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Sicherheit für dein Kind: Was du zur Ablebensversicherung wissen solltest
Mit einer Schwangerschaft beginnt eine neue Lebensphase. Gedanken kreisen um Gesundheit, Geburt und die Zeit danach – aber auch um Verantwortung. Viele werdende Eltern fragen sich in dieser Zeit erstmals ganz bewusst, wie sie ihr Kind langfristig absichern können. Nicht nur für die ersten Monate, sondern auch für den Fall, dass das Leben anders verläuft als geplant.
In diesem Zusammenhang taucht oft eine Frage auf, die man lieber beiseiteschiebt: Was wäre, wenn ein Elternteil plötzlich nicht mehr da ist? Eine Ablebensversicherung ist kein angenehmes Thema. Gerade in dieser frühen Phase kann sie jedoch eine wichtige Rolle spielen, weil sie finanzielle Sicherheit für dein Kind schafft und dir die Gewissheit gibt, vorgesorgt zu haben.
Warum Vorsorge in der Schwangerschaft relevant wird
Über den eigenen Tod nachzudenken, fällt den meisten Menschen schwer – besonders dann, wenn ein neues Leben beginnt. Vielleicht geht es dir da ähnlich. Eine österreichweite Studie von livv.at zeigt, dass viele Menschen das Thema Sterblichkeit im Alltag ausblenden, obwohl sie sich gleichzeitig Sorgen um die finanzielle Zukunft ihrer Familie machen. Diese Ambivalenz ist menschlich, führt aber oft dazu, dass Vorsorge aufgeschoben wird.
Warum Vorsorge in der Schwangerschaft relevant wird
Gerade werdende Eltern unterschätzen dabei häufig, wie früh finanzielle Verantwortung beginnt. Kinder sind viele Jahre auf Unterstützung angewiesen – lange bevor sie selbstständig für sich sorgen können. Vorsorge bedeutet in diesem Zusammenhang nicht, vom Schlimmsten auszugehen, sondern sich mit möglichen Szenarien auseinanderzusetzen, solange noch Zeit und Ruhe dafür da sind.
Was finanzielle Sicherheit für dein Kind bedeutet
Für die meisten Familien bedeutet finanzielle Sicherheit vor allem Stabilität: Ein Zuhause behalten zu können, laufende Kosten zu decken und deinem Kind Ausbildungsmöglichkeiten offen zu halten. Genau hier setzt die Ablebensversicherung an.
Sollte ein Elternteil während der vereinbarten Laufzeit versterben, wird eine zuvor festgelegte Geldsumme an die Hinterbliebenen ausbezahlt. Dieses Geld kann dir helfen, den Familienalltag weiter zu finanzieren und dir Zeit geben, wichtige Entscheidungen zu treffen, ohne zusätzlich unter finanziellen Druck zu geraten.
Wichtig ist dabei die Einordnung: Eine Ablebensversicherung ist keine Sparform und kein Vermögensaufbau. Du schließt sie nicht für dich selbst ab, sondern für andere. Sie ist eine gezielte Absicherung für Situationen, die niemand erleben möchte, auf die du dich aber vorbereiten kannst. So trägt sie dazu bei, dass dein Kind im Ernstfall nicht nur emotional, sondern auch finanziell geschützt ist.
Wann eine Ablebensversicherung für dich relevant wird
Gerade in der Schwangerschaft verändern sich oft mehrere Dinge gleichzeitig. Ein Einkommen wird reduziert oder fällt vorübergehend weg, während Fixkosten weiterlaufen. Gleichzeitig wächst die Verantwortung für ein Kind, das viele Jahre auf Unterstützung angewiesen sein wird. In dieser Phase kann eine Ablebensversicherung besonders relevant sein, vor allem wenn…
- ein Elternteil künftig weniger oder gar nicht arbeitet,
- eure Familie stark von einem Einkommen abhängt,
- laufende Fixkosten oder Kredite bestehen oder
- du deinem Kind langfristige finanzielle Sicherheit geben möchtest.
In vielen Familien kann es außerdem sinnvoll sein, nicht nur den Hauptverdiener, sondern beide Elternteile abzusichern – etwa dann, wenn beide Einkommen zum Familienalltag beitragen oder im Ernstfall zusätzliche Betreuung organisiert werden müsste. Sich frühzeitig mit dem Thema zu beschäftigen bedeutet nicht, alles sofort festlegen zu müssen – sondern sich bewusst Zeit zu nehmen, um später ruhig und gut vorbereitet entscheiden zu können.
Welche Möglichkeiten es bei der Ablebensversicherung gibt
Innerhalb der Ablebensversicherung gibt es unterschiedliche Ausgestaltungen, die du an deine Lebenssituation anpassen kannst. Welche Variante für dich sinnvoll ist, hängt davon ab, wofür die Absicherung gedacht ist.
Bei einer konstanten Versicherungssumme bleibt der vereinbarte Betrag über die gesamte Laufzeit gleich. Diese Variante wird häufig gewählt, um den laufenden Lebensunterhalt der Familie langfristig abzusichern.
Bei einer fallenden Versicherungssumme reduziert sich der Betrag im Laufe der Zeit. Diese Form eignet sich besonders dann, wenn Kredite abgesichert werden sollen, etwa für eine Immobilie, da sich auch die finanzielle Belastung mit den Jahren verringert.
Warum der Zeitpunkt bei der Ablebensversicherung eine Rolle spielt
Viele Eltern beschäftigen sich erst spät mit dem Thema Absicherung. Dabei hat der Zeitpunkt vor allem einen praktischen Einfluss: Je jünger und gesünder du beim Abschluss ist, desto größer ist in der Regel der Handlungsspielraum bei der Auswahl und Gestaltung und desto günstiger fallen die Beiträge meist aus. Mit zunehmendem Alter oder bestehenden Vorerkrankungen können bestimmte Optionen eingeschränkt sein.
Auch die Höhe der Absicherung will gut überlegt sein. Häufig orientieren sich Eltern am Drei- bis Fünffachen des jährlichen Bruttoeinkommens. Diese Orientierung hilft dabei, laufende Kosten, bestehende Verpflichtungen und die Ausbildung eines Kindes langfristig mitzudenken. Eine Ablebensversicherung ist dabei kein Allheilmittel, sondern ein Baustein innerhalb der finanziellen Vorsorge für dein Kind.
Worauf du bei der Entscheidung achten solltest
Bevor du dich für eine Ablebensversicherung entscheidest, lohnt sich ein genauer Blick auf die Rahmenbedingungen. Achte darauf, dass
- die Laufzeit zu deiner aktuellen Lebensphase passt,
- die Versicherungssumme realistisch gewählt ist und
- die Bezugsberechtigten klar festgelegt sind.
Bei minderjährigen Kindern kann es außerdem sinnvoll sein, zu regeln, wer das Geld bis zur Volljährigkeit verwaltet. Auch Flexibilität kann wichtig sein, falls sich deine Lebenssituation in den kommenden Jahren verändert.
Verantwortung bewusst übernehmen
Eine Ablebensversicherung ist kein Thema, das man gerne in den Vordergrund rückt – gerade in einer Zeit, die von Hoffnung und Neubeginn geprägt ist. Dennoch kann sie ein wichtiger Teil der finanziellen Vorsorge sein. Sie schafft finanzielle Sicherheit für dein Kind und gibt dem verbleibenden Elternteil im Ernstfall Zeit, Entscheidungen zu treffen. Sich mit dem Thema auseinanderzusetzen bedeutet dabei nicht, vom Schlimmsten auszugehen, sondern bewusst Verantwortung zu übernehmen und vorausschauend zu handeln.
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