20. Schwangerschaftswoche

Abbildung Entwicklung des Babys in der 20. Schwangerschaftswoche

Halbzeit! Es liegen nur mehr bis zu 22 Wochen der Schwangerschaft vor dir. Interessantes Detail: die Zeit, die der Fötus schlafend und wach verbringt entspricht in der 20. Schwangerschaftswoche dem Verhalten eines Neugeborenen. Bei Zwillingen müssen diese Phasen aber nicht bei beiden Föten gleich sein, sie können sich auch überschneiden oder völlig voneinander abweichen. Ende des fünften Monats ist der Fötus etwa 14 bis 16 cm lang und hat ein Gewicht von 150 bis 300g.

Blutkreislauf in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft verändert sich der Blutkreislauf der Mutter erheblich. Es fließt bis zu 50% mehr Blut durch deine Adern, um die Versorgung des Fötus zu gewährleisten. Das erhöht aber auch die Anfälligkeit für Hämorriden und Krampfadern. Auch Nasenbluten kann häufiger auftreten. Zahnfleisch und Gaumen sind ebenfalls sehr empfindlich. Durch die höhere Blutmenge deines Körpers schlägt auch das Herz schneller. Das kann zu Blutdruckproblemen führen und die körperliche Leistungsfähigkeit herabsetzen.

Weitere Hautveränderungen in der Schwangerschaft

Dein Hormonhaushalt kann für starke Hautveränderungen sorgen. Bei manchen Frauen sind während der Schwangerschaft die Fußsohlen und Handflächen gerötet, die Haut ist häufig trocken und juckt. Die so genannte Linea nigra, eine helle Linie auf der Haut, die vom Schambein bis zum Bauchnabel führt, ist mittlerweile vermutlich dunkler geworden. Vor der Schwangerschaft war sie zwar auch schon vorhanden, aber kaum sichtbar. Einige Monate nach der Entbindung verblasst diese Linie wieder.

Nicht jede Untersuchung ist zwingend notwendig

Sollten bestimmte Krankheiten in der Familie vorliegen oder eine Rötelerkrankung auftreten, so kann ab der 20. Woche eine Nabelschnurpunktion durchgeführt werden. Dabei wird Blut aus der Nabelschnur entnommen und untersucht. Erkundige dich bei deinem Arzt oder deiner Ärztin, ob eine derartige Untersuchung überhaupt notwendig ist.

Gut zu wissen

Das Mutterschutzgesetz regelt in Österreich die Arbeitsbedingungen für Schwangere und stillende Mütter. Bestimmte Tätigkeiten sind generell verboten, für gewisse Bereiche gibt es individuelle Regelungen. Die Schutzbestimmungen treten erst in Kraft, wenn der Arbeitgeber von der Schwangerschaft erfährt. Du solltest mit der Bekanntgabe also nicht zu lange warten, je nachdem in welchem Beruf du tätig bist. Ab der 21. Schwangerschaftswoche sind Arbeiten, die du im Stehen verrichten musst, nur mehr im Ausmaß von 4 Stunden erlaubt. Der Arbeitgeber ist verpflichtet dir darüberhinaus eine Tätigkeit zuzuweisen, die du im Sitzen ausführen kannst. Auch für das Heben von schweren Lasten und die Arbeit mit Maschinen sowie gefährlichen Stoffen gibt es strenge Regelungen. Wenn du dir nicht sicher bist, ob du am Arbeitsplatz ausreichend geschützt bist, erkundige dich bei der Arbeiterkammer oder deiner Interessensvertretung.


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