswehen sind unregelmäßig und dauern nur wenige Sekunden bis zu einer Minute. Sie sollten keine starken Schmerzen verursachen und klingen in der Regel von selbst ab.

Tipp: Wenn du dir unsicher bist, ob es sich um Übungswehen oder echte Wehen handelt, kannst du ein warmes Bad nehmen. Übungswehen lassen meist nach, während echte Wehen stärker werden.

Wie unterscheiden sich Übungswehen von echten Wehen?

Ein wichtiger Unterschied zwischen Übungswehen und echten Wehen liegt in der Intensität und Regelmäßigkeit. Echte Wehen werden im Laufe der Zeit stärker, schmerzhafter und treten in immer kürzeren Abständen auf. Übungswehen hingegen sind unregelmäßig, weniger intensiv und führen nicht zu einer Öffnung des Muttermundes. Echte Wehen signalisieren den Beginn der Geburt und erfordern medizinische Aufmerksamkeit, während Übungswehen lediglich ein Teil des normalen Schwangerschaftsverlaufs sind.

Neben den Übungswehen und den echten Wehen gibt es auch noch die sogenannten Senkwehen. Sie treten auf, wenn das Köpfchen des Babys tiefer in dein Becken sinkt.  Das ist wichtig und normal in den Wochen vor der Geburt. Während Übungswehen in der Regel schmerzfrei sind, verursachen Senkwehen durchaus ein unangenehmes Ziehen und Drücken. Sie starten normalerweise erst ab der 35. Schwangerschaftswoche.

Wichtig: Wenn die Wehen sehr schmerzhaft sind und gleichzeitig Blutungen, Übelkeit oder Durchfall auftreten, solltest du umgehend einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen. Diese Symptome könnten auf Komplikationen hinweisen und sollten nicht ignoriert werden.

Was tun gegen Übungswehen?

Es ist völlig normal, dass Übungswehen ab der Mitte der Schwangerschaft auftreten, aber wenn sie häufiger und intensiver werden, kannst du auf bewährte Hebammen-Tipps zurückgreifen:

  • Flüssigkeit: Achte darauf, genug zu trinken, da Dehydration Übungswehen verstärken kann.
  • Stress reduzieren: Versuche, Stress und Anspannung zu minimieren, da sie Übungswehen auslösen oder verstärken können.
  • Positionswechsel: Übungswehen kommen vor, wenn Schwangere lange in der gleichen Position verbringen. Nach mehreren Stunden auf dem Bürostuhl kann ein Spaziergang helfen. Nach einem langen Tag auf den Beinen solltest du die Füße hochlegen und dich ausruhen.

Wenn du das Gefühl hast, dass die Wehen zu häufig oder zu stark sind, ist es ratsam, dies mit deinem Arzt oder deiner Hebamme zu besprechen.

 

Darf ich weiterhin ins Schwimmbad gehen?

Darauf gibt es eine klare und eindeutige Antwort: ja. Wer Lust hat, ein paar Runden im Hallenbad zu schwimmen, der sollte dies unbedingt tun. Schwimmen ist für  Schwangere besonders empfehlenswert, da weder Gelenke noch Muskeln stark belastet werden und selbst ein größerer Babybauch im Wasser im wahrsten Sinne des Wortes nicht ins Gewicht fällt.

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Muss ich auf Sex verzichten?

Wenn die Schwangerschaft komplikationsfrei verläuft und beide Partner Lust haben, dann spricht nichts gegen ein aktives Sexleben in der Schwangerschaft. Die Bedenken, dass der Nachwuchs dabei verletzt werden könnte, sind unbegründet, denn er ist in der Fruchtblase bestens geschützt. Sexuelle Bedürfnisse variieren von Frau zu Frau und auch im Verlauf der Schwangerschaft.

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Bonding soll nach der Geburt besonders wichtig sein. Was versteht man darunter?

Bonding umfasst mehrere Beziehungsaspekte zwischen Mutter/Vater und Kind zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Das erste Bonding findet direkt nach der Geburt statt. Es handelt sich hierbei um jenen Moment, in dem das Neugeborene auf den Bauch der Mutter oder in die Arme des Vaters gelegt wird.

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Ich möchte schwanger werden – wie steigere ich meine Fruchtbarkeit?

Gesunde und ausgewogene Ernährung sowie ein bewusster Lebensstil sind die besten Voraussetzungen für eine Schwangerschaft. Ausdauerndes Spazierengehen oder Sportarten wie Laufen und Radfahren, helfen dabei, auch in der aufregenden Babyplanungsphase einen kühlen Kopf zu bewahren und – viel wichtiger – Stress abzubauen. Stressige Lebensumstände können sich nämlich negativ auf den weiblichen Zyklus auswirken.

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