Arbeitsrecht & Schwangerschaft

Werdende und stillende Mütter unterliegen bestimmten Schutzbestimmungen, die vom Arbeitgeber/von der Arbeitgeberin eingehalten werden müssen. Die Regelungen zum Schutz werdender Mütter umfassen Arbeitsbedingungen, Tätigkeiten, Arbeitsplatzsicherung und Bestimmungen zu Entgeltzahlungen/Wochengeld. Aber auch Schwangere selbst haben gewisse Pflichten, die einzuhalten sind, wenn sie sich in einem Arbeitsverhältnis befinden.

Schwangere am Arbeitsplatz

Mutterschutzgesetz

Die aktuell gültige Version des Mutterschutzgesetzes (MSchG) ist seit 1979 eine verbindliche Rechtsgrundlage. Ziel des Gesetzes ist es, Gesundheit von Mutter und ungeborenem Kind zu schützen. Dieser Schutz umfasst sowohl den gesundheitlichen als auch den arbeitsrechtlichen Bereich. Außerdem finden sich im Mutterschutzgesetz auch Verordnungen, die die Vereinbarkeit von Beruf und Schwangerschaft erleichtern sollen. Beispiel: wenn eine schwangere Frau die Mutter-Kind-Pass Untersuchungen nicht außerhalb der Arbeitszeit abwickeln kann, dann ist der Arbeitgeber/die Arbeitgeberin verpflichtet, die werdende Mutter für den Arztbesuch freizustellen und die Lohnzahlung auch in dieser Zeit fortzusetzen. Das Mutterschutzgesetz gilt für folgende Personen:

  • Arbeitnehmerinnen in Teil-oder Vollzeitbeschäftigungsverhältnissen
  • Angestellte in Teil-oder Vollzeitbeschäftigung
  • Geringfügig Beschäftigte
  • Lehrlinge

Sonderregelungen gibt es für folgende Berufsgruppen:

  • Frauen, die einen Tele-Arbeitsplatz besitzen
  • Angestellte, die nach dem Landarbeitsgesetz beschäftigt sind
  • Gemeinde-, Land-, und Magistratsbedienstete
  • Lehrerinnen
  • Frauen, die beim Bund angestellt sind
  • Haushaltshilfen und Hausangestellte

Schwangere Frauen, die einer selbstständigen Erwerbstätigkeit (eigenes Gewerbe, Land-oder Forstwirtschaft) nachgehen, fallen nicht unter die Bestimmungen des Mutterschutzgesetzes.

Meldung der Schwangerschaft

Seitens der Arbeitnehmerin besteht eine Meldepflicht gegenüber dem Arbeitgeber/der Arbeitgeberin. Konkret bedeutet das, die Schwangerschaft muss dem Arbeitgeber/der Arbeitgeberin mitgeteilt werden, sobald sie bekannt ist. Neben der Schwangerschaft muss auch der errechnete Geburtstermin  gemeldet werden.  Bloße Vermutungen darf jede Frau für sich behalten. Erst wenn die Schwangerschaft ärztlich bestätigt ist, besteht die Pflicht, den Chef/die Chefin darüber in Kenntnis zu setzen.

Wichtig: den exakten Zeitpunkt der Bekanntgabe, bestimmt die Schwangere selbst. In Bezug auf ihren Arbeitsplatz hat sie nichts zu befürchten, sofern gewisse Fristen eingehalten werden (siehe Schutz vor Kündigung und Entlassung). ExpertenInnen der österreichischen Arbeiterkammer empfehlen jedoch, den Arbeitgeber/die Arbeitgeberin so früh wie möglich zu informieren, da ab dem Zeitpunkt der Meldung die Bestimmungen des Mutterschutzgesetzes in Kraft treten. Der Arbeitgeber/die Arbeitgeberin ist übrigens verpflichtet, die Schwangerschaft der Mitarbeiterin beim zuständigen Arbeitsinspektorat zu melden. Bei größeren Betrieben muss auch der Betriebsarzt informiert werden.

Beschäftigungsverbote

Bestimmte Tätigkeiten gefährden das Wohl der Mutter und ihres ungeborenen Babys. Daher dürfen diese während der Schwangerschaft nicht ausgeführt werden. Darunter fallen in erster Linie jene Arbeiten, die schweres Heben beinhalten oder bei denen gefährliche Stoffe aufgenommen werden. Aber auch übermäßiger Stress und ein hektischer Arbeitsalltag ist Schwangeren laut Gesetz nicht zuzumuten. Ein absolutes Beschäftigungsverbot herrscht 8 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und 8 Wochen nach der Entbindung. In dieser Zeit ist es Frauen nicht erlaubt, zu arbeiten. Die Entlohnung entfällt, wird jedoch durch das so genannte Wochengeld ersetzt, welches von der zuständigen Gebietskrankenkasse ausbezahlt wird. Die Höhe des Wochengeldes richtet sich nach dem zuvor bezogenen Einkommen. Geringfügig Beschäftigte, die sich bei der Krankenkasse selbst versichert haben, bekommen pauschal 8,45 Euro pro Tag (Stand 2013).

Auch in der Zeit davor gibt es bestimmte Verbote – sie gelten in Bezug auf u.a. folgende Tätigkeiten:

  • Heben und Tragen von schweren Gegenständen
  • das Verrichten von Arbeiten in Räumen, in denen geraucht wird (das gilt auch für Gastronomiebetriebe)
  • Akkordarbeit, Fließbandarbeit (ab der 20. Schwangerschaftswoche verboten)
  • Erledigen von Arbeiten unter extremen klimatischen Bedingungen (Hitze, Kälte, Nässe)
  • Absolvieren von Aufgaben, die ein erhöhtes Unfall- und Gesundheitsrisiko bergen
  • Verrichtung von Arbeiten, bei denen giftige Gase, Strahlen oder andere Stoffe abgesondert werden
  • Stehende Tätigkeiten (verboten ab der 20. Schwangerschaftswoche) und Tätigkeiten bei denen die Frau permanent sitzen muss (sofern es keine Möglichkeit gibt, regelmäßig aufzustehen)

Fallen einer oder mehrere Punkte unter das Beschäftigungsverbot, sind Arbeitgeber und Arbeitgeberin verpflichtet, eine Ersatz-Tätigkeit für die schwangere Mitarbeiterin zu finden. Ist dies nicht möglich, kommt es zu einer vollkommenen oder teilweisen Einstellung der Arbeit. Der Lohn muss jedoch weiterhin ausbezahlt werden.

Nachtarbeit

Bis auf einige Ausnahmen herrscht für Schwangere ein generelles Nachtarbeitsverbot zwischen 20 Uhr und 06 Uhr. Die Sonderregelungen gelten für Arbeiten, die sich in den Abendstunden abspielen z.B. im Verkehrswesen, bei Theater-, Kino-, oder Musikaufführungen, bei Dreharbeiten oder bei pflegenden-medizinischen Berufen (Krankenschwester, Pflegepersonal). Hier dürfen Schwangere bis 22 Uhr arbeiten. Anschließend muss es eine verpflichtende Pause von mindestens 11 Stunden geben. Tätigkeiten an Sonn- und Feiertagen sind nur erlaubt, wenn der Beruf dies erfordert (z.B. Gastgewerbe, Bäckereien, Veranstaltungswesen) und in der darauffolgenden Woche eine Ruhepause von mindestens 36 Stunden gewährt wird.

Schutz vor Kündigung und Entlassung

Ein wichtiger Bestandteil des Mutterschutzgesetzes ist der Schutz vor Kündigung und Entlassung während der Schwangerschaft und auch eine gewisse Zeit nach der Geburt. Er wird wirksam, sobald die Schwangerschaft dem Arbeitgeber/der Arbeitgeberin bekannt gegeben wurde. 4 Monate nach der Geburt endet der Schutz. Bei Frauen, die sich in Karenz befinden, endet er 4 Wochen nach Beendigung der Karenz. Ausgenommen davon sind gewisse Sonderfälle wie z.B. Probemonat, Ferialpraktikum oder Saisonarbeit. Besteht jedoch ein herkömmliches Dienstverhältnis ist eine Kündigung aufgrund bzw. während der Schwangerschaft rechtlich gesehen nicht zulässig.

Wird eine Schwangere gekündigt, ohne dass die Schwangerschaft zuvor dem Chef/der Chefin mitgeteilt wurde, besteht die Möglichkeit der Beeinspruchung. Die Kündigung ist ungültig, wenn die Schwangerschaft innerhalb von 5 Arbeitstagen nach der schriftlichen oder mündlichen Kündigung bekannt gegeben wird. Bei postalischer Bekanntgabe gilt der Poststempel.

Bewerbung

Schwangere Frauen oder Frauen mit Kinderwunsch sind nicht verpflichtet, dies bei der Bewerbung anzugeben. Alle Fragen rund um Schwangerschaft, Kinderwunsch und Familienplanung sind in Bewerbungsgesprächen nicht zulässig, da sie die Gefahr einer geschlechtsspezifischen Diskriminierung bergen und somit das Gleichbehandlungsgesetz verletzen könnten. Bewerberinnen sind nicht verpflichtet auf entsprechende Fragen zu antworten. Sie dürfen eine falsche Aussage tätigen oder die Beantwortung mit Verweis auf das Gleichbehandlungsgesetz verweigern.

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Kommentare

Kommentar von Jelena |

In welcher Schwangerschaftswoche höre ich auf, in der Firma zu arbeiten? Termin ist 25.08.2021.

Antwort von Schwanger.at

Hallo Jelena, der gesetzliche Mutterschutz beginnt sechs Wochen vor dem Geburtstermin. Das müsste bei dir dann Mitte Juli der Fall sein. Alles Gute!

Kommentar von Lisa |

Hallo! Bin im Oktober zum ersten Mal Mutter geworden. Nun war angedacht, dass ich nach meiner Karenz (arbeite in Liechtenstein, da hat man nur 5 Wochen) noch 4 Monate unbezahlten Urlaub nehme und dann wieder im Bereich 40- 50% arbeite. Nun wird meine Arbeitgeber aber offenbar verkauft und da man aktuell noch nichts genaueres weiß bzw. offen verkünden will/kann, war deren Vorschlag nun, das Arbeitsverhältnis in beiderseitigem Einvernehmen aufzulösen (und dann ggflls. im Herbst zu schauen, ob es wieder Bedarf gibt).

Meine Frage nun dazu: Hat eine einvernehmliche Auflösung rechtliche Konsequenzen, z.B. falls ich Arbeitslosengeld beziehen wollte? Wäre eine ordentliche Kündigung von ihr oder seitens Arbeitgeber allenfalls besser?
Vielen Dank für Ihre Meinung.
LG, Lisa

Antwort von Schwanger.at

Hallo Lisa, leider wissen wir nicht, wie die arbeitsrechtliche Situation in Liechtenstein ist. In Österreich spielt die Art der Kündigung nur für die sogenannte Abfertigung eine Rolle. Der Anspruch auf Arbeitslosengeld ist an andere Faktoren geknüpft, z.B. daran, dass man einen gewissen Zeitraum versicherungspflichtig gearbeitet haben muss. Alles Gute!

Kommentar von Tikima |

Hallo liebes Team, ich habe eine Frage, ich arbeite in einem Autohaus und muss hier den ganzen Tag sitzen, außerdem bin ich oft am Nachmittag "ganz alleine", muss somit voll mit Kunden direkt arbeiten, Autos teilweise umparken, Kunden zum Leihauto bringen, etc. Vertrage aber das lange Tragen der Maske nicht. Was habe ich hier den für Möglichkeiten, da ich schon sehr "Angst" vor der aktuellen Corona-Situation habe. Mein Arzt meint er kann da nix machen, da es ja keine körpernahe Dienstleistung ist.. Teilweise muss ich auch Vertretungen in anderen Filialen machen, wo ich über eine Stunde Anfahrt habe, darf ich das überhaupt?? Bin in der 21 SSW. Vielen lieben DANK!

Antwort von Schwanger.at

Hallo Tikima, deine Angst ist durchaus verständlich - die Pandemie hat uns alle vor neue Herausforderungen gestellt. Wir empfehlen dir, dich bei der Arbeiterkammer zu erkundigen, welche Rechte du als Schwangere grundsätzlich aufgrund von Corona hast. Schwangere müssen beispielsweise keine FFP2-Maske tragen, ein Mund-Nasen-Schutz ist allerdings sinnvoll. Ein weiterer Rat wäre es, das offene Gespräch mit deinem Arbeitgeber zu suchen. Vielleicht gibt es die Möglichkeit, dich in einem anderen Bereich einzusetzen oder auch Unterstützung durch einen Kollegen/eine Kollegin, Alles Gute!

Kommentar von Leo |

Ich habe erst einen neuen Job begonnen. Darin stand, dass die ersten 3 Monate befristet sind und es danach in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übergeht. Ich bin in aus der Probezeit raus und habe vor 3 Wochen vor Ablauf der Befristung meine Schwangerschaft bekannt gegeben. 5 Tage danach erhielt ich die Auflösung. Also die wollen mir ganz plötzlich meinen Vertrag nicht ins unbefristete weiterführen. Es ist offensichtlich, dass es wegen meiner Schwangerschaft ist. Die haben mir jetzt eine einvernehmliche Auflösung angeboten, die ich unterzeichnen soll, in welcher steht, dass die Befristung bis zur Beginn der Schutzfrist geht. Soll ich diese unterschreiben? Wenn ich es nicht tue, bin ich in 2 Wochen ohne Job...Bitte um Hilfe.

Antwort von Schwanger.at

Hallo Leo, es gibt bestimmte Ausnahmen, warum ein befristetes Arbeitsverhältnis trotz einer Schwangerschaft ablaufen bzw. nicht umgewandelt werden kann. Wir empfehlen dir, dich an eine zuständige ArbeitnehmerInnenvertretung (Arbeiterkammer) in der Nähe zu wenden. Dort können ExpertInnen deinen Fall individuell beurteilen und dich mit praktischen Tipps oder Formularen unterstützen. Alles Gute!

Kommentar von Helga |

Ich arbeite als Anästhesieschwester im OP, bin in der 5. SSW. Wann soll ich es meinem Arbeitgeber melden?

Antwort von Schwanger.at

Hallo Helga, grundsätzlich sollte man seine Schwangerschaft melden, sobald sie ärztlich bestätigt ist. In deinem Fall wäre es jedoch sinnvoll, sofort mit deinem Arbeitgeber zu sprechen, da du ab diesem Zeitpunkt unter gewisse Schutzbestimmungen fällst. Alles Gute!

Kommentar von Rose 🌹 |

Hallo, ich bin in meiner 10 SSW und arbeite 20 Stunden /Woche. Aufgrund meiner Gesundheitlich bin ich seit einem Monat im Krankenhaus. Meine Frage ist: Wenn ich lange im Krankenstand bleibe, werde ich ein Problem mit meiner Firma bekommen? Ich will kein Problem, aber mir geht es physisch wegen den extremen Schwangerschafts-Symptomen als auch psychisch sehr schlecht, dass ich überhaupt nicht in der Arbeit gehen kann. Danke.

Antwort von Schwanger.at

Hallo Rose, grundsätzlich hast du stets das Recht als Schwangere, in Krankenstand zu gehen, wenn es notwendig ist. Beim Vorliegen von medizinischen Gründen ist auch eine Freistellung möglich - wende dich zur Abklärung an das Personal im Krankenhaus oder an deinen Arzt/deine Ärztin. Alles Gute!

Kommentar von Katharina |

Hallo!
Ich bin Saisonsarbeiterin d.h. ich habe einen befristeten Vertrag. Allerdings geht es sich aus, dass ich in Mutterschutz gehe bevor der Vertrag endet. Jetzt frage ich mich wie das denn mit meiner Abfertigung, speziell mit meinem Urlaub aussieht? Als Saisonsarbeiterin konsumiert man im Normalfall seinen Urlaub nicht, sondern lässt ihn sich am Ende auszahlen. Jetzt hat mich eine Bekannte aber darauf hingewiesen, dass sie (vor 18 Jahren!) um ihren Urlaub gekommen ist. Also ich meine, dass sie, da sie in einer Ganzjahresstelle angestellt war, den Urlaub NICHT ausbezahlt bekam da er quasi bei der Karenz abgezogen wurde. Ich bekomme aber keine Karenz, da der Vertrag ausläuft und ich dann quasi als Arbeitslose gelte.
Also zu meiner Frage: Da es ein befristeter Vertrag ist und ich somit nicht in Karenz gehe, bekomme ich dann meinen Urlaub ausbezahlt? Oder verfällt er trotzdem?
Hoffe mir ist irgendwie zu folgen!
Vielen Dank schon im Voraus!

Antwort von Schwanger.at

Hallo Katharina, du müsstest eigentlich Anspruch auf Auszahlung deines Urlaubes haben. Bei Problemen wende dich bitte an die Arbeiterkammer (gleich mit deinem Dienstvertrag). Alles Gute!

Kommentar von Nicole |

Hallo, ich bin bald in der 19 SSW und bin geringfügig beschäftigt. Bei meiner Arbeit stehe ich 3 Stunden ohne die Möglichkeit, sich hinzusetzen und ich arbeite unter Zeitdruck, also viel Stress. Habe jetzt Probleme (ca nach 1 stunde) mit dem Stehen, es zieht und drückt und ich hab das Gefühl, das mir das alles zu viel wird. Was soll ich machen, mein Frauenarzt ist super lieb, ich fühl mich aber nicht ernst genommen und alles wird verharmlost, was habe ich jetzt für Möglichkeiten? LG Nicole

Antwort von Schwanger.at

Liebe Nicole, du könntest dir eine zweite fachärztliche Meinung einholen. Alls Gute!

Kommentar von Bernhard |

Hallo,
unser erstes Kind ist 1 Jahr alt und wir haben das 12+2 Karenz-Modell gewählt. Wenn wir ein zweites Kind kriegen, welche Möglichkeiten haben wir dann bei der nächsten Karenz? Mutter geht während der 2 Monate vollzeit arbeiten und danach Teilzeit. Vater geht nach den 2 Monaten wieder Vollzeit. Wie viel Zeit muss vergehen, dass man wieder bezugsberechtigt ist und welches Karenzmodell ist das beste? Soll die Mutter wieder Vollzeit arbeiten gehen vor der nächsten Karenz? Welcher Zeitraum wird zur Bemessung genommen für Wochengeld und KBG?
 Sorry für viele Fragen aber bei der Arbeiterkammer hat man uns mit diesen Fragen abgewiesen mit der Begründung, dass sie nicht in diese Richtung beraten würden. Danke und schöne Grüße

Antwort von Schwanger.at

Hallo Bernhard, welches Karenzmodell für euch das Beste ist, hängt maßgeblich von eurer Familiensituation und den beruflichen Plänen (Vater/Mutter) ab. Wir empfehlen, ein Modell zu wählen, dass eure beruflichen Bedürfnisse am ehesten ermöglicht und das auch mit den jeweiligen Arbeitgebern gut abgesprochen werden kann. Bezüglich Wochengeld und KBG wäre die GKK bzw. die Versicherungsanstalt deiner Frau eine mögliche Anlaufstelle. Alles Gute!

Kommentar von Marie |

Hallo zusammen,

ich habe seit 2 Wochen einen neuen Job und freu mich so darüber.
Jetzt bin ich seit 8 Tagen mit meiner Periode drüber! Eine Schwangerschaft war zwar noch nicht geplant, aber wir würden uns trotzdem sehr freuen!

Jetzt plagt mich aber das schlechte Gewissen meiner neuen Arbeit gegenüber!
Sollte ich schwanger sein, weiß ich nicht wie ich es sagen soll! Da dreht es mir jetzt schon den Magen um.

Kommentar von Ani |

Hallo,
danke für den ausführlichen Artikel!
Ich bin in der 11.Woche und habe meine Chefin nach ihrem langen Urlaub am Montag über meine Schwangerschaft informiert.
Trotz mehrmaliger Aufforderung meinerseits raucht sie weiter. Ich sitze als Assistentin im Nebenzimmer und die Türe steht aus arbeitstechnischen Gründen offen. Der Rauch zieht so stark durch, dass meine Kleidung danach riecht.
Nun meine Fragen: Falls mein Gynäkologe mich freistellt, mit welchem monatl. finanziellen Betrag darf ich rechnen?
Und braucht es zusätzlich auch die Unterschrift vom Arbeitgeber?
Danke!!

Antwort von Schwanger.at

Hallo Ani, der finanzielle Betrag hängt von deinem aktuellen Gehalt bzw. dem durchschnittlichen Lohn der letzten drei Verdienstmonate ab. Erkundige dich bitte auch bei der Arbeiterkammer. Schwangere dürfen per Gesetz nicht in Räumen arbeiten, in denen sie dem Zigarettenrauch ausgesetzt sind! Alles Gute! 

Kommentar von Sofia |

Hallo. Ich bin für 20 Stunden pro Woche angemeldet. Jetzt bin ich schwanger (22. SSW). Ich habe es meinem Chef gesagt und es für ihn kein Problem, mich für 40 Stunden pro Woche anzumelden. Das ist für mich auch kein Problem, nun darf er das? Ich arbeite in der Gastronomie. Danke. 

Antwort von Schwanger.at

Hallo Sofia, wenn ihr die Beschäftigungs-, Nachtarbeits- und Überstundenregelungen für Schwangere beachtet, stellt das kein Problem dar. Alles Gute!

Kommentar von Nee |

Hallo, ich habe eine Frage. Ich arbeite seit 5 Monaten, wenn in der 5 SSW bin,  kann mich da der Arbeitgeber kündigen, wenn ich ihm Bescheid gebe, dass ich schwanger bin?
Danke

Antwort von Schwanger.at

Hallo Nee, in der Schwangerschaft besteht für dich ein Kündigungsschutz. Alles Gute! 

Kommentar von Ripsime |

Hallo
Ich bin in der 9+2 SSW und habe meinem Arbeitgeber  die Schwangerschaft bekannt gegeben. Ich gehe ab 23.7.2019 in Mutterschutz. Seit 21. Januar 2018 bin ich jetzt in der Firma also mittlerweile 1 Jahr.
Habe somit meine 30 Tage Urlaub seid 22. Januar wieder bekommen.
Ich möchte jetzt wissen wie viel Urlaub steht mir bis zu meinem Mutterschutz zu?
Ich habe einen Kollektivvertrag.
Und werde ich im Sommer Urlaubsgeld bekommen ?
Danke lg

Antwort von Schwanger.at

Hallo Ripsime, am besten rufst du bei der Beratung der Arbeiterkammer an, dort erhältst du rasch Infos zu deiner konkreten Situation. Alles Gute! 

Kommentar von ayla |

Hallo meine Frage ist, wenn ich Karenz gehe, wer zahlt mir, das bzw. wenn man 1300€ Lohn bekommt als Angestellte und wenn ich in Karenz gehen würde, würde ich trotzdem 1300€ bekommen oder weniger seit 3 Monaten arbeite ich bei der Firma lg ayla

Antwort von Schwanger.at

Hallo Ayla, das sogenannte Wochengeld bekommst du von deiner Krankenversicherungsanstalt ausbezahlt. Die Höhe beträgt in etwa das, was du durchschnittlich in den letzten drei Monaten verdient hast. Zudem hast du Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld nach der Geburt deines Kindes. Alles Gute! 

Kommentar von Nika |

Hallo. Ich bin 30 Jahre und jetzt in der 10 SSW. Ich nehme Medikamente für meinen Bluthochdruck und Schilddrüse und momentan bin ich in Krankenstand wegen starker Übelkeit. Ich arbeite im Einzelhandel bei Lidl und da lässt sich Heben leider nicht vermeiden und ich arbeite unter Leistungsdruck und habe Stress. Ab wann und wie bekomme ich  Frühkarenz?
LG Nika

Antwort von Schwanger.at

Hallo Nika, die allgemeinen Beschäftigungsverbote in der Schwangerschaft gelten ab der 21. Schwangerschaftswoche, gewisse Tätigkeiten wie das Heben über 5 kg sind ohnehin untersagt. Eine Frühkarenz ist nur nach einer medizinischen Indikation möglich. Wende dich hierfür an einen Facharzt für Gynäkologie oder einen Internisten. Alles Gute!

Kommentar von IdaG |

Hallo,
ich bin noch ziemlich am Anfang meiner Schwangerschaft, möchte mich aber schon über das Beschäftigungsverbot interessieren. Ich bin bei einer den Gebietskrankenkassen im Kundencenter tätig und wir sind den ganzen Tag mal direkt mal indirekt, aber in dem gleichen Raum mit den teilweise ansteckend kranken Leuten in Kontakt. Was kann man in so einem frühen Schwangerschaftsstadium machen? Ich habe Angst, dass ich jetzt sensibler werde auf verschiedenen Krankheiten und das Risiko einer Ansteckung erhöht ist. Außerdem ist unsere Arbeit ziemlich belastend und stressig. Was kann ich in so einem Fall machen? Vielen Dank im Voraus! Ida

Antwort von Schwanger.at

Hallo IdaG, wir empfehlen dir, mit deinem Frauenarzt/deiner Frauenärztin über die Situation zu sprechen. Er/sie kann beurteilen, in wieweit du und dein ungeborenes Baby gefährdet sind. Zudem könntest du dich beim Betriebsrat erkundigen. Alles Gute!

Kommentar von Leona |

Ich bin seit 1/2 Jahr geringfügig beschäftigt und nun schwanger. Kann ich gekündigt werden?
Vielen Dank Leona

Antwort von Schwanger.at

Hallo Leona, sobald dein Arbeitgeber über die Schwangerschaft informiert ist, besteht für dich gesetzlicher Kündigungsschutz. Alles Gute! 

Kommentar von Doris |

Hallo, wenn ich ein Beschäftigungsverbot durch den Dienstgeber bekomme, weil ich meine Tätigkeit nicht mehr machen darf und er mich weiterbezahlen muss, kann er sich das Geld von wo zurück holen?
GKK oder so? MFG

Antwort von Schwanger.at

Hallo Doris, während eines individuellen oder absoluten Beschäftigungsverbotes besteht für den Arbeitgeber ohnehin keine Verpflichtung dir Entgelt zu bezahlen. Alles Gute! 

Kommentar von Jessi |

Hallo,
ich bin derzeit in der 21 SSW und arbeite als Pflegeassistentin in einem Pflegeheim. Meine Frage lautet, ob die Arbeiten in der Altenpflege (Heben, hohe Sturzgefahr der Patienten., Kontakt mit Körperausscheidungen usw.) noch geeignet oder bedenklich sind?
Danke und LG

Antwort von Schwanger.at

Hallo Jessi, gesundheitsgefährdende Arbeiten sind in der Schwangerschaft nicht mehr erlaubt. Dein Arbeitgeber muss dir eine Ersatztätigkeit (z.B. Arbeit im Büro) zuweisen. Alles Gute!

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Wenn ein Baby zum ersten Mal krank wird, dann ist das für alle Beteiligten ein Belastungstest. Die Abwehrkräfte des kleinen Körpers werden nämlich auf die Probe gestellt, während Eltern alles tun, um den kranken Nachwuchs bestmöglich zu umsorgen. Erkrankungen im Säuglingsalter sind nicht angenehm, aber sie gehören einfach dazu. Sie helfen dem Baby dabei, die eigene Immunabwehr zu stärken und sich schon früh gegen künftige Viren, Bakterien, Keime und sonstige Erreger zu wappnen.

Gerade im Wochenbett und manchmal auch noch danach spielt das Thema Nachsorge eine große Rolle. Hebammen, Doulas und ÄrztInnen sind im Rahmen dessen bemüht, die Jungfamilie so gut wie möglich zu unterstützen und die Mütter bei etwaigen Problemen (z.B. Stillprobleme, Schmerzen) zu beraten.

Auch wenn wir es allen Kindern wünschen würden, so genannte Dreimonatskoliken zählen bedauerlicherweise nicht zu den Ammenmärchen, die rund um die ersten Lebensmonate erzählt werden. Von Dreimonatskoliken spricht man, wenn Babys nicht näher definierte Schmerzen haben, häufig und langanhaltend weinen/schreien und sich regelmäßig krümmen oder den ganzen Körper durchstrecken.

Auch wenn es möglicherweise unangenehm erscheint, wir widmen uns einem Tabuthema, das viele Frauen speziell nach der Geburt beschäftigt. Sie leiden unter Harninkontinenz, in seltenen Fällen auch unter Stuhlinkontinenz. Wenn Ausscheidungen nicht mehr kontrolliert abgegeben werden können, ist das für Betroffene eine große Belastung. Wir klären dich über die Ursachen, mögliche Therapien und den Nutzen von Beckenbodentraining auf.

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