So entwickelt sich mein Baby im zweiten Trimester

Im zweiten Schwangerschaftsdrittel wird es für werdende Väter und Mütter besonders spannend. Ihr ungeborenes Baby entwickelt sich rasant und ähnelt immer mehr einem kleinen Menschen. Die Proportionen passen sich langsam aneinander an, der Kopfumfang wächst nicht mehr ganz so schnell wie in den ersten Monaten.

Ultraschalluntersuchungen, die in diesem Zeitraum statt finden, sind oft ein besonders freudiges Ereignis. Die werdenden Eltern können ihren Nachwuchs vielleicht sogar dabei beobachten, wie er am Daumen lutscht, wie er Fruchtwasser trinkt oder mit seiner Nabelschnur spielt.

Insgesamt wird die Beziehung zum Kind in diesen Monaten ungemein gestärkt. Das liegt einerseits daran, dass rund um die 20. Woche das Geschlecht des Babys erkennbar ist. Andererseits meldet sich das kleine Wunder im fünften Schwangerschaftsmonat zum ersten Mal in Form von zaghaften Bewegungen mit denen es an der Bauchdecke der Mutter „anklopft“.

4. Schwangerschaftsmonat (Woche 13 bis 17)

Der vierte Schwangerschaftsmonat markiert für viele Frauen jenen Zeitpunkt, an dem die Schwangerschaft eine positive Wendung nimmt. Die Beschwerden des ersten Trimesters sind weitgehend überstanden; Übelkeit, Müdigkeit und Co. treten nur mehr selten auf. Das ist auf eine Veränderung in der Hormonproduktion zurückzuführen. Wichtige Schwangerschaftshormone werden von nun an direkt von der Plazenta produziert, dadurch belasten sie den gesamten Organismus weniger. Aber auch für Schwangere, die immer noch leiden, verbessert sich die Situation. Sie können ihre Beschwerden mittlerweile einschätzen und damit im Alltag umgehen. Das neue Bewusstsein, welches schön langsam entsteht, erlaubt es auch, sich intensiver mit dem ungeborenen Baby und seinem Wachstum auseinander zu setzen. Schließlich entwickelt es sich fleißig weiter und lernt von Tag zu Tag neue Dinge dazu.

Koordinierte Bewegungen

Wie bereits gegen Ende des ersten Trimesters ist der Fötus im Mutterleib sehr aktiv. Genauso wie seine Mutter hat er sich an sein „neues“ Leben gewöhnt. Die Temperatur des Fruchtwassers beträgt wohlig-warme 37 Grad, der Fötus ist noch klein genug, um genügend Platz in der Fruchtblase zu finden. Neugierig erkundet er nun seine Umgebung und tut dies mit Hilfe von Bewegungen, die immer koordinierter ablaufen. Der Nachwuchs ist aber nicht nur an seinem Lebensraum, sondern auch an sich selbst interessiert. Vorsichtig beginnt er seine Gliedmaßen zu dehnen und zu strecken, mit den Händen fährt er immer wieder ins Gesicht. Dort gibt es bereits eine Lieblingsstelle: den Mund. Die Lippen sind nämlich sehr früh mit entsprechenden Rezeptoren ausgestattet, die dem Fötus frühe Empfindungen erlauben. Noch merkt die Mutter nichts von der Aktivität ihres ungeborenen Babys, aber schon bald wird sie erste Regungen in ihrem Bauch spüren.

Sinneseindrücke

Forscher wissen mittlerweile, dass ungeborene Babys viel mehr wahrnehmen, als bisher angenommen. Über ihre Sinne entwickeln sie eine Art Bewusstsein, die es ihnen beispielsweise erlaubt, akustische Reize wie Musik oder Stimmen zu erkennen. Im zweiten und dritten Trimester gelangen die Sinnesorgane des Fötus immer mehr zur Reifung. Empfindungen der Mutter wandern über das Fruchtwasser zum ungeborenen Baby. Sehr starke positive oder negative Gefühle haben die Ausschüttung von Endorphinen oder Cortisol ins Fruchtwasser zu Folge. Es verändert dadurch seine Zusammensetzung, das bemerkt auch das Kind. Im vierten Schwangerschaftsmonat befindet sich die Aufnahmefähigkeit des Babys noch im Anfangsstadium – sie wird sich von nun an jedoch immer stärker ausprägen.

5. Schwangerschaftsmonat (Woche 18 bis 21)

Der fünfte Schwangerschaftsmonat hält für die werdenden Eltern viele Überraschungen bereit. Die Entwicklung des Kindes schreitet unaufhörlich voran, es wird immer stärker und kräftiger. Wer das Geschlecht des Babys wissen möchte, hat ab der 20. Schwangerschaftswoche gute Chancen. Auch jenen, die die ersten Bewegungen schon sehnsüchtig erwarten, bietet sich rund um diesen Zeitpunkt die erste Möglichkeit zur „Kontaktaufnahme“.

Junge oder Mädchen?

Äußere und innere Geschlechtsorgane sind bereits seit der 10. Schwangerschaftswoche angelegt. Zu diesem Zeitpunkt sind sie aber noch nicht erkennbar. Rund um die 20. Schwangerschaftswoche besteht jedoch die Möglichkeit, das Geschlecht des Babys am Ultraschallbild festzustellen. Normalerweise erkundigt sich der Gynäkologe/die Gynäkologin bei den werdenden Eltern, ob er/sie Bescheid geben soll, wenn die Geschlechtsorgane sichtbar sind. Manche Babys halten sich auch gerne bedeckt. Sie liegen dann bei den Ultraschallaufnahmen so, dass nicht zu erkennen ist, ob es sich um einen Jungen oder ein Mädchen handelt. Dies ist gelegentlich bis zum Ende der Schwangerschaft der Fall – dann müssen sich werdende Eltern einfach überraschen lassen.

Erste Bewegungen

Das eigene Kind im Mutterleib zum ersten Mal zu spüren, ist für Schwangere eine ganz besondere Erfahrung. Auch wenn der Zeitpunkt von Frau zu Frau variiert, ab der 20. Schwangerschaftswoche können Schwangere zaghafte Bewegungen wahrnehmen. Frauen, die bereits ein Kind bekommen haben, spüren die ersten Tritte manchmal schon etwas früher, rund um die 17. Schwangerschaftswoche. Auch die Wahrnehmung der ersten Bewegungen ist unterschiedlich. Manche Schwangere beschreiben ein Flattern, ein Glucksen oder aber auch sanfte Tritte. Der werdende Vater muss sich noch etwas gedulden. Es dauert ungefähr bis zur 26. Schwangerschaftswoche bis auch Außenstehende die Bewegungen spüren können.

6. Schwangerschaftsmonat (Woche 22 bis 25)

In diesem Monat passiert nicht sehr viel Neues. Viele Sinne und Körperfunktionen sind bereits ausgeprägt, es kommen nur mehr ein paar neue hinzu. Die Aufgabe des Fötus in diesem Stadium ist es, zu wachsen und zu reifen. Fleißig trainiert er auch schon seine Atmung. Dafür schluckt er Fruchtwasser und das kann manchmal zu Schluckauf führen. Wer besonders sensibel ist oder sich gerade ausruht, erkennt dies an einem sanften Stupsen an der Bauchdecke.

Turnstunden

Noch hat der Nachwuchs in der Gebärmutter genügend Platz und diesen lässt er natürlich nicht ungenutzt. Es wird geturnt, gestrampelt, geboxt und getreten. Besonders intensiv sind die Bewegungen dann wahrzunehmen, wenn sich der Fötus um die eigene Achse dreht bzw. wenn er seine Position verändert. Gegen Ende des zweiten Trimesters kommt es auch vor, dass der Vater bereits erste Bewegungen spürt, wenn er seine Hand auf den Bauch der Mutter legt und der Nachwuchs gerade in Strampel-Laune ist.

Rasantes Wachstum

Organe und Gliedmaßen wachsen immer noch fleißig, auch das Gehirn entwickelt sich in beachtlicher Geschwindigkeit. Der gesamte Haltungsapparat festigt sich, Knochen und Knorpel werden ebenfalls stärker. Am Ende der 25. Schwangerschaftswoche ist das Ungeborene etwa 22cm lang und um die 800 Gramm schwer. In den nächsten Wochen wird es vorrangig an Gewicht zunehmen, das eigentliche Körperwachstum verlangsamt sich aufgrund dessen ein wenig.  

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