Schwanger durch den Lusttropfen?

Eigentlich hätte es ja nur harmloses Kuscheln sein sollen. Doch die Zärtlichkeiten waren wohl zu verführerisch – und plötzlich stellt sich die Frage: Kann man vom Lusttropfen schwanger werden? Noch vor wenigen Jahren waren sich Experten sicher, dass das so gut wie ausgeschlossen ist. Doch neue Studien kamen zu einem anderen Ergebnis.

Was ist der Lusttropfen?

Der Lusttropfen ist die gebräuchliche Bezeichnung des sogenannten Präejakulats. Dieser Fachbegriff ist lateinisch und bezeichnet die kleine Menge an klarer, schleimartiger Flüssigkeit, die bei sexueller Erregung vor dem eigentlichen Samenerguss aus dem Penis austritt.

Das Präejakulat wird in der etwa erbsengroßen Bulbourethraldrüse, die auch als Cowper-Drüse bezeichnet wird, gebildet. Von dort gelangt es über eine etwa fünf Zentimeter lange Verbindung zur Harnröhre und über diese an die Penisspitze.

Durch den Lusttropfen wird die Harnröhre gereinigt. Zudem sorgt er dafür, dass die Spermien den Weg durch den Penis unbeschadet überstehen, indem er den ph-Wert in der Harnröhre erhöht, also das Milieu von sauer auf alkalisch ändert. Außerdem dient das Präejakulat beim Geschlechtsverkehr als natürliches Gleitmittel. Möglicherweise hat der Lusttropfen auch Auswirkungen auf den ph-Wert in der Vagina.

Übertragung von Krankheiten und HIV

Erkrankungen wie Tripper (Gonorrhoe) oder Pilzinfektionen können mittels Lusttropfen übertragen werden, da deren Erreger über die Harnröhre in die Cowper-Drüse gelangen können. Ob auf diesem Weg auch HI-Viren, also Aids-Erreger, übertragen werden können, ist ungewiss, kann aber neuesten Studien zufolge nicht ausgeschlossen werden.

Somit ist bei unbekannten bzw. neuen Sexualpartnern die Verwendung von Kondomen bereits dann ratsam, wenn es nicht zum eigentlichen Geschlechtsverkehr kommt.

Die Samenzellen

Im Gegensatz zum Lusttropfen wird das Sperma – die Samenflüssigkeit, die beim Samenerguss ausgeschieden wird – aus verschiedenen Bestandteilen zusammengesetzt, die in den Hoden, der Prostata und den Samenbläschen gebildet werden und die erst beim Samenerguss aufeinander treffen.

Ein Samenerguss besteht aus rund zwei bis sechs Milliliter Samenflüssigkeit. Wasser, Fruchtzucker und diverse andere Substanzen bilden den Großteil dieses Sekrets.

Nur rund 0,5 Prozent des Spermas bilden die Spermien, also die Samenzellen, die für die Befruchtung der weiblichen Eizelle zuständig sind. Sie entstehen in den Hoden und werden danach in den Nebenhoden „gelagert“. Beim Samenerguss gelangen sie über die Samenleiter in die Harnröhre. In einem Milliliter Samenflüssigkeit eines gesunden Mannes befinden sich etwa 20-150 Millionen Samenzellen.

Schwanger durch den Lusttropfen - ja oder nein?

Der Lusttropfen enthält bei seiner Bildung noch keine Spermien, da diese nicht an der selben Stelle entstehen. Dennoch gibt es mittlerweile Studien, die Spermien im Lusttropfen nachgewiesen haben. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Wenn kurz vor dem Präejakulat ein Samenerguss stattgefunden hat, können mit dem Lusttropfen „übriggeblieben“ Spermien ausgeschieden werden.

Doch auch ohne vorangegangenen Höhepunkt können sich Samenzellen im Lusttropfen befinden. Dies geschieht dadurch, dass der Prozess des Samenergusses durch die Stimulierung bereits in Gang gesetzt wurde. Spermien sind durch den Samenleiter bereits in die Harnröhre vorgedrungen und werden mit dem Lusttropfen ausgeschwemmt.

Doch es braucht mehr als nur einen Lusttropfen, um schwanger werden zu können. Außerhalb des menschlichen Körpers überleben Samenzellen nur wenige Stunden, und das auch nur, wenn die Samenflüssigkeit nicht trocknen kann. Sobald das Sperma getrocknet ist, sterben die Spermien innerhalb von wenigen Minuten ab. Auch beispielsweise auf Bettlaken, Handtüchern oder Kleidung überleben die Samenzellen nur sehr kurze Zeit.

Gelangt der Lusttropfen aber direkt oder zumindest in noch feuchtem Zustand in die Vagina, ist eine erfolgreiche Befruchtung möglich, wenngleich auch unwahrscheinlich.

Der vom weiblichen Körper gebildete Zervixschleim bildet eine natürliche Blockade, um nicht intakten und somit nicht schwimmfähigen Samenzellen den Weg in die Gebärmutter und damit zur Eizelle zu versperren. Selbst unter optimalen Bedingungen erreichen nur rund 300 Spermien eines Samenergusses, der ursprünglich bis zu 250 Millionen Spermien enthalten hat, die Eileiter, wo eine Befruchtung stattfinden kann.

Im Lusttropfen befindet sich nur ein Bruchteil dieser Menge. Zudem fehlt ein Großteil der weiteren Bestandteile der Samenflüssigkeit, die für das Überleben der Samenzellen und für eine erfolgreiche Befruchtung nötig sind.

Es ist also möglich, sich mittels Lusttropfen mit sexuell übertragbaren Krankheiten zu infizieren. Ebenso kann eine Schwangerschaft nach direktem Kontakt des weiblichen Geschlechtsorgans mit dem noch feuchten Lusttropfen nicht ausgeschlossen werden, wenngleich eine erfolgreiche Befruchtung auch sehr unwahrscheinlich ist.

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Kommentare

Kommentar von Maurice |

Ich bin schwanger im 3. Monat und wurde auch vom Lusttropfen schwanger. Das Kind sieht so schön aus in meinem Bauch. Aber ich finde meinen Bauch schon ziemlich dick.

Kommentar von Lina |

Auch ich bin ungeplant durch Lusttropfen schwanger geworden, habe dann aber sofort medikamentös abgetrieben, so wie es auch sinnvoll ist, wenn man eigentlich kein Kind will.

Kommentar von Sina |

Auch ich bin mit einem Lusttropfen 2017 schwanger geworden. Zufällig nach 6 Wochen hatten wir es bemerkt. Inzwischen ist der kleine Sonnenschein auf der Welt und zeigt uns jeden Tag etwas Neues. Das Beste was uns passieren konnte!

Kommentar von Hans |

Meine ehemalige Partnerin ist davon auch schwanger geworden, jedoch will sie das Kind lieber alleine großziehen und die Schwangerschaft - eine Katastrophe für alle Beteiligten, am schlimmsten letztendlich vermutlich für das Kind.

Kommentar von Anela |

Ich bin 2008 mit einem Lusttropfen Schwanger geworben und Zwillinge bekommen. Die beiden Jungs haben mein Leben verschönert.

Kommentar von Andrea |

Auch ich bin nur mit einem Lusttropfen schwanger geworden. Anfang dieser Woche durfte ich ungeplant positiv testen. Wir freuen uns aber sehr über diese schöne Überraschung!

Kommentar von Anne |

Ich bin 2011 vom Lusttropfen schwanger geworden. Einige Wochen später sahen wir die Kleine auf dem Ultraschall. Alles ging gut und wir haben eine großartige Freude mit unserer Kleinen. :)

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Was ist die Summe aus 4 und 8?

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Die Brust bereitet sich bereits während der Schwangerschaft auf die Stillzeit vor, der tatsächliche Milcheinschuss findet 2-5 Tage nach der Geburt statt. Für einen guten Still-Start ist es erforderlich, das Baby nach der Entbindung so rasch wie möglich zu stillen. Viele Säuglinge suchen ohnehin intuitiv die Brust der Mutter, sobald sie auf ihrem Bauch liegen. Auch den meisten Müttern ist es ein Anliegen, das Kind so schnell wie möglich zu stillen. Das Saugen wirkt sich nicht nur positiv auf die Bindung von Mutter und Kind, sondern auch auf die Rückbildung der Gebärmutter aus.

In manchen Situationen scheint es mit dem Stillen einfach nicht zu klappen. Du hast vermutlich schon alles versucht, vom Brusthütchen über Abpumpen bis hin zum Stillen im Halbschlaf. Es kann durchaus vorkommen, dass dein Baby nicht an der Brust trinken möchte, weil es beispielsweise zu schwach, als Frühchen auf die Welt gekommen oder erkrankt ist. Ein Brusternährungsset (kurz BES) ist in solchen Fällen möglicherweise die Lösung für eure Probleme.

Der deutsche Verhaltensbiologie Bernhard Hassenstein stellte 1970 zum ersten Mal eine Verbindung zwischen Säugetierjungen und Menschenkindern in Bezug auf deren Trageweise her. Seither werden Kinder auch gerne als Traglinge bezeichnet. Während der Schwangerschaft ist der Nachwuchs in Mamas Bauch bestens geschützt und auch in den ersten Monaten nach der Geburt ist der kleine Körper darauf ausgelegt, so nahe wie möglich am Körper der Mutter zu sein.

Kommen wir zur letzten Kindersitzkategorie für dein Kind, das mittlerweile schon ziemlich gewachsen ist. Kindersitze der Gruppe 2/3 werden in der Regel sehr lange genutzt, da sie auch noch im Schulalter sicheren Schutz bei einem Seiten- oder Frontalaufprall bieten. Sie sind für Kinder zwischen 4 und 7 Jahren mit einem Körpergewicht zwischen 15 und 25kg (Gruppe 2) sowie 25 bis 36kg (Gruppe 3) konzipiert. Die empfohlene Körpergröße liegt zwischen 100 und 150cm. Wobei nach einer Gesetzesnovelle nur mehr Kinder unter 1,35 Meter in einer entsprechenden Halterung gesichert werden müssen.

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