Häufige Fragen in der Schwangerschaft

Gerade einmal ein paar Wochen alt, gelingt es dem Nachwuchs in Mamis Bauch bereits, das Leben der Eltern gehörig auf den Kopf zu stellen. Man steht vor einem spannenden Lebensabschnitt und mit einem Schlag ist vieles nicht mehr so, wie es früher war. Dazu gesellen sich jede Menge Fragen und Unsicherheiten, die sich hauptsächlich um die Gesundheit von Mutter und Kind drehen: worauf muss ich als Schwangere achten? Müssen wir den geplanten Urlaub stornieren? Ist Sex noch erlaubt? Was tun, wenn man auf die regelmäßige Einnahme von Medikamenten angewiesen ist? Schwanger.at bringt die häufigsten Fragen und deren Antworten auf den Punkt:

Wie finde ich die „richtige“ Hebamme für mich?

· 2 Min. Lesezeit

Eine Hebamme ist für viele Frauen viel mehr als „nur“ Geburtshelferin. Sie ist eine Begleiterin und wichtige Vertraute sowie Ansprechperson während der gesamten Schwangerschaft. Ob die Chemie zwischen Hebamme und schwangerer Frau stimmt, lässt sich bei einem persönlichen Gespräch herausfinden. Beim ersten Kennenlernen stellt die Hebamme sich und ihre Arbeit vor. Außerdem werden Wünsche, Bedürfnisse und Erwartungen thematisiert.

Die vielseitige Betreuung einer Hebamme

Hebammen bieten eine umfassende Betreuung, Beratung und Pflege für Schwangere, Gebärende und Wöchnerinnen. Ihr Aufgabenbereich erstreckt sich von der Feststellung einer Schwangerschaft, über Untersuchungen und Geburtsvorbereitung, bis hin zur Begleitung bei der Geburt und der Nachbetreuung im Wochenbett.

Vor der Geburt unterstützt die Hebamme bei der Familienplanung und Verhütung und stellt eine Schwangerschaft fest. Sie führt regelmäßige Untersuchungen zur Beobachtung des Schwangerschaftsverlaufs durch und leitet Geburtsvorbereitungskurse. Darüber hinaus bereitet sie die werdenden Eltern umfassend auf ihre zukünftige Elternschaft vor.

Während der Geburt ist die Hebamme eine wichtige Unterstützung bei Spontangeburten, egal ob im Krankenhaus, in der Hebammenpraxis oder zu Hause. Sie übernimmt dabei medizinische Aufgaben und betreut die Gebärende sowohl mental als auch körperlich. Die Hebamme hilft beim Veratmen der Wehen, schlägt geeignete Gebärpositionen vor und schützt den Damm, um Geburtsverletzungen zu minimieren.

Im Wochenbett führt die Hebamme Hausbesuche durch und übernimmt Untersuchungen und die Pflege der Wöchnerin. Sie bietet Beratung zum Stillen und zur Babypflege an und leitet Wochenbett- und Rückbildungsgymnastik, um die körperliche Genesung der Mutter zu unterstützen.

Tipp: Einige Hebammen verfügen auch über Zusatzausbildungen in komplementärmedizinischen Methoden wie Akupunktur, Homöopathie oder Bachblütentherapie. Diese zusätzlichen Fähigkeiten können den Geburtsprozess und die Nachbetreuung unterstützen.

Kosten

Gewisse Hebammenleistungen werden von der Krankenkasse übernommen, wie beispielsweise die kostenlose Hebammenberatung während der Schwangerschaft sowie eine festgelegte Anzahl an Hausbesuchen vor und nach der Geburt. Beratungen, die darüber hinausgehen, sowie die Begleitung zur Geburt im Krankenhaus, müssen von den Eltern selbst getragen werden. Grundsätzlich gibt es Hebammen, die einen Vertrag mit der Krankenkasse haben, und solche, die als Wahlhebammen arbeiten, wobei 80 % des Kassentarifs rückerstattet werden können.

Wie finde ich eine Hebamme?

Wenn du dich für eine Wahlhebamme interessierst, solltest du dich im besten Fall so früh wie möglich in deiner Schwangerschaft umschauen. Vor allem, wenn du dir eine Hebamme wünscht, die Erfahrung bei spezifischeren Themen wie Hausgeburten, Wunschkaiserschnitten oder Mehrlingsgeburten o.ä. verfügt. Um eine Hebamme in der Nähe zu finden, kannst du um Empfehlungen im Freundeskreis bitten oder du besuchst die Hebammen-Suche des österreichischen Hebammengremiums.

Was sind Wehen eigentlich und wie kann ich sie erkennen?

Bei Wehen handelt es sich grundsätzlich um Kontraktionen der Gebärmuttermuskulatur. Es gibt unterschiedliche Arten von Wehen, die eine Frau von Schwangerschaftsbeginn an begleiten. So genannte Braxton-Hicks-Kontraktionen trainieren die Gebärmutter und werden meist gar nicht bewusst wahrgenommen. 

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Ich bin schwanger. Muss ich nun Stützstrümpfe tragen?

Immer wieder hört oder liest man, dass Schwangere häufig Kompressionsstrümpfe tragen müssen. Es bedeutet aber nicht, dass jede Schwangerschaft automatisch Venenprobleme mit sich bringt.

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Muss ich einen Geburtsvorbereitungskurs besuchen?

Ob ein Geburtsvorbereitungskurs in Frage kommt oder nicht, muss letztlich jede schwangere Frau selbst entscheiden.Die Absolvierung derartiger Kurse ist keine Pflicht und es gibt auch keine negativen Auswirkungen z.B. auf den Bezug von Kindergeld, wenn man sich dagegen entscheidet.

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Wann nimmt mein Baby seine Geburtsposition ein?

Im letzten Schwangerschaftsdrittel bereitet sich auch der Nachwuchs auf seine Reise durch den Geburtskanal vor. Zwischen der 33. und 34. Schwangerschaftswoche nehmen die ersten Babys bereits jene Position ein, die sie bis zur Geburt beibehalten werden.

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