Die 7. Woche nach der Geburt

Fühlt es sich eigenartig an, wenn wir schreiben, dass du dich immer noch im Wochenbett befindest? Bald ist es zwei Monate her, dass du dich mit deinem Baby auf die spannende Reise der Geburt begeben hast und nun habt ihr vermutlich auch in kurzer Zeit schon einiges erlebt. Nimm dir zwischendurch bewusst Zeit, dein Kind zu beobachten. Wie hat es sich denn verändert? Wirkt es mittlerweile wach und interessiert oder schlummert es gerne vor sich hin? Wie reagiert es auf dich, auf deinen Partner, auf Geschwister? Gibt es schon etwas, das es besonders gerne mag? Du musst nicht jeden Entwicklungsschritt akribisch notieren, wir ermutigen dich lediglich zu mehr Achtsamkeit im Babyalltag. Die Zeit vergeht oft wie im Flug und es ist nichts dabei, einfach innezuhalten und einen ruhigen Augenblick mit deinem Baby zu genießen. Ganz im Gegenteil, das ist wie eine Mini-Meditation im Alltag!

Mama-Baby

Einen weiteren Meilenstein hast du in der siebenten Woche nach der Geburt geschafft: Deine Wochenbett-Hebamme hat den letzten Hausbesuch bei dir absolviert. Je nachdem, wie viele Termine ihr vereinbart und wie ihr die Abstände gewählt habt, ist nun der Zeitpunkt gekommen, um Abschied zu nehmen. Die Krankenkasse finanziert eine gewisse Anzahl an Hebammenbesuchen im Wochenbett. Insgesamt sind das täglich ein Hausbesuch vom 1. bis zum 5. Tag nach der Geburt.

Bei einem Kaiserschnitt, einer Frühgeburt oder einer Mehrlingsgeburt steht dir ein zusätzlicher Tag zur Verfügung. Sollte es Probleme geben, die eine erweiterte Betreuung durch die Hebamme erfordern, bezahlt die Krankenkasse noch sieben Folgetermine (als Hausbesuch oder als Hebammensprechstunde) im Zeitraum 6. Tag bis zur achten Woche nach der Geburt. Wann du diese Termine in Anspruch nimmst, kannst du dir mit der Hebamme individuell (je nach Bedarf) ausmachen. Bei jedem Besuch wird die Hebamme sich sowohl um dich als auch um dein Baby kümmern. Sie kontrolliert Wachstum und Gewichtszunahme beim Nachwuchs und die Rückbildung bei dir.

Gegen Ende des Wochenbetts wird sie bei dir darauf achten, wie es dir geht und ob sich beim Stillen/Füttern alles gut eingespielt hat. Häufig sind Hebammen zur Stelle, wenn es kleinere Stolpersteine beim Stillen, Fragen zu deinen körperlichen Veränderungen oder eine verzögerte Wundheilung gibt. Je nach Zusatzausbildung (Lasertherapie bei wunden Brustwarzen, Akupunktur, Fußreflexzonenmassage, K-Taping, Trageberatung usw.) kann dir deine Hebamme helfen, dich den neuen Herausforderungen im Alltag zu stellen und gewisse Nachwirkungen der Geburt gut in den Griff zu bekommen.

Wichtig: Solltest du dich über die Maße erschöpft oder überfordert fühlen, Probleme haben, in deiner Mutterrolle anzukommen oder depressive Phasen durchlaufen, sprich unbedingt noch während der Hausbesuche mit deiner Hebamme. Sie kann dir dabei helfen, herauszufinden, welche Form der Unterstützung du jetzt brauchen könntest. Wenn du das möchtest, wird sie dir ExpertInnen aus ihrem Netzwerk empfehlen, die dich weiterhin begleiten können.

24-Stunden-Babys und andere Herausforderungen

Im Idealfall läuft bis auf größere und kleinere Baustellen alles rund in eurem neuen Familienleben. Beim Großteil aller Babys hat sich wenige Wochen nach der Entbindung schon so etwas wie ein grober Rhythmus eingestellt. Tagsüber wechseln Wach- und Schlafphasen einander ab. Du kannst schon ungefähr einschätzen, wie lange dein Baby schlummert und hast die Schlafenszeiten vielleicht auch schon mit einer Aktivität (z. B. ein Spaziergang mit dem Kinderwagen oder dem Tragetuch) kombiniert. In der Nacht stillst du entweder nach Bedarf oder du hast auch da schon einen gewissen Ablauf entwickelt, der aus längeren und kürzeren Schlafphasen besteht. Nun sind Babys so unterschiedlich, wie es auch ihre Mamas und Papas sind. Daher gibt es eben auch pflegeleichte Kinder und jene, die ihren Eltern einiges abverlangen. Manche beginnen damit bereits wenige Wochen nach der Geburt und darüber wollen wir jetzt sprechen.

Hast du den Ausdruck Schrei-Baby schon einmal gehört? Oder vielleicht High-Need-Baby? Es gibt Babys, die von allem deutlich mehr benötigen als andere Babys in er gleichen Entwicklungsphasen: Sie wollen rund um die Uhr getragen werden, suchen immer die körperliche Nähe zu ihrer Bezugsperson, sie möchten in ganz kurzen Abständen von 1 bis 1,5 Stunden gestillt werden und/oder haben ausgeprägte stundenlange Clusterfeedingphasen und sie schreien oft stundenlang und teilweise ohne Unterbrechungen. Das ist für alle Beteiligten eine große Belastung, die über die beinahe schon typische Überforderung im Alltag von frisch gebackenen Eltern hinaus geht. Wir wollen hier auch keine Zuschreibungen oder medizinische Diagnose anstellen, wir wollen lediglich sichtbar machen, dass ihr in guter Gesellschaft seid, falls euch diese Zeilen bekannt vorkommen. Glaubt man der Statistik, sind in den ersten drei Lebensmonaten etwa 16 % aller Babys 24-Stunden-Babys.

Sogenannte Schreibabys schreien überdurchschnittlich viel. Per Definition ist ein Kind dann ein Schreibaby, wenn es mehr als drei Stunden pro Tag an mehr als drei Tagen pro Woche aus unerklärlichen Gründen schreit und wenn dieser Zustand über drei Wochen lang andauert. Es handelt sich hierbei um eine Faustformel – damit jeder für sich eine grobe Einschätzung treffen kann. Auch Babys, die nicht betroffen sind, haben Tage, an denen sie länger schreien, weil sie vielleicht Schmerzen haben, sie nicht ordentlich an der Brust trinken wollen oder sie sich mitten in einem Entwicklungsschub befinden. Der Unterschied zu einem High-Need-Baby ist genau dieser: Sie machen keinen Unterschied. Ob ausgeschlafen, unausgeschlafen, satt oder hungrig, interessiert oder gelangweilt, Kinderwagen oder Tragetuch, mit Schnuller oder ohne Schnuller – 24-Stunden-Babys schreien, ohne dass die Eltern oft verstehen können, warum. Es ist ein nervenaufreibender Tanz. Mama und Papa bemühen sich, alle Bedürfnisse ihres Nachwuchses so rasch und liebevoll wie möglich zu erfüllen. Auch sie müssen oft erst durch Ausprobieren herausfinden, was das Baby nun den eigentlich benötigt. Es schreit jedoch und schreit, lässt sich nur schwer beruhigen. Die Schreiattacken können sich auf den ganzen Tag verteilen oder gehäuft am späten Nachmittag und in den Abendstunden auftreten.

Wichtig: Ja, es ist unglaublich anstrengend und ein 24-Stunden-Baby zu beaufsichtigen zehrt an sämtlichen Kraftreserven, die dir zur Verfügung stehen. Vielleicht leiden auch schon die Partnerschaft und das Familienleben darunter. Vergiss bitte nicht, dass dein Baby sich nicht absichtlich so verhält und du auch nichts falsch machst! Solange du dich darum kümmerst, alle grundlegenden Bedürfnisse deines Kindes zu erfüllen und du diese aufmerksam beantwortest, ist alles in Ordnung. Dass das jedoch nicht so wirkt, liegt daran, dass dein Baby vermutlich große Schwierigkeiten hat, sich selbst zu beruhigen. Im Fachjargon nennt man das eine Regulationsstörung. Das ist kein Etikett und auch kein versteckter Hinweis darauf, dass mit deinem Kind etwas nicht stimmt. Es beschreibt lediglich eine Eigenschaft, die euch das Leben im Moment schwer macht.

Woran erkenne ich, ob mein Kind ein 24-Stunden-Baby ist?

Der amerikanische Kinderarzt William Sears hat unter dem Titel „Das 24-Stunden-Baby: Kinder mit starken Bedürfnissen verstehen“ viele Aspekte zusammengefasst, die Eltern mehr Verständnis für das Verhalten ihres Säuglings ermöglichen sollen. Folgende Fragen können dir dabei helfen, die Situation besser einzuordnen:

  • Weint/schreit dein Kind über mehrere Stunden hinweg, ohne, dass du dir erklären kannst, wo das Problem liegt?
  • Ist dein Baby sehr schreckhaft, licht- oder geräuschempfindlich? Generell eher sensibel?
  • Wirkt es unzufrieden, unruhig, angespannt?
  • Steht sein gesamter Körper unter Anspannung, wenn es anhaltend weint/schreit?
  • Kannst du es nur schwer ablegen, z. B. in den Stubenwagen, um kurz zu duschen?
  • Schläft es am ehesten, wenn es nahe an deinem Körper getragen wird?
  • Hast du das Gefühl, dass es sehr oft/in kurzen Abständen an der Brust trinken möchte/sein Fläschchen fordert?
  • Fällt es dir schwer, die Reaktionen deines Babys abzuschätzen? Wirkt es in einem Moment glücklich und entspannt, im nächsten schreit es drauf los?
  • Sind eure Schlafphasen von vielen Unterbrechungen geprägt? Fällt es deinem Baby schwer, sich zu beruhigen, sich selbst zu regulieren?

Natürlich musst du mögliche medizinische Ursachen ebenfalls abklären. Koliken sind bei Babys sehr weit verbreitet, aber auch Unverträglichkeiten können Schmerzen bereiten, wenngleich sie bei vollgestillten Babys relativ selten vorkommen. Wenn du einen Kaiserschnitt hattest oder die Geburt in einer gewissen Hinsicht problematisch verlaufen ist, kannst du es auch mit Osteopathie oder Cranio-Sacraler-Therapie versuchen. Manchmal machen es Verspannungen oder Schiefstellungen deinem Baby schwer, sich zu beruhigen. Ganz grundsätzlich ist es wichtig, mit deinem Kinderarzt/deiner Kinderärztin sicherzugehen, dass dein Baby gut versorgt ist, ausreichend Gewicht zunimmt und auch keine weiteren körperlichen Belastungen/Einschränkungen vorliegen.

Die Eltern-Trickkiste

Ob pflegeleichtes Baby oder 24-Stunden-Kind, ob Einzelkind oder mehrköpfige Geschwisterschar, ob klassisches Rollenbild oder gleichberechtigte Verteilung der Aufgaben – Ab und zu dürfen Eltern in die Trickkiste greifen und sich das Leben ein wenig leichter machen. Wir haben hier ein paar Anregungen für die Wochenbett-Trickkiste zusammengetragen:

  • Team-Work: Es sollte selbstverständlich sein, ist im Alltag aber manchmal ein Stolperstein. Wechselt euch bewusst ab, haltet euch gegenseitig den Rücken frei, verteilt Aufgaben klar und wenn erforderlich schriftlich.
  • Unterstützung: Vereinbart mit Oma, Tante oder FreundInnen kleine Auszeiten als Paar oder jeder für sich. Auch wenn es in dieser Phase vielleicht nur 45 Minuten sind, weil dein Baby dann wieder gestillt werden möchte. Lege den „Termin“ mit deinem Babysitter fest und wiederhole ihn jede Woche.
  • Nachtruhe: Versuche, nächtliche Unterbrechungen so kurz wie möglich zu halten. Nutze nur ein kleines Nachtlicht, sprich nicht übermäßig viel oder laut mit deinem Baby. Natürlich sollst du es beruhigen, aber eben nicht zu sehr aufwecken. Je nach Ausscheidungsmenge kann es auch klappen, in der Nacht auf das Wechseln der Windeln zu verzichten.
  • Essen auf Knopfdruck: Frisch gekochtes Essen ist Gold Wert und natürlich kannst du das Optimum aus Nahrungsmitteln holen, wenn du sie selbst zubereitest. Dafür ist jedoch nicht immer genug Zeit und genau in solchen Momenten darfst du es dir leichter machen. Bestelle dir dein Abendessen beim Lieblingsrestaurant oder bitte deinen Partner auf dem Heimweg noch etwas mitzubringen. Mittlerweile gibt es viele Lokale, die nachhaltig, saisonal und mit hochwertigen Zutaten kochen.
  • Körperkontakt: Wenn dein Baby den ganzen Tag quengelig ist oder die Geschwisterkinder ständig etwas brauchen – dann setz auf die positive Wirkung von Körperkontakt. Nimm dein Baby in eine Babytrage oder wickle es in dein Tragetuch. So kann es nahe sein, Geborgenheit tanken und wird nebenbei vom Schaukeln, das durch deine Bewegung erzeugt wird, beruhigt. Tipp: Du kannst dich auch mit dem Baby in der Tragehilfe auf einen Schaukelstuhl oder einen gemütlichen Couchsessel setzen.
  • Babybad vor dem Schlafen gehen: Wenn dein Kind das Baden liebt, darfst du das ruhig einmal positiv nutzen. Das warme Wasser Verspannungen (auch bei Babys) und macht so richtig schön müde. Danach nur noch den vorgewärmten Strampler anziehen und ab ins Bett.

Ein neues Körpergefühl

Lass uns doch deinen Körper feiern! Wie wunderbar und selbstverständlich er mit dir alle Hürden gemeistert hat, dein Baby wurde schon im Bauch gut versorgt und auch jetzt im Wochenbett weiß dein Organismus ganz genau, was zu tun ist. Neben ausreichend Ruhe kannst du schön langsam schon wieder mehr in die Aktivität gehen, wenn du das möchtest. Vielleicht hast du schon mit sanften Übungen zum Dehnen und Lockern begonnen, ab sofort kannst du die Belastung langsam steigern und gezielt an der Rückbildung arbeiten.

Rückbildungskurse

Wir empfehlen allen Mamas, einen Rückbildungskurs zu besuchen. Ob online oder live bleibt euch überlassen. Was angeboten wird, hängt auch immer von den aktuellen Pandemiebestimmungen ab. Beides hat Vor- und Nachteile. Einen Online-Kurs kannst du bequem von zu Hause aus machen. Du musst dein Baby und dich nicht zusammenpacken, keinen Weg mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln hinter dich bringen. Das kann sehr entspannend sein. Im Gegensatz zum Live-Kurs leidet jedoch ein wenig der persönliche Austausch. Natürlich gibt es auch im virtuellen Raum Platz für Gespräche, aber der direkte Kontakt fehlt. In einer Rückbildungsgruppe, die in Präsenz stattfindet, lernst du leicht Frauen kennen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden wie du.

Zudem kannst du direkt bei der Ausführung der Übungen Fragen stellen und dir von der Kursleiterin individuelle Tipps holen. Um einen guten Trainingserfolg zu erzielen, solltest du die Übungen auch regelmäßig daheim wiederholen. Bei der Rückbildung werden Beckenboden und Bauchmuskulatur gestärkt, du sollst eine stärkere Körpermitte bekommen, auch deine Rückenmuskulatur wird gestärkt. Du arbeitest mit Gewichten, Bändern, dem eigenen Körpergewicht oder anderen Hilfsmitteln. Dein Baby darfst du natürlich mitnehmen. Der Großteil aller Kurse dieser Art ist absolut babytauglich!

Spezielle Probleme nach der Geburt

Wir wollen es nicht unerwähnt lassen, es gibt auch Themen, die nach der Geburt weniger angenehm sind, wo einfach nicht alles so läuft, wie es soll. Das sind neben Anpassungsschwierigkeiten auf emotionaler Ebene auch körperliche Aspekte. Zu den häufigsten Komplikationen im Wochenbett zählen:

Rektusdiastase

Hierbei handelt es sich um eine Verformung der länglichen Bauchmuskeln. Im Zuge der Schwangerschaft machen nicht nur dir Organe für dein Baby Platz, sondern auch Muskeln, Sehnen und Bänder. Bei einer Rektusdiastase weichen die länglichen Bauchmuskeln so weit zur Seite, dass ein Spalt von etwa 2 cm bis 10 cm entsteht. Du kannst ihn in einer Crunch-Position selbst ertasten oder ihn auch daran erkennen, dass sich der Bauch in einer bestimmten Art und Weise auch nach der Geburt noch wölbt. Das kann zu Schmerzen in der Hüfte, am unteren Rücken oder im Gesäßbereich führen. Der erste Weg der Abklärung geht zum Arzt/zur Ärztin. Er sie wird eine Tastuntersuchung durchführen, bei Bedarf auch einen Ultraschall (das kommt jedoch eher selten vor, da die Diagnose manuell gut gestellt werden kann). Geschlossen wird die Rektusdiastase durch Aufbautraining der Bauchmuskeln und des Beckenbodens. Dabei helfen ein Rückbildungskurs und/oder Physiotherapie.

Experten-Tipp von Yogalehrerin Katharina Rainer-Trawöger: Im Mama-Baby-Yoga gibt es viele Übungen für die seitliche Bauchmuskulatur, und den Beckenboden, die Dir dabei helfen können deine Rektusdiastase zu schließen und bei denen du auch dein Baby liebevoll involvieren kannst. „Nach der Entbindung ist es nicht leicht, sofort wieder mit Trainingseinehiten zu beginnen, schließlich ist da jetzt ein kleines Lebewesen, dass viel Liebe und Zuwendung benötigt. Im Mama-Baby-Yoga können wir ab ca. 6 Wochen nach der Entbindung, die Babys für viele lustige Übungen dazu nehmen. Im Vordergrund stehen dabei, Beckenboden, Rücken und seitliche Bauchmuskulatur, aber auch die gemeinsame Bondingzeit für Mutter und Baby, sowie viel Spaß und Freude an der Bewegung,"

Gebärmuttersenkung

Ein gewisses Absinken der Gebärmutter nach Schwangerschaft und Geburt ist normal, das bildet sich innerhalb weniger Tage im Normfallfall zurück. Bleibt die Gebärmutter jedoch tiefer als üblich, können diverse Beschwerden die Folge sein. Man unterscheidet drei Grade der Gebärmuttersenkung. Von Grad 1 spricht man, wenn die Gebärmutter ins untere Drittel der Scheide ragt. Von Grad 2 ist die Rede, wenn die Gebärmutter bereits bis zum Scheideneingang vordringt. Bei Grad 3 (Prolaps) drückt sich die Gebärmutter schon aus der Scheide heraus. Die Symptome sind vielfältig, vielleicht leidest du unter Verstopfung, verstärktem Harndrang oder einer Belastungsinkontinenz.

Vielleicht spürst du den Vorfall auch, kannst die Gebärmutter ertasten oder hast nach unten hin ein anhaltendes Druckgefühl. Therapiert wird eine Gebärmuttersenkung je nach Alter der Patientin, Kinderwunsch und Schweregrad. In manchen Fällen muss/kann operiert werden, hormonelle Präparate kommen zum Einsatz, ebenso wie klassische Beckenbodengymnastik und Physiotherapie.

Inkontinenz

Es ist ein Tabuthema, das auf natürliche Weise mit Scham besetzt ist. Es kann jedoch vorkommen, dass du nach der Geburt ungewollt Harn, manchmal auch Stuhl verlierst. Etwa 30-60 % aller Frauen sind von Harninkontinenz post-partum betroffen, wenngleich es dazu keinen exakten Zahlen gibt, da es eben ein Thema ist, über das man nicht gerne spricht. Inkontinenz bedeutet, dass du generell oder in bestimmten Situationen (z. B. beim Niesen, Husten oder bei körperlicher Aktivität), Probleme hast, deinen Urin oder Stuhl zurückzuhalten. Vielleicht sind es nur ein paar Tropfen, die abgehen, vielleicht aber auch eine größere Menge. Für Betroffene ist das eine unglaubliche Belastung. Sie fühlen sich zunehmend unsicher, scheuen sich davor, am sozialen Leben teilzuhaben und auch davor, mit einem Arzt/einer Ärztin darüber zu sprechen. Das ist jedoch genau das, wozu wir unbedingt raten.

Wenn du unter Inkontinenz leidest, zieh deine Gynäkologin/deinen Gynäkologen ins Vertrauen. Gemeinsam mit einem Spezialisten könnt ihr dann herausfinden, um welche Form der Inkontinenz (Stress- oder Dranginkontinenz, Paradoxe Inkontinenz) es sich handelt und eine entsprechende Therapie beginnen. Die Behandlungsmethoden reichen vom Beckenbodentraining, Bio-Feedback, Elektro-Stimulation bis hin zur minimal invasiven Operation, bei der ein Bändchen eingesetzt wird.

Komplikationen bei der Wundheilung

Bei einer natürlichen Geburt kann es zu Verletzungen an den inneren und äußeren Schamlippen sowie am Damm (Dammriss, Dammschnitt) kommen. Leichte Fissuren verheilen von selbst. Risse, die ein bestimmtes Ausmaß annehmen und Schnittwunden müssen mit einer Naht versorgt/geschlossen werden. Die Fäden der Naht lösen sich nach einer gewissen Zeit selbst auf oder müssen gezogen werden. Zurück bleibt eine Narbe, die sich ebenfalls erholen muss. Bei der Wundheilung kann es zu Problemen kommen: Die Narbe wird oder bleibt wulstig, schmerzt, nässt oder entzündet sich. Das betrifft sowohl die Dammnaht als auch die Kaiserschnittnaht, wenn du eine Sectio hattest.

Wenn du Beschwerden hast, wende dich an deine Gynäkologin/deinen Gynäkologen. Er/sie kann dir entzündungshemmende Cremes oder Zäpfchen verschreiben, in manchen Fällen muss die Narbe noch einmal geöffnet und neu genäht werden. Es gibt auch stillverträgliche Schmerzmittel, die du nach Absprache mit dem Arzt einnehmen darfst. Was du selbst tun kannst: Achte auf eine gute Wundhygiene und pflege deine Narben mit einem Narbenöl oder entsprechenden Cremes. Auch Sitzbäder mit entzündungshemmenden, abschwellenden Zusätzen sind eine gute Möglichkeit, um Komplikationen vorzubeugen.

Milchstau/Brustentzündung

Wenn du dein Baby stillst, kann es in den ersten Wochen nach der Geburt zu einem Milchstau oder in weiterer Folge zu eine Brustentzündung kommen. Beides ist auf eine Verstopfung in den Milchkanälen zurückzuführen. Wird die Brust nicht ausreichend entleert, staut sich die Milch an einer Stelle. Dieser wird verhärtet, rot und entzündet sich. Bei einer Brustentzündung kommen Symptome eines grippalen Infekts hinzu, auch hohes Fieber ist möglich. In beiden Fällen solltest du unbedingt weiter stillen, da es wichtig ist, die Brust zu entleeren.

Tipp: Wende dich an eine Stillberaterin in deiner Nähe oder an deine Hebamme. Bei einem Milchstau kannst du ein paar Maßnahmen selbst ergreifen, wie z. B. Massage, Wärme-Kälte-Anwendungen oder Stillen in bestimmten Positionen. Bei einer Brustentzündung solltest du in jedem Fall einen Arzt/eine Ärztin aufsuchen. Entzündungshemmende Medikamente sowie Schmerzmittel können dir so verschrieben werden, dass ein Abstillen nicht erforderlich ist!

Sexualität & Paarbeziehung

Nun habt ihr euch vermutlich schon in einem guten Rhythmus eingefunden – sowohl als Familie als auch auf Paarebene. Vielleicht ist dir schon aufgefallen, dass wenige Wochen nach der Geburt der „Babyflitterwochen“-Effekt abnimmt und ihr ein Stück weit wieder im Alltag ankommt. Für viele Paare sind gerade die ersten sechs bis zwölf Monate eine echte Belastungsprobe. Das liegt daran, dass hier eine ganz große Umstellung passiert. Das Paarleben verändert sich – sowohl beim ersten Kind als auch bei allen weiteren. Je offener ihr mit den Veränderungen und daraus entstehenden Problemen umgeht, desto besser. Seid euch dessen bewusst: Ihr seid nicht das einzige Paar, dem es manchmal schwerfällt, einen neuen Weg zu finden. Es geht vielen Liebendenden gleich, wenn sie „plötzlich“ Eltern werden, nur die wenigsten sprechen darüber. Wir wollen uns nun ansehen, wie es passieren kann, dass frisch gebackene Eltern in die Krise rutschen und welche Möglichkeiten es gibt, sich da wieder hinaus zu manövrieren.

Eltern im Glück – als Paar in der Krise

Beginnen wir damit, dass ihr ab der Geburt eures Kindes zwei vollkommen neue Rollen dazubekommt. Neben Partner/Partnerin, Ehemann/Ehefrau seid ihr nun auch Papa und Mama. Ihr lernt euch selbst und auch euer Gegenüber von einer ganz anderen Seite kennen. Ihr seid nicht mehr nur zu zweit. Alles dreht sich vorrangig um euer Baby, denn seine Bedürfnisse stehen an erster Stelle. Das bedeutet, dass ihr eure individuellen Bedürfnisse sowie eure Paar-Vorlieben hintanstellen müsst.Vielleicht nur für ein paar Stunden, vielleicht für ein paar Tage und gewisse gemeinsame Aktivitäten vielleicht für ein paar Monate.

Wenn ihr früher gerne zum Sport oder zu spontanen Treffen mit Freunden gegangen seid, müsst ihr jetzt erst einmal darauf achten, ob es überhaupt für euer Baby passt. Speziell im Wochenbett stehen alle Zeichen auf Rückzug und Erholung, da gibt es oft auch gar kein Bedürfnis, jetzt schon rauszugehen und aktiv zu werden. Wir halten also fest, es fallen vorübergehend Beschäftigungen weg, die euch beiden Spaß gemacht und eure Verbundenheit gestärkt haben.

Unterschiedliche Routinen

Ebenso habt ihr sehr unterschiedliche Aufgaben im Alltag, die euch auf unterschiedliche Weise fordern. Die Frau ist üblicherweise 24 Stunden, 7 Tage die Woche für das Baby da. Sie stillt, sie wickelt, sie wiegt es, trägt es und beruhigt es, wenn es aufgebracht oder angespannt ist. Sie ist in der Nacht mit dem Baby auf, was natürlich auch zu Ermüdungs- und Erschöpfungserscheinungen tagsüber führt. Als frisch gebackene Mama bist du mit relativ fixen Routinen eingeteilt, die du jedoch nur bedingt planen kannst, da dein Baby eben nun mal nicht planbar ist. Dein Partner wiederum hat eine komplett andere Tagesroutine. Sobald der Papa-Monat, die Karenz oder der verlängerte Urlaub vorbei ist, geht er wieder seiner beruflichen Tätigkeit nach. Je nachdem, wo und wie lange er arbeitet, wird er den Großteil des Tages außer Haus verbringen. Er kehrt zurück zu seinen Sorgen im Büro oder dem Stress mit den Mitarbeitern/Kollegen und ist am Abend vermutlich müde, wenn er nach Hause kommt. Er kann sich vermutlich nicht so gut vorstellen, was es bedeutet, sich den ganzen Tag um die Bedürfnisse eines Neugeborenen zu kümmern und sich gleichzeitig noch von der Geburt zu erholen.

Körperkontakt nicht vernachlässigen

Eure täglichen Erfahrungen gehen also deutlich auseinander und auch das gemeinsame Zeitkontingent geht verloren. Ändert sich das auf Dauer nicht, besteht die Gefahr, sich als Paar zu entfremden. Eine Veränderung gibt es auch auf der körperlichen Ebene. Möglicherweise fällt es euch sehr leicht, wieder zu einem lustvollen sexuellen Erleben überzugehen, es ist aber auch nicht ungewöhnlich, wenn es noch nicht klappt. Schließlich hast du als frisch gebackene Mama ganz ein neues Körpergefühl, du stillst und/oder hast Geburtsnarben, die noch verheilen müssen. Vielleicht war die Geburt für euch beide aber eine sehr dramatische Erfahrung, in der ihr euren Partner in einer noch nie zuvor da gewesenen Situation gesehen habt.

Ihr müsst zudem wieder über Verhütung sprechen und habt insgesamt viel weniger Momente für ungestörte Zweisamkeit. Es ist kein Malheur, wenn ihr über einen längeren Zeitraum hinweg nicht miteinander schlaft. Achtet einfach darauf, den Körperkontakt nicht zu vernachlässigen. Kuscheln, Berührungen zwischendurch, ein kleiner Kuss, eine Streicheleinheit, eine Fußmassage, nebeneinander beim Stillen liegen – all diese Gesten führen dazu, dass das Bindungshormon Oxytocin ausgeschüttet wird. Und das ist schon einmal die halbe Miete für eine gelungene Beziehung, vor allem in schwierigen Zeiten.

Aufgaben genau festlegen

Es mag fast ein bisschen zu platt klingen, Arbeits- und Rollenverteilungen im Haushalt und der Kindererziehung führen sehr häufig zu Konflikten in einer Partnerschaft. So kann es beispielsweise vorkommen, dass du das Gefühl hast, dein Partner „sieht“ gar nicht, mit welcher Hingabe du dich jeden Tag um den Haushalt, die Kinder und diverse Familienangelegenheiten kümmerst. Du fühlst dich vielleicht im Stich gelassen oder hast den Eindruck, die ganze Verantwortung liegt allein auf deinen Schultern. Der erwerbstätige Elternteil (das ist gerade im ersten Lebensjahr vorwiegend der Mann) fühlt sich ebenso nicht wertgeschätzt dafür, dass er jeden Tag zur Arbeit geht und für den (finanziellen) Unterhalt der Familie sorgt. Am Abend seid ihr dann beide müde, erschöpft und vermutlich ein wenig gereizt. Der kleinste Funke kann da schon einen großen Flächenbrand verursachen, ein falsches Wort, eine falsche Geste – und schon nimmt der Streit seinen Lauf.

Leider sind wir Menschen Gewohnheitstiere und so fällt es uns schwer, unsere Routinen und Verhaltensmuster zu ändern. In diesem Fall raten wir euch aber ausdrücklich dazu, Verantwortungen und Aufgaben im Haushalt und rund um die Betreuung der Kinder so genau wie möglich festzulegen. Trefft Vereinbarungen, die beide einhalten können und die verbindlich sind. Egal wie lang oder anstrengend ein Tag, eine Woche oder der Monat war.

Mögliche Abmachungen wären:

  • Während die Mama den Nachwuchs zu Bett bringt, kocht der Papa ein schnelles Abendessen für Zwei (oder umgekehrt).
  • Die Reinigung der einzelnen Räume in der Wohnung/im Haus ist in einem Putzplan geregelt, der wöchentlich oder 14-Tägig wechselt.
  • Beide Partner einigen sich darüber, was sie persönlich unter „sauber“, „aufgeräumt“, „hygienisch“ usw. erachten. Anschließend setzt ihr gemeinsame Standards. In den meisten Fällen wird jeder von euch gewisse Kompromisse eingehen müssen. Der Vorteil solcher Absprachen ist der, dass ihr Erwartungshaltungen besprechen und angleichen könnt. Dein Partner hat vielleicht kein Problem damit, täglich über mehrere Paar Socken zu stolpern, dich hingegen nervt das. Du erledigst den Abwasch und die Küche am liebsten gleich nach dem Essen, dein Partner nimmt sich davor lieber noch eine Verschnaufpause auf dem Sofa und kümmert sich vor dem Schlafengehen darum. Es ist keine Schande, unterschiedlicher Ansicht zu sein – wichtig ist allerdings, dass ihr euch auf den gleichen Nenner bringt.
  • Gebt ab, was ihr abgeben könnt. Auch das klingt vielleicht zu einfach, ist aber wirklich hilfreich im Alltag. Wenn es Dinge gibt, die ihr beide absolut nicht erledigen wollt, schaut euch um und betreibt Outsourcing. Hemden zu bügeln liegt euch nicht? Das übernimmt fast jede Wäscherei oder Änderungsschneiderei mit Bügeldienst. Je mehr Hemden du bringst, desto günstiger wird es. Fensterputzen macht euch auch keinen Spaß? Gönnt euch gelegentlich eine Reinigungshilfe. Er/sie erledigt die Arbeit sehr effizient und ihr spart Zeit und Nerven. Eine Investition, die sich lohnt (Das gilt übrigens auch für den Lieferdienst, wenn beide einmal keine Lust haben, zu kochen).

Partner-Tipp:

Ein paar Tricks, die euch das Leben als Eltern erleichtern können, haben wir euch ja schon vorgestellt. In diesem Abschnitt geht es daher ausschließlich um die Pflege der Beziehungsebene. Eine stabile Partnerschaft ist das Grundgerüst einer stabilen Familie. Wenn ihr euch gut versteht, eure Liebe lebendig und die Partnerschaft auch in Krisenzeiten resilient bleibt, profitieren davon auch die Kinder. Wer in Liebesdingen ausgeglichen und frei ist, kann Erziehungsaufgaben gelassener und ruhiger bewältigen. Permanente Streitereien, „dicke Luft“, spürbare Spannungen zwischen den Eltern oder „eisiges Schweigen“ – all diese Schieflagen beeinträchtigen früher oder später die Familiendynamik.

Deine Kinder übernehmen die Anspannung instinktiv und beziehen sie im schlechtesten Fall sogar auf sich und fühlen sich dafür verantwortlich. Wenn ihr also ein wenig Pflege in eure Beziehung investiert, haben alle etwas davon. Daher haben wir dieses Mal bewährte Tipps für dich als Partner und frisch gebackener Papa. Üblicherweise machen sich ja Frauen mehr Gedanken über die Beziehung, wir drehen den Spieß jetzt einmal um und nehmen auch die Männer in die liebevolle Verantwortung. Sprich mit deiner Partnerin über diese Tipps und probiert es einfach aus!

Self-Care!

Eine gute Beziehung beginnt bei dir selbst. Wenn du unzufrieden oder angespannt bist, wirkt sich das auf deinen Partner/deine Partnerin aus. Vielleicht machst du ihn/sie unbewusst dafür verantwortlich, dass es dir gerade nicht gut geht und reagierst dadurch vielleicht schneller gereizt. Du selbst trägst die Verantwortung für dein Wohlbefinden. Es ist wichtig, Klarheit darüber zu erlangen, was dir guttut, wie und wo du auftanken kannst, wie du dir dein Leben als Papa/Mama vorstellst und welche Erwartungen du an deine Beziehung hast. Dann kannst du Stück für Stück beginnen, für mehr Balance zu sorgen, gewisse Dinge in deinem Leben vielleicht zu verändern.

Paar-Zeit!

Verbringt bewusst Zeit miteinander! Dieser Tipp ist nicht umsonst ein Klassiker. Gerade in den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt ist es nicht so einfach, ein paar Schlupflöcher für euch beide zu finden. Aber es gibt sie, davon sind wir überzeugt. Vielleicht kuschelt ihr euch gemeinsam aufs Sofa, wenn das Baby seinen Mittagsschlaf hält oder ihr bittet die Oma, dass sie 1-2 Stunden nach dem Nachwuchs sieht, damit ihr euch einfach mal zu zweit ins Caféhaus setzen könnt. Schafft euch kleine Momente, kleine Inseln, es muss ja nicht gleich der mehrtägige Wellness-Aufenthalt sein. Genießt bewusst die Zeit miteinander, tauscht euch aus, redet darüber, wie es euch tatsächlich geht, hört zu oder macht einfach einmal gemeinsam gar nichts.

Rede-Zeit!

Ja, wir wissen es zu reden zählt nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen eines Mannes. Dennoch plädieren wir dafür, denn gerade im stressigen Beziehungsalltag ist es oft die einzige Möglichkeit, um mit deiner Partnerin in Verbindung zu gehen. Du kannst nicht wissen, was in ihr vorgeht, wenn sie es dir nicht erzählt. Und umgekehrt klappt das natürlich auch nicht. Sprecht über Wünsche, Bedürfnisse, Vorstellungen, Erwartungen und findet mögliche Kompromisse.

Zeit für Aufmerksamkeit!

Vieles erachten wir im Alltag als selbstverständlich und bedanken uns nicht mehr dafür. Das kannst du ändern. Gib deiner Partnerin Wertschätzung dafür, dass sie sich so gut um euren Nachwuchs kümmert. Sag ihr, wo sie dein Leben erleichtert, wo sie dir ein gutes Gefühl gibt und das du dafür dankbar bist. Denn wir sind uns sicher, du freust dich darüber – jetzt musst du es nur noch kommunizieren!

Über Glücksgefühle und Stimmungstiefs

An dieser Stelle fragen wir gern: Wie geht es dir mittlerweile? Bist du schon angekommen oder fühlt sich alles immer noch etwas fremd an? Mach dir keine Sorgen, wenn du dich nicht von Beginn an wie die geborene Mutter fühlst. Wie schnell man in die Mutterrolle hinein findet, kommt auf mehrere Faktoren an. Eine große Frage ist natürlich, ob du schon einmal Mama geworden bist oder ob du diese magische Reise zum ersten Mal antrittst. Beim ersten Kind musst du dich selbst erst einmal daran gewöhnen, Mama zu sein. Beim zweiten, dritten Kind geht vieles schon automatisch und dennoch ist es anders, weil du dich um die Bedürfnisse mehrerer Kinder kümmern musst.

In die Mutterrolle hineinwachsen

Vielleicht fühlt sich für dich alles vollkommen natürlich an, vielleicht benötigst du aber auch einfach noch Zeit. Beides ist vollkommen in Ordnung. Du lernst ja nicht nur deinen Partner in einer neuen Rolle kennen, sondern auch dich selbst. Schließlich warst du bisher nur in der Theorie Mama bzw. ging vieles mit dem Baby im Bauch halt doch einfacher. Nun ist dieses kleine Wesen auf der Welt und stellt dich mehrmals täglich auf die Probe. Wichtig ist uns an dieser Stelle: Erlaube dir deinen eigenen Weg zu finden und vertraue in dein Gefühl.

Manche Dinge macht man eben zum ersten Mal und es fühlt sie so lange etwas wackelig an, bis man richtig viel Routine hat. Das gilt fürs Stillen ebenso wie fürs Wickeln oder den ersten Mutter-Kind-Pass-Termin mit deinem Baby. Jedes Mutter-Kind-Duo ist anders, die eine Mama kann besser mit Schlafmangel umgehen, die andere schlechter. Für manche Mütter ist es gefühlt überlebensnotwendig, schnell wieder in den Beruf einzusteigen, andere genießen die exklusive Zeit mit ihrem Kind.

Tipp: Wenn du länger Probleme haben solltest, dich auf das Mama-Sein einzustellen oder du depressive Verstimmungen, Ängste und große Selbstzweifel entwickelst, raten wir dir, dich an professionelle Anlaufstellen (z. B. Frühe Hilfen, Familienberatung oder Frauenberatung) zu wenden.

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