3. Schwangerschaftswoche (3. SSW):
Bin ich schon schwanger?

In der dritten Woche weißt du vermutlich noch gar nicht, dass du schwanger bist, sondern du erwartest Ende der nächsten Woche deine Periode. Das Ausbleiben der Regelblutung ist in vielen Fällen eines der ersten Schwangerschaftsanzeichen.

Es passiert jedoch gelegentlich, dass die Periode nicht ausbleibt oder mit einer Einnistungsblutung verwechselt wird. Diese tritt auf, wenn sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut einnistet.

Ein Schwangerschaftstest zu dieser Zeit bringt, selbst wenn du schwanger sein solltest, noch ein negatives Ergebnis. Das Schwangerschaftshormon HCG erreicht erst ab der 6. Schwangerschaftswoche die Konzentration, die mithilfe eines Urin-Tests nachweisbar ist. Ein Bluttest könnte hingegen schon in der dritten Woche ein zuverlässiges Ergebnis liefern.

Was passiert in der 3. SSW im Körper?

Nach der Befruchtung beginnt die Eizelle sich mehrfach zu teilen. Aus einer einzelnen Zelle entsteht innerhalb weniger Tage ein Zellverband mit rasanter Wachstumsgeschwindigkeit. Diese frühe Entwicklungsphase läuft unbemerkt ab – äußerlich spüren die meisten Frauen noch keine Veränderungen.

Viele Frauen "fühlen" ihre Schwangerschaft

Die Konzentration des Schwangerschaftshormons HCG mag noch gering sein, aber trotzdem spüren viele Frauen schon jetzt eine Veränderung und fühlen sich schwanger. Ein Gefühl, das sich schwer beschreiben lässt, aber in der Situation intuitiv gedeutet wird.

Auch wenn du davon nichts bemerkst, wächst der Embryo rasend schnell. Was in der Vorwoche als das Aufeinandertreffen zweier Zellen begonnen hat, ist mittlerweile eine Ansammlung von Millionen von Zellen. Größenmäßig würde diese jedoch noch ohne weiteres durch ein Nadelöhr passen.

Übrigens: Nicht jede Frau bemerkt in dieser Phase Veränderungen - und auch das ist völlig normal! Weder das Vorhandensein noch das Fehlen von Symptomen sagt etwas über den Verlauf der möglichen Schwangerschaft aus.

Richtige Ernährung in der Frühschwangerschaft

Gerade in den ersten Wochen der Schwangerschaft laufen entscheidende Entwicklungsprozesse ab. Eine ausgewogene Ernährung unterstützt deinen Körper dabei, dein Baby optimal zu versorgen. Neben einer abwechslungsreichen Kost empfehlen Ärzt*innen bereits ab Kinderwunsch die gezielte Einnahme bestimmter Mikronährstoffe.

Wichtige Nährstoffe in der Frühschwangerschaft:

  • Folsäure (Vitamin B9): Unterstützt die Zellteilung und ist entscheidend für die Entwicklung von Rückenmark und Wirbelsäule. Eine ausreichende Versorgung senkt das Risiko für Neuralrohrdefekte. Empfohlen wird die Einnahme eines Folsäure-Präparats idealerweise bereits vor der Schwangerschaft.
  • Jod: Wichtig für die Schilddrüsenfunktion und die geistige Entwicklung des Kindes. Der Bedarf steigt in der Schwangerschaft deutlich an.
  • Magnesium: Unterstützt die Muskelfunktion und kann bei leichten Krämpfen helfen. Zudem spielt es eine Rolle im Energiestoffwechsel.
  • Eisen: Wird für die Blutbildung benötigt. Da sich das Blutvolumen in der Schwangerschaft erhöht, steigt auch der Eisenbedarf.
  • Vitamin D: Unterstützt den Knochenstoffwechsel und das Immunsystem von Mutter und Kind.
  • Omega-3-Fettsäuren (z. B. DHA): Tragen zur Entwicklung von Gehirn und Nervensystem des Babys bei.

Auch wenn viele dieser Nährstoffe in Lebensmitteln wie grünem Blattgemüse, Vollkornprodukten, Milchprodukten oder Fisch enthalten sind, reicht die Zufuhr über die Ernährung allein nicht immer aus. Sprich am besten mit deiner Ärztin oder deinem Arzt über ein passendes Schwangerschaftspräparat. Hier findest du Ernährungsempfehlungen für Schwangere.

Unsere Tipps

  • Achte auf eine nährstoffreiche Ernährung (Folsäure, Jod, Eisen, Omega-3)
  • Verzichte vorsorglich auf Alkohol und Nikotin
  • Teste nicht zu früh – Geduld vermeidet unnötige Verunsicherung
  • Gönn dir ausreichend Schlaf und bewusste Pausen
  • Bleib gelassen: Fehlende Symptome sind völlig normal

FAQ: 3. Schwangerschaftswoche

Rechnerisch ja – medizinisch beginnt die Schwangerschaft mit der Einnistung.

Ein Bluttest kann bereits reagieren, Urintests sind meist noch negativ.

Leichte Beschwerden können vorkommen und sind meist harmlos.

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