Häufige Fragen in der Schwangerschaft

Gerade einmal ein paar Wochen alt, gelingt es dem Nachwuchs in Mamis Bauch bereits, das Leben der Eltern gehörig auf den Kopf zu stellen. Man steht vor einem spannenden Lebensabschnitt und mit einem Schlag ist vieles nicht mehr so, wie es früher war. Dazu gesellen sich jede Menge Fragen und Unsicherheiten, die sich hauptsächlich um die Gesundheit von Mutter und Kind drehen: worauf muss ich als Schwangere achten? Müssen wir den geplanten Urlaub stornieren? Ist Sex noch erlaubt? Was tun, wenn man auf die regelmäßige Einnahme von Medikamenten angewiesen ist? Schwanger.at bringt die häufigsten Fragen und deren Antworten auf den Punkt:

Wie kann ich mich vor Toxoplasmose schützen?

Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die bei gesunden Menschen meist ohne Symptome verläuft. Für ein ungeborenes Baby ist eine Infektion jedoch gefährlich. Eine Toxoplasmose während der Schwangerschaft kann zu Fehlgeburten, Entwicklungsstörungen oder schweren Organschäden beim Kind führen. Der Erreger, das Protozoon Toxoplasma gondii, wird auf unterschiedlichen Wegen übertragen. Eine gefährliche Neuinfektion in der Schwangerschaft liegt bei 0,55 % - zum Vergleich beträgt die Wahrscheinlichkeit, mit eineiigen Zwillingen schwanger zu sein, bei etwa 0,4 %.

Wie wird Toxoplasmose übertragen?

Der häufigste Übertragungsweg ist der Kontakt mit Katzenkot, etwa bei der Reinigung des Katzenklos oder durch verunreinigte Erde im Garten. Auch der Verzehr von rohem oder nicht ausreichend gegartem Fleisch (wie Tatar, Carpaccio) oder unzureichend gewaschenem Obst und Gemüse kann zur Infektion führen. Die Erreger sind mikroskopisch klein und daher nicht sichtbar. Eine Infektion erfolgt häufig unbemerkt und wird erst durch eine Blutuntersuchung nachgewiesen.

So kannst du dich vor Toxoplasmose schützen

Es gibt einige einfache Maßnahmen, mit denen sich Schwangere wirksam vor einer Toxoplasmose-Infektion schützen können:

  1. Katzenklo meiden: Katzenbesitzerinnen sollten das Katzenklo während der gesamten Schwangerschaft nicht selbst reinigen. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, ist das Tragen von Einmalhandschuhen und einer Maske empfehlenswert. Nach der Reinigung gründlich die Hände waschen.
  2. Gartenarbeit nur mit Schutzhandschuhen: Im Garten kann sich ebenfalls Katzenkot befinden, der den Erreger enthält. Daher immer reißfeste Schutzhandschuhe tragen und die Hände nach der Arbeit gründlich reinigen.
  3. Rohes Fleisch vermeiden: Kein rohes oder halbgares Fleisch essen, einschließlich Wurstwaren wie Salami oder Schinken, wenn diese nicht ausreichend erhitzt wurden. Es reicht bereits eine Temperatur von über 67 °C für mindestens zwei Minuten aus, damit die Erreger absterben. Dabei muss aber das gesamte Produkt heiß werden. Wenn das Fleisch im Kern die Temperatur nicht erreicht, können dort immer noch Keime sitzen.
  4. Küchenhygiene beachten: Alle Küchenutensilien, die mit rohem Fleisch in Kontakt gekommen sind, sollten sofort gründlich gereinigt werden, um eine Übertragung auf andere Lebensmittel zu vermeiden.
  5. Obst und Gemüse gründlich waschen: Obst und Gemüse sollten vor dem Verzehr gründlich gewaschen und, wenn möglich, geschält werden, um potenzielle Erreger zu entfernen.

Tipp: Auch Tiefkühlen kann helfen, die Toxoplasma-Parasiten unschädlich zu machen. Fleisch sollte vor dem Verzehr mindestens zwei Tage bei minus 20 Grad eingefroren werden, um sicherzugehen, dass die Erreger abgetötet werden.

Wichtig: Regelmäßige Toxoplasmose-Tests in der Schwangerschaft

Da Toxoplasmose in der Schwangerschaft oft symptomlos verläuft, ist es sinnvoll, regelmäßige Tests durchzuführen. In Österreich wird im Rahmen des Mutter-Kind-Passes ein erster Toxoplasmose-Test bei der Anmeldung zur Schwangerschaftsvorsorge durchgeführt. Falls der Test negativ ist. Du also keinen Immunschutz hast, sollten bis zum Ende der Schwangerschaft weitere Tests in regelmäßigen Abständen gemacht werden. Dadurch kann eine Infektion frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Muss ich wirklich auf Erdnüsse verzichten?

Rund um den Verzehr von Erdnüssen in der Schwangerschaft gibt es zahlreiche Diskussionen und Meinungen. Während manche ExpertInnen empfehlen, komplett auf Erdnüsse zu verzichten, halten andere diese Einstellung für übertrieben.

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Schwangere haben in Österreich Anspruch auf Hebammenhilfe. Dies schließt die Betreuung während Schwangerschaft, Geburt und im Wochenbett mit ein. Allerdings werden nicht alle Leistungen von den Krankenkassen übernommen.

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Was ist eine PDA?

PDA ist die Abkürzung für Periduralanästhesie. Es handelt sich hierbei um eine weit verbreitete Methode der Schmerzstillung während der Geburt bei der der gesamte Unterleib betäubt wird.

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Wo und wann erhalte ich meinen Mutter-Kind-Pass?

Der Mutter-Kind-Pass wurde 1974 in Österreich eingeführt und sichert seither die medizinische Versorgung von Mutter und Kind. Ausgestellt wird er vom betreuenden Gynäkologen/der betreuenden Gynäkologin direkt nachdem die Schwangerschaft festgestellt wurde.  Der Mutter-Kind-Pass beinhaltet sowohl Untersuchungen für die Mutter während der Schwangerschaft als auch für das Kind bis zum 5. Lebensjahr.

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