26. Schwangerschaftswoche

In der 26. Schwangerschaftswoche wiegt der Fötus circa einen Kilo und ist um die 32 cm lang. Die Lunge wächst und auch das Herz entwickelt sich weiter. Viele Frauen können mit einem herkömmlichen Stethoskop den Herzschlag ihres ungeborenen Kindes durch die Bauchdecke hören. Dazu gehört allerdings ein wenig Geschick. Es kommt auch auf die Lage des Fötus an, denn sonst hört man vor allem seine eigenen Darmgeräusche oder über die Bauchschlagader den eigenen Herzschlag. Es gibt auch spezielle Ultraschall-Sets für daheim, mit denen man die Herztöne „überwachen“ kann. So eine Anschaffung sollte man sich jedoch gut überlegen und mit dem Gynäkologen oder der Gynäkologin absprechen.

Übungswehen können auftreten

Dein Körper bereitet sich Tag für Tag auf die Geburt vor und ab sofort wirst du häufiger Übungswehen, so genannte „Braxton Hicks-Kontraktionen“, spüren. Diese Übungswehen fühlen sich an wie Krämpfe während der Regel und sollen die Gebärmutter auf die Wehen vorbereiten. Für dich besteht absolut kein Grund zur Sorge, wenn solche Krämpfe auftreten. Bei Mehrlingsschwangerschaften kommen diese sogar noch häufiger als sonst vor.

Die Gebärmutter wächst um einen Zentimeter pro Schwangerschaftswoche

Bis zur 26. Schwangerschaftswoche hast du bis zu 14 Kilo zugenommen. Ab jetzt wächst die Gebärmutter um etwa einen Zentimeter pro Schwangerschaftswoche. Entsprechend kann es passieren, dass sie auf deinen Magen oder deinen Darm drückt. Die Folgen sind Völlegefühl und Appetitlosigkeit. Auch hier gilt: mehrere, kleinere Mahlzeiten pro Tag essen.

Besonders im Sommer sind Schwellungen unangenehm

Da der Austauschbedarf des Fruchtwassers hoch ist, kommt es zu Wasserablagerungen. Gelenksschwellungen treten häufig auf und sind besonders im Sommer unangenehm. Trotzdem sollte man keine Entwässerungstees trinken, sondern lieber auf Abkühlung und Hochlagerung der Beine achten. Auch der Blutdruck, der in den vorangehenden Schwangerschaftswochen niedrig war, steigt ab sofort möglicherweise an.

Gut zu wissen

Die gute Fee, die dir den Haushalt erledigt, können wir leider nicht organisieren. Aber wir haben ein paar Tipps für dich, die du bei der Hausarbeit und in der Küche beherzigen solltest:

  • Verzichte auf den Einsatz von Chemikalien, Insektengiften und aggressiven Reinigern, sondern verwende stattdessen Haushaltsreiniger auf natürlicher Basis. Wenn du deine übliche Putzroutine nicht aufgeben möchtest, dann empfehlen wir dir das Tragen von undurchlässigen Putzhandschuhen. Gegebenenfalls kann auch ein Atemschutz Sinn machen!
  • Das Heben und Tragen schwerer Gegenstände (ab 5 kg) ist tabu. Lass dir schwere Arbeiten abnehmen und befülle Wäschekorb oder Einkaufstasche nur zur Hälfte.
  • Getränke und Lebensmittel kannst du dir bequem bis vor die Haustüre liefern lassen. Das spart dir nicht nur den Weg zum Supermarkt, sondern auch das Tragen der schweren Einkaufstaschen.
  • Auch bei der Gartenarbeit solltest du unbedingt Schutzhandschuhe tragen. Bei direktem Kontakt mit verschmutzter Erde besteht das Risiko, sich mit Toxoplasmose zu infizieren.
  • Küchenhygiene ist in der Schwangerschaft besonders wichtig. Achte darauf, deine Küchentücher regelmäßig bei hohen Temperaturen zu waschen, auch Schwämme und Schwammtücher sollten einmal pro Woche getauscht werden. Die Arbeitsfläche sollte möglichst sauber und trocken sein – Bakterien lieben feucht-warme Milieus.
  • Achtung Stolpergefahr: in der Schwangerschaft ändert sich dein Gleichgewichtssinn, da sich dein Körperschwerpunkt verlagert. Verrichte die Hausarbeit in einem ruhigen Tempo, verzichte auf ruckartige Bewegungen und gib Arbeiten, für die du auf Stühle oder Leiter klettern musst, an deinen Partner ab.

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