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Tipps zur Kindernamensuche

Die Entscheidung für einen Kindernamen fällt vielen Eltern schwer. Das ist verständlich, denn seinen Namen wird das Kind ein ganzes Leben lang tragen. Einige Anregungen und Ratschläge die bei der Namenssuche helfen können. Die Entscheidung für einen Kindernamen fällt vielen Eltern schwer. Das ist verständlich, denn seinen Namen wird das Kind ein ganzes Leben lang tragen. Einige Anregungen und Ratschläge die bei der Namenssuche helfen können.

Die Geschichte der Vornamen

Der Vorname hat in unserer Kultur eine lange Geschichte. So gab es Vornamen schon lange bevor Nachnamen eingeführt wurden. Da der Lebensbereich viel kleiner war als heutzutage, reichten Vornamen aus um die Menschen voneinander zu unterscheiden. Germanische Namen wurden dabei aus zwei Namensgliedern kombiniert. Noch heute sind viele Namen daher zweigliedrig. Ein Beispiel hierfür ist der Name Wolfgang.

Ab dem 7. Jahrhundert hielten fremdsprachige Vornamen Einzug in unseren Kulturraum. Zunächst waren das vor allem christliche Namen, insbesondere Namen aus dem Alten Testament – beispielsweise der Name Elisabeth. Benennungen aus dem Neuen Testament kamen danach im 12. Jahrhundert verstärkt in Mode (Johannes, Markus, Lukas, etc.) Christliche Namen spalteten sich nach und nach in immer mehr Varianten auf. So ist etwa Jens eine Variante von Johannes.

Vier Jahrhunderte später wurden französische und englische Vornamen beliebt. Zu einer regelrechten Blüte fremdsprachiger – insbesondere englischer – Vornamen kam es aber erst ab den 1950er Jahren bis heute: Durch neue Medien wie Fernsehen, Kino oder das Internet kamen die Menschen mit vielen neuen, fremden Vornamen in Berührung – und benannten ihre Kinder danach.

Wie findet man einen Kindernamen?

Manche Eltern entscheiden sich schnell und aus dem Bauch heraus für einen Kindernamen, anderen will einfach kein passender Name in den Sinn kommen. Ratschläge für die Namenssuche können hilfreich sein, bergen oft aber auch Tücken in sich, die es zu beachten gilt.

  • Viele Eltern entscheiden sich für einen Namen mit Familientradition oder emotionalem Bezug. So wird beispielsweise die Tochter nach der geliebten Tante Viktoria benannt. Allerdings besteht hier immer die Gefahr, dass der restliche Teil der Familie eifersüchtig reagiert und/oder beim nächsten Kind berücksichtigt werden will.
  • Beide Elternteile können unabhängig voneinander eine Liste mit ihren Lieblingsnamen anfertigen. Vielleicht ist ja zufällig die eine oder andere Überschneidung dabei. Eine schöne Variante ist es, im künftigen Kinderzimmer eine Tafel anzubringen, und darauf alle Namens-Ideen zu sammeln.
  • In Namensbüchern findet sich eine Vielzahl an Namen. Hier kann auch gleich die entsprechende Bedeutung des Vornamens in die Entscheidung miteinbezogen werden. Auch Internetseiten bieten diesen Service an.
  • Es kann sich lohnen, Verwandte oder Bekannte um Rat zu fragen. Viele haben schöne Babynamen ‚in der Schublade’, die sie selbst nicht (mehr) brauchen. Aber Vorsicht: Fällt die Wahl dann doch auf einen anderen Namen, könnten die Ratgeber gekränkt sein, dass nicht ‚ihr’ Name das Rennen gemacht hat.
  • Ein regelrechter Namensfundus ist der Abspann von Spielfilmen. An der Herstellung von Filmen wirken sehr viele Menschen mit, so dass man auf Anhieb eine lange Namensliste begutachten kann. Außerdem sind Drehbuchautoren sehr kreative Menschen, die ihren Rollen oftmals schöne, wohlklingende Namen geben. Wer fremdländische Namen mag, kann entsprechende Filme heranziehen.
  • Manche Eltern wählen für Geschwister Vornamen mit gleichen Anfangsbuchstaben oder derselben Silbenanzahl. Andere stimmen die Kindernamen entsprechend auf ihre eigenen Namen ab. Solch ein Namens-Muster wirkt nicht nur schön, sondern schränkt auch die Anzahl der vielen möglichen Namen ein – was oft die Entscheidung erleichtert. Allerdings bergen ähnliche Namen ein besonders hohes Potential verwechselt zu werden.
  • Eine wahre Schatzkiste an Namen liegt bei den meisten Menschen zu Hause: das örtliche Telefonbuch. Hier finden sich insbesondere regional verwurzelte Vornamen.
  • Aufschlussreich können auch Tagezeitungen und Regionalblätter sein. Namen findet man hier nicht nur in Geburtsanzeigen anderer Eltern, sondern beispielsweise auch, wenn im Sportteil die Mitglieder einer Fußballmannschaft aufgelistet werden.
  • In vielen Städten gibt es Namensberatungsstellen in denen Sprachwissenschaftler werdende Eltern bei der Wahl beraten können bzw. Auskunft über gewisse Sachverhalte oder der Popularität eines Namens geben können.
  • Nicht wenige Eltern lassen sich bei der Namenssuche von Helden aus ihrer Kindheit – beispielsweise Romanfiguren – inspirieren. Allerdings wird das Kind dann auch von vielen anderen Menschen mit dieser Figur in Verbindung gebracht werden. Es kann durchaus nervig sein, immer Nils Holgerson genannt zu werden.
  • In vielen Ländern werden jährlich die Ranglisten der beliebtesten Vornamen erstellt. In Österreich führt diese Erhebung die Statistik Austria durch. Bei den Jungen sind zum Beispiel Lukas und Tobias bei den Mädchen Leonie und Sarah hoch im Kurs. Hier können Eltern schöne Namen finden oder aber – wenn sie einen Allerweltsnamen vermeiden wollen – überprüfen ob ihr Wunschname nicht momentan als Modename fungiert.
  • Schließlich sollte der Vorname gut zum Nachnamen passen und leicht aussprechbar sein. Zur Überprüfung sagen die Eltern am besten den vollen Namen mehrmals hintereinander laut auf und achten auf den Klang.

Rechtliche Bestimmungen

In Österreich haben Eltern bei der Namensgebung nicht völlig freie Hand, sondern müssen sich an bestimmte Gesetze halten. Die Grundregel dabei lautet, dass der Name (in irgendeinem Land der Welt) ein üblicher Vorname sein muss und die Persönlichkeitsrechte des Kindes nicht verletzen darf. Verboten sind beispielsweise Städte-, Monats-, oder Markennamen. Nicht erlaubt sind des Weiteren Namen aus der Bibel, die mit negativen Assoziationen behaftet sind – wie zum Beispiel Judas.

Auch sollte aus dem Vornamen eines Kindes eindeutig hervorgehen, ob es sich um einen Jungen oder um ein Mädchen handelt. Im Zweifelsfall müssen hierzu entsprechende Zweitnamen gewählt werden. Wie viele Vornamen ein Kind trägt, dürfen die Eltern jedoch völlig frei bestimmen.

Konkret entscheidet immer der zuständige Standesbeamte, welcher Name gültig ist und welcher nicht. Standesbeamten schlagen hierfür im internationalen Handbuch der Vornamen nach. Um sicher zu sein, dass ihr Wunschname in Österreich erlaubt ist, können Eltern hier vorrecherchieren und so böse Überraschungen vermeiden.

Stolpersteine bei der Vornamenssuche

Bei der Namensgebung vergessen manche Eltern, dass ihr Kind seinen Namen auch als Erwachsener tragen wird. Was bei einem süßen Kind niedlich klingt, kann aber mit spätestens Anfang zwanzig lächerlich wirken. Daher sollte die Suche nach einem Kindernamen immer auch die Suche nach einem Erwachsenennamen sein.

Es ist nachvollziehbar, dass viele Eltern ihrem Kind einen ganz besonderen Namen geben möchten. Aber exotische und ungewöhnliche Vornamen laden andere Kinder zum Hänseln geradezu ein. Komplizierte Namen werden zudem oft falsch ausgesprochen oder nicht richtig geschrieben. Ständig den eigenen Namen buchstabieren zu müssen, kann lästig sein. Auch werden solche Namen häufig zu Spitznamen verkürzt. Dasselbe gilt für lange Namen (oder Doppelnamen): Die Wahrscheinlichkeit, dass aus Katharina eine Kathi wird ist hoch.

Wer einen Modenamen vergibt, sollte damit leben können, dass in der Schulklasse oder im Sportverein wahrscheinlich mehrere Kinder diesen Namen tragen werden. Oft wird dieses Problem auch durch das Einführen von Spitznamen gelöst – und das nicht selten vom Lehrer selbst. Aus drei Christinas in einer Klasse werden da schnell eine Christl, eine Chrissi und eine Tina. Will man Allerweltsnamen vermeiden, lohnt es sich vorher in Erfahrung zu bringen, welche Namen gerade im Trend liegen. Personen die viel mit Kindern zu tun haben – wie Hortbetreuer, Lehrer oder Hebammen – können hierüber oft hervorragend Auskunft geben.

Eltern die sich zwischen mehreren Namen einfach nicht entscheiden können, sollten die Entscheidung nicht um jeden Preis erzwingen. Halten sie ihr Baby erst in den Händen, können die meisten Eltern ganz intuitiv sagen, welcher Vorname am besten passt.


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